TV-Kabel

Internet, Telefon und Triple-Play über TV-Kabel

Die TV-Kabel­netz-Betreiber haben sich gegen die etablierten DSL-Anbieter in puncto Internet und Telefon in Stel­lung gebracht - und punkten mit konkurrenz­fähigen Ange­boten.
Von Susanne Kirchhoff / Ralf Trautmann
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Während DSL auch mit VDSL-Verbes­serungen im Down­stream oft nur Daten­raten bis zu 50 MBit/s bietet, beginnen TV-Kabel­anschlüsse häufig erst bei einer Geschwindig­keit von 25 MBit/s für die Inter­netver­bindung - dabei sind mitt­lerweile 400-MBit/s-Zugänge keine Beson­derheit mehr. Auch, aber nicht nur für Haus­halte mit großer Entfer­nung zur nächsten Vermittlungs­stelle, die via DSL nur 16 MBit/s oder weniger erzielen können, lohnt sich also even­tuell der Wechsel zu Internet via TV-Kabel. Ebenso kann beim Neubau eines Hauses der Kabel-Anschluss eine Alter­native zum Anschluss durch die Telekom ans Tele­fonnetz sein. Internet per TV-Kabel ist wie Glas­faser eine äußerst zukunfts­fähige Internet-Lösung.

Kombi von Internet und TV möglich, aber nicht mehr notwendig

Zum Start der Ange­bote für Internet über TV-Kabel vor einigen Jahren mussten Kunden immer einen TV-Basis-Anschluss buchen, der zusätz­liche monat­liche Kosten von bis zu 20 Euro verur­sachte. Das ist heute bei den meisten Kabel-Anbie­tern nicht mehr der Fall. Wer kein Fernseh­programm über Kabel beziehen möchte, kann also einen reinen Internet-Zugang mit oder ohne Telefon-Anschluss buchen. Für alle anderen sind natür­lich weiterhin Kombi-Pakete für Internet, Telefon und TV buchbar - auch Triple-Play genannt.

Keine Wahl: Regionen zwischen Kabel-Netz­betrei­bern aufge­teilt

Anders als bei DSL hat der Kunde bei Kabel in Deutsch­land keine Wahl zwischen verschie­denen Anbie­tern. Für jede Anschrift ist genau ein Anbieter zuständig. Daher erzielen Sie bei der Abfrage des Internet-Tari­frech­ners besser passende Ergeb­nisse, wenn Sie Ihre Telefon­vorwahl eintragen. Die größten Anbieter sind Unity­media Kabel BW, Kabel Deutsch­land und Tele Columbus, daneben gibt es eine Viel­zahl von klei­neren Kabel-Provi­dern. Mehr Infos zu den regio­nalen Schwer­punkten und eine Auswahl von Tarifen finden Sie in unserer Über­sicht der Kabel-Anbieter.

In einem sepa­raten Ratgeber zeigen wir auf, wie Sie vorgehen können, wenn der Kabel-Provider Ihnen nicht die verspro­chene Geschwin­digkeit liefert.

Schnelle Down­loads, aber klei­nerer Upstream als VDSL

Bei Internet-Zugängen über TV-Kabel sind also Tarife mit 25, 100 oder gar 400 MBit/s im Down­stream üblich. Wer viel Geschwindig­keit nicht nur zum Runter­laden, sondern auch für einen zügigen Upload benö­tigt, ist aber mit einem VDSL- oder Glasfaser­anschluss even­tuell besser bedient. Im Vergleich von DSL- und Kabel-Internet-Tarifen mit gleich schnellem Down­stream bieten die Kabel-Tarife häufig eine deut­lich nied­rigere Daten­rate zum Hoch­laden - sind aller­dings oft auch preis­günstiger.

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