Ausprobiert

Die neue ARD-Mediathek im Praxis-Test

Die ARD hat ihre Mediathek überarbeitet. Wir haben uns die neue Website angesehen und das Portal ausprobiert: Inhaltlich gibt es kaum Unterschiede, dafür wurde die Darstellung vereinfacht und Inhalte prominent heraus gestellt.
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Mit einem Facelift ist am gestrigen Montag die überarbeitete Browserversion und die App der ARD Mediathek ans Netz gegangen. Die wichtigste Neuerung fällt erst auf, sobald man die Website www.ardmediathek.de zunächst am PC und danach etwa am Tablet betrachtet: Die Darstellung passt sich nun automatisch an jede Bildschirmgröße an. So mussten wir beim Aufruf der Seite mit dem Tablet nicht mehr ständig nach links und rechts scrollen, um zu unserem Ergebnis zu kommen. Laut eigenen Angaben reagiert die ARD damit auf das veränderte Nutzungsverhalten.

Jugend-Channel "Einslike" nun prominent auf der Startseite

Die neue ARD-Mediathek im TestDie neue ARD-Mediathek im Test Ferner fällt auf, dass neben TV und Radio nun die Rubrik "Einslike" prominent auf der Startseite dargestellt wird. Grund: Seit einiger Zeit ist die ARD bemüht auch junge Zuschauer verstärkt an ihre Angebote zu binden. Einslike ist ein Online-Channel für Jugendliche. Spezielle Filme und Musiksendungen für junge Fernsehzuschauer wie "Beatzz", "LateLine Live" mit Jan Böhmermann, "Extra 3" oder "Verbotene Liebe" sowie Konzerte und Festivals sind nun auch an prominenter Stelle über die Rubrik, die im Februar 2014 ans Netz ging, zu finden. Allerdings ist das Portal auch direkt unter www.einslike.de [Link entfernt] online.

Auf der Startseite stellt die ARD nun auch aktuelle Sendungen und Beiträge, Reportagen und Dokumentationen sowie Film-Highlights stärker hervor. So ist etwa die aktuelle Tatort-Folge sofort von der Startseite aus abrufbar. Ebenfalls werden die meist abgerufenen Videos nun auf der Startseite präsentiert. Ferner gibt es hier Links zu Livestreams der ARD.

Mit Empfehlungen der Redaktion, ausgewählten Channels und Themendossiers erleichtert die ARD ab sofort zudem den Einstieg in ihre Welt der Fernseh- und Radiosendungen. Eine Besonderheit sind auch webexklusive Videos - Material, das nicht oder noch nicht in den Fernsehprogrammen lief.

Radio und Social Media-Anwendungen noch unverändert

Noch keine Änderungen fielen uns dagegen in der Rubrik "Radio" auf. Die ARD verspricht jedoch, dass künftig hier auch die Sendungen von Deutschlandradio angebunden werden sollen.

Nicht verändert haben sich die Social Media-Anwendungen: Wie bisher können Zuschauer zu ausgewählten TV-Sendungen - etwa einer Sportsendung, einen Tatort oder ein Politikmagazin - Live-Kommentare abgeben und sich mit anderen austauschen. Dabei ist wie bisher schon eine Anbindung an die Kanäle Facebook oder Twitter ist möglich.

Unser Eindruck: Inhaltlich bietet die ARD Mediathek nicht mehr, dennoch hat sie sich mit jedem Facelift vom anfangs wirren Sammelsurium an Radio- und Fernsehbeiträgen aus dem gesamten Pool der ARD zu einem Portal mit gut überlegter Struktur gewandelt. Was vielleicht noch fehlt ist eine Regionalisierung, etwa eine gezielte Suche nach Beiträgen aus gewissen Regionen wie dem Rhein-Main-Gebiet. Gezielte Treffer in der Volltextsuche sind hier eher Zufall. Allerdings gibt es am Ende der Startseite auch Links zu den einzelnen regionalen Mediatheken der ARD-Anstalten (etwa der WDR Mediathek), die eine solche Suche möglich machen.

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