Meine Daten gehören mir

Viele Möglichkeiten: Die eigene Cloud im Heim-Netzwerk

Es muss nicht immer Dropbox sein: Wer von überall auf seine Daten zugreifen möchte, kann auch eine private Spei­cher­lösung in Betracht ziehen. Wir verraten, was Sie für ihre eigene, private Cloud beachten müssen.
Von Dennis Knake /

Fangen wir bei der einfachsten Methode an: Eine externe Fest­platte am Inter­netrouter. Beson­ders komfor­tabel ist diese Methode mit der allseits beliebten Fritzbox. Dazu genügt es, eine Fest­platte per USB-Anschluss an dem Router anzu­schließen. Über die Admin-Ober­fläche der Box kann nun der Fern­zugriff einge­richtet werden. Die Fest­platte wird dort als Netz­werk­spei­cher (NAS = Network Atta­ched Storage) dekla­riert. Damit man nun auf diesen Spei­cher zugreifen kann, muss ein Benut­zerkonto mit Namen und Kenn­wort ange­legt werden. Dieser erhält dann Zugang zu den „NAS-Inhalten“. Intern kann nun über den Webbrowser oder einen Netz­werk­ordner auf den externen Spei­cher von jedem Client, also beispiels­weise Laptop oder Desktop-PC zuge­griffen werden. Screenshot FritzBox Admin-Oberfläche Sehr einfach ist es, eine USB-Festplatte an der FritzBox als NAS-Speicher zu verwenden. In Sachen Geschwindigkeit allerdings nicht die beste Lösung.
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Für einen Zugriff von außen muss die aktu­elle IP-Adresse des eigenen Internet-Anschlusses bekannt sein. Da diese von den meisten Online-Anbie­tern dyna­misch vergeben wird und sich auch mal ändern kann, ist es wichtig, stets die aktu­elle IP-Adresse parat zu haben.

Einfa­cher Zugriff aus dem Internet

Bei AVM kann man hierzu ein soge­nanntes MyFritz-Konto einrichten. Der User erhält dadurch eine persön­liche Domain mit der Endung *.myfritz.net. Die Fritzbox meldet sich dort an und über­trägt so stets die aktu­elle IP-Adresse. Über die persön­liche MyFritz-Domain xyzabc123.myfritz.net ist der eigene Internet-Anschluss somit stets von außen zu errei­chen, da die aktu­elle IP hinter­legt ist. Alter­nativ gibt es auch Anbieter wie DynDNS, die einen solchen Service anbieten. Dazu später mehr. Screenshot FritzBox Admin-Oberfläche Um die FritzBox jederzeit aus dem Internet zu erreichen, lohnt ein MyFritz-Konto.
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Nach­teil: Der Daten­zugriff ist nicht beson­ders schnell. Für das Abrufen von Bildern oder Musik ist die Router­lösung aller­dings völlig ausrei­chend. Sei es im Heim­netz oder von Unter­wegs. Filme wird man mit dieser Lösung aber kaum ruck­elfrei intern oder extern streamen können. Das hängt zum einen natür­lich stark vom eigenen Internet-Anschluss ab, zum anderen ist aber auch die Rechen­leis­tung der Fritzbox nicht dafür ausge­legt.

Komfor­tabler, aber auch ein biss­chen kost­spie­liger sind Ready-to-Use NAS-Systeme.

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