Online-Werbung

Personalisierte Werbung - Benutzer­freundlich oder dreiste Spionage?

Werbung im Internet ist zuneh­mend an das indi­vidu­elle Surf-Verhalten ange­passt. Doch nicht alle Nutzer sind mit der Online-Verfol­gung einver­standen. Wir erklären, wie Sie perso­nalisierte Werbung auf Google, Face­book und Amazon aus­schalten können.
Von Melanie Spies
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Wenn Sie die Flut der personali­sierten Werbung eindämmen wollen, sollten Sie sich auch mit den Daten­schutz­einstel­lungen Ihres Brow­sers vertraut machen. Das Deakti­vieren von Cookies verhin­dert, dass Web­seiten Ihr Surf-Ver­halten analy­sieren.

Bedenken Sie aber, dass Web­seiten ohne Cookies mit­unter weniger nutzer­freund­lich werden. Denn die kleinen Text-Dateien sorgen dafür, dass persön­liche Präfe­renzen wie Sprach-Ein­stellungen im Browser gespei­chert bleiben. Werden Sie deak­tiviert, müssen sämt­liche Einstel­lungen stets von Neuem vor­genommen werden. Mit­unter kann auch ein Hinweis ange­zeigt werden, dass Sie Cookies zulassen müssen, damit die Web­seite über­haupt ange­zeigt werden kann. Die folgenden Anlei­tungen zeigen, wie Sie die Cookie-Einstel­lungen in Firefox, Chrome und Edge verwalten können.

Cookies verwalten in Firefox

Firefox Logo Firefox Logo Firefox

  1. Öffnen Sie das Firefox-Menü mit einem Klick auf die drei waage­rechten Striche am oberen rechten Bild­schirm­rand.
  2. Wählen Sie das Menü "Einstel­lungen" und navi­gieren Sie dort zum Punkt "Daten­schutz & Sicher­heit".
  3. Nun können Sie unter "Seiten­elemente blockieren" wählen, ob Elemente zur Akti­vitäts­verfol­gung (u. A. Cookies) blockiert werden sollen oder nicht, dies können Sie wahl­weise nur auf Surfen im privaten Fenster oder auf alle Akti­vitäten erstre­cken. Außerdem können Sie entscheiden, ob Cookies von Dritt­anbietern akzep­tiert werden sollen. Hierbei handelt es sich um Cookies von anderen Web­seiten, die Werbe­anzeigen oder Bilder auf der besuchten Seite schalten.
  4. Navi­gieren Sie zum Abschnitt "Cookies und Website-Daten" und klicken Sie auf "Daten verwalten" um zu einer Liste der momentan auf dem Rechner gespei­cherten Cookies zu gelangen und einige bzw. alle zu löschen.

Firefox Datenschutz-Einstellungen In den Firefox-Datenschutz-Einstellungen lässt sich die Speicherdauer von Cookies festlegen.
Bild: Screenshot

Cookies verwalten in Chrome

Google Chrome Logo Google Chrome Logo Google Chrome

  1. Öffnen Sie das Chrome-Menü mit einem Klick auf die drei Punkte am oberen rechten Bild­schirm­rand.
  2. Wählen Sie das Menü "Einstel­lungen" und klicken Sie am oberen linken Rand auf die drei paral­lelen Striche, klicken Sie dann "Erwei­tert" an und wählen sie im sich nun aufklap­penden Menü "Daten­schutz und Sicher­heit"".
  3. Klicken Sie auf den Button "Inhalts­einstel­lungen".
  4. Im Abschnitt "Cookies" können Sie nun einstel­len, ob Cookies zuge­lassen werden sollen oder nicht.
  5. Über den Button "Alle Cookies und Website­daten" gelangen Sie zu einer Liste der momentan auf dem Rechner gespei­cherten Cookies und können Cookies bestimmter Anbieter gezielt löschen.
Chrome Inhaltseinstellungen Cookies verwalten Über die Inhalts­einstel­lungen lassen sich Cookies in Chrome verwalten.
Bild: Screenshot

Cookies verwalten in Edge

Microsoft Edge Logo Microsoft Edge Logo Microsoft Edge

  1. Klicken Sie in Micro­soft Edge auf die Punkte am oberen rechten Bild­schirm­rand und wählen Sie dann "Einstel­lungen" aus.
  2. Klicken Sie ganz unten auf "Erwei­terte Einstel­lungen anzeigen".
  3. Navi­gieren Sie zu "Daten­schutz und Dienste".
  4. Bei "Cookies" können Sie aussu­chen, ob Sie alle-, keine- oder nur Dritt­anbie­tercoo­kies blockieren wollen.
  5. Um die bereits gespei­cherten Cookies zu löschen, gehen sie wieder über die Punkte am oberen rechten Rand zu "Einstel­lungen", klicken Sie dort unter "Brow­serdaten löschen" auf "Zu löschendes Element auswählen", setzen Sie einen Haken neben "Cookies und gespei­cherte Website­daten" und klicken Sie dann auf "Löschen" .

Do Not Track - Bitte nicht verfolgen

Do Not Track ist eine Browser-interne Funk­tion, die Web­seiten mit­teilt, dass der Nutzer keine Verfol­gung seines Surf-Ver­haltens wünscht. Das HTTP-Header-Feld wird unter anderem von Firefox, Safari, Chrome und Edge unter­stützt. Nimmt der Nutzer in seinem Browser die entspre­chenden Einstel­lungen vor, wird beim Anfor­dern oder Senden von Daten über HTTP die zusätz­liche Infor­mation über­mittelt, dass keine Verfol­gung gewünscht wird. Die Ein­haltung dieses Wunsches muss aller­dings seitens des Anbie­ters erfolgen und ist frei­willig.

In Firefox ist Do Not Track nicht standard­mäßig akti­viert. Die entspre­chenden Einstel­lungen finden Sie unter Einstel­lungen > Daten­schutz & Sicher­heit. Klicken Sie dort unter "Web­sites eine "Do Not Track" -Infor­mation senden, dass die eigenen Akti­vitäten nicht verfolgt werden sollen" auf "immer". Auf den Seiten von Mozilla finden Sie detail­lierte Infor­mationen zu Do Not Track. Do Not Track Firefox Datenschutzmenü Die Funktion Do Not Track lässt sich in Firefox über das Datenschutz-Menü aktivieren
Bild: Screenshot

Online-Werbung - Dreiste Spio­nage oder Mehr­wert für den Nutzer?

Doch wie hoch ist nun der tatsäch­liche Nutzen der individuali­sierten Online-Werbung? Die Anbieter beschrei­ben das auf den Nutzer zuge­schnittene Werbe­angebot meist mit blumigen Adjek­tiven wie "inte­ressant", "rele­vant" oder gar "span­nend". Gemeint ist stets dasselbe: je passender die Werbung, desto höher die Wahr­scheinlich­keit, dass der Nutzer am Ende tat­sächlich einen Kauf tätigt. Aber ist das wirk­lich im Inte­resse der Anwen­der?

Wenn ohnehin Werbung zu sehen ist, dann wenigs­tens solche, die für mich rele­vant ist - so argu­mentieren manche. Als Vorteil empfinden viele auch die Empfeh­lungen für Produkte, auf die sie sonst nicht aufmerk­sam geworden wären. Andere fühlen sich von der individu­alisierten Werbung unan­genehm beob­achtet oder gar verfolgt. Egal ob Gegner oder Befür­worter, eines zumin­dest ist klar: Ob die eigenen Nutzungs­daten für Werbe-Einblen­dungen verwendet werden dürfen oder nicht, darüber sollte jeder selbst entscheiden können.

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