Meine Daten gehören mir

Viele Möglichkeiten: Die eigene Cloud im Heim-Netzwerk

Es muss nicht immer Dropbox sein: Wer von überall auf seine Daten zugreifen möchte, kann auch eine private Spei­cher­lösung in Betracht ziehen. Wir verraten, was Sie für ihre eigene, private Cloud beachten müssen.
Von Dennis Knake /

Wer etwas mehr Geld ausgeben möchte, leistet sich ein eigenes, fertiges NAS-System. Im Grunde ist das nichts anderes als ein kleiner Computer mit vorin­stal­liertem Betriebs­system und mehreren inte­grierten Fest­platten. Das NAS-System wird dabei direkt an das lokale Netz­werk via Ethernet-Kabel, übli­cher­weise direkt an den eigenen Router ange­schlossen. Das Betriebs­system ist dabei speziell für das schnelle Bereit­stellen, Sichern oder Streamen großer Daten­mengen ausge­richtet. Je nach Ausstat­tung fassen NAS-Systeme mindes­tens zwei, vier oder noch mehr Fest­platten. Im Fach­jargon „2 Bay“- oder „4 Bay“-System genannt.

Die Preis­spanne schwankt je nach Leis­tung und Ausstat­tung von rund 120 bis weit über 1.000 Euro. So bietet der Hersteller Western Digital beispiels­weise bereits einfache NAS Systeme, wie etwa die „MyCloud“-Lösung ab 2 TB Spei­cher und 130 Euro. Bei den güns­tigsten Ange­boten ist aber darauf zu achten, dass die Fest­platten manchmal fest im System inte­griert sind und nicht ohne Schrau­berei ausge­tauscht werden können. Auch ist ein NAS-System mit nur einer Fest­platte nicht beson­ders Ausfall­sicher. Im Falle eines Hard­ware­fehlers sind die Daten verloren. Produktfotos Western Digital Eine saubere Lösung ist der Einsatz eines NAS-Systems. Via LAN-Kabel am Router bringt es die beste Performance und kommt auch in Sachen Datensicherung gut weg.
Produktfotos Western Digital
Für ein vernünf­tiges NAS-System sollte man daher lieber gleich ein paar Euro mehr in die Hand nehmen und eine Lösung mit mehreren, leicht austausch­baren Fest­platten wählen. Diese werden einfach in das System einge­steckt. So kann der Spei­cher­platz auch später noch indi­viduell erwei­tert oder eine defekte Platte leicht ausge­tauscht werden.

Vernünf­tige Einstei­germo­delle sind hier bereits für knapp unter 300 Euro zu haben. Beliebte Hersteller sind hier Western Digital, Syno­logy, QNAP, Zyxel u.a. Bei einigen Modellen ist darauf zu achten, dass sie ohne Fest­platten ausge­liefert werden. Diese können dann indi­viduell bestückt werden. Dabei aber unbe­dingt auf die Herstel­leran­gaben über die maxi­male Spei­cher­kapa­zität achten, die sich verwalten lässt. Oft bieten die Anbieter auch eigene Apps an, um von Mobil­geräten bequem auf die Daten zugreifen zu können.

Wer es beson­ders flexibel haben möchte, kann mit dem Raspberry PI eine eigene Cloud zusammen bauen.

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