In der Wolke

Cloud Computing: Alles aus dem Internet

Cloud Compu­ting ist aktuell ein abso­luter Trend­begriff, der in der Diskus­sion in der Regel die Nutzung von Rech­nerleis­tung, Diensten, Spei­cher­platz und mehr über das Internet bezeichnet.
Von Ralf Trautmann
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Cloud Compu­ting ist aktuell ein abso­luter Trend­begriff, der in der Diskus­sion in der Regel die Nutzung von Rech­nerleis­tung, Diensten, Spei­cher­platz und mehr über das Internet bezeichnet. In Cloud-Compu­ting-Szena­rien befinden sich Anwen­dungen und/oder die eigenen Daten nicht mehr auf dem heimi­schen Rechner, sondern werden per Internet genutzt bzw. abge­rufen. Der Reiz einer solchen Lösung besteht für den Anwender in der Möglich­keit, die Ressourcen und Ange­bote von Cloud-Compu­ting-Provi­dern flexibel einzu­setzen und auf hoch­prei­sige Hard- und Soft­ware-Anschaf­fungen verzichten zu können. Cloud-Compu­ting-Ange­bote kommen unter anderem von großen IT-Konzernen wie Google, Amazon, Micro­soft und vielen weiteren, die sich auf solche Dienste spezia­lisieren oder einfach dank riesiger Server-Farmen brach­liegende Kapa­zitäten für solche Dienste bereit­stellen können. Aber auch kleine Anbieter mischen im Markt mit, denn die Anwen­dungs­möglich­keiten beim Cloud Compu­ting sind viel­fältig.

Trendthema: Cloud-ComputingTrendthema: Cloud-Computing Im Privat­kunden­bereich bezieht sich Cloud Compu­ting oft auf Ange­bote wie zum Beispiel Online-Spei­cher im Internet für die Ablage von Daten oder Internet-Dienste wie zum Beispiel Webmailer. Soft­ware-Lösungen wie Googles Text und Tabellen zählen eben­falls zu den promi­nenten Cloud-Compu­ting-Lösungen, die auch außer­halb des kommer­ziellen Umfelds Fans gefunden haben. Natür­lich können Cloud-Compu­ting-Lösungen auch ganze Betriebs­system-Umge­bungen abbilden.

Neben poten­ziellen Kosten­vorteilen haben Cloud-Compu­ting-Anwen­dungen noch einen weiteren Reiz: Der Zugriff ist ohne tech­nische Kniffe von überall einfach via Internet möglich.

Für und Wider des Cloud Compu­ting

Würde sich der Cloud-Compu­ting-Ansatz in der Breite durch­setzen, würden entspre­chend klas­sische Desktop-Rechner mit Betriebs­systemen und hoch­gezüch­teter Hard­ware zurück­gedrängt und der Computer zuhause oder im Büro müsste nur noch als eine Art Terminal fungieren - soweit die Theorie. Google arbeitet als promi­nenter Vertreter am so genannten Chrome OS, das genau in diese Rich­tung zielt - ein schlankes Betriebs­system, bei dem fast alles über den inte­grierten Browser abge­wickelt wird.

Doch als flächen­deckendes Modell ist dies ledig­lich eine Zukunfts­vision: In der Praxis muss sich erst beweisen, ob ein solche Lösung von den Nutzern wirk­lich ange­nommen wird. Dass dies nicht selbst­verständ­lich ist, zeigt sich auch an der Ausstat­tung neuerer Chome-OS-Geräte: Diese kommen im Gegen­satz zur ersten Genera­tion wieder mit einem größeren Massen­spei­cher in Form von Fest­platte oder SSD.

Eine Sorge (nicht nur) vieler Heim­anwender dürfte nämlich die Ausla­gerung privater Daten ins Internet betreffen. Natür­lich versi­chern die Anbieter von Online-Spei­cher, die Daten zu schützen und auch Verlust vorzu­beugen. Doch schluss­endlich bestehen wenig Chancen, dies auch zu über­prüfen. Zudem ist der Nutzer auf ein funk­tionie­rendes Netz ange­wiesen - bei Ausfällen geht im Zweifel nicht mehr viel.

Darüber hinaus sind solch funda­mentalen Umstel­lungen in den Nutzungs­gewohn­heiten gene­rell ein lang­wieriger Prozess - wenn er denn über­haupt ange­nommen wird. Der Gedanke, seine tägliche Arbeit nur noch über das Internet abzu­wickeln, dürfte für die meisten Nutzer heut­zutage schlicht befremd­lich sein.

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