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ARD geht am 4. Juni mit "tagesWEBschau" ans Netz

Interaktives Nachrichtenangebot für junge Leute geplant
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Seit Ende 2011 will die ARD ihr geplantes junges Informationsangebot "tagesWEBshow" starten, jetzt steht fest wann das Projekt ans Netz gehen soll. Ab dem 4. Juni soll die interaktive Nachrichtenshow in der "Digitalen Garage" von Radio Bremen produziert werden, wie der Sender bekannt gab. Der Hessische Rundfunk (hr) solle die entsprechende Grafik beisteuern, und es soll einen "Brückenkopf" bei der Redaktion "ARD-Aktuell" beim NDR in Hamburg geben, die unter anderem die Tagesschau produziert.

Die tagesWEBschau startet baldDie tagesWEBschau startet bald Die "tagesWEBschau" soll zwei bis drei Minuten lang über die wichtigsten Ereignisse des Tages informieren "aus Sicht oder mit Bezug zur Netz-Gemeinschaft", wie es heißt. Die Sendung bestehe dabei aus Filmbeiträgen und Grafiken und werde von einer Off-Stimme präsentiert. Die Internet-User könnten mit Hilfe eines interaktiven Webplayers zu den einzelnen Themen weiterführende, zusätzliche Informationen und Inhalte abrufen.

Das crossmediale Projekt soll über den Digitalkanal tagesschau24 und im Internet ausgestrahlt werden. Zugleich sollen im Web jeweils ergänzende Informationen angeboten werden. Die ARD will laut eigenen Angaben mit der tagesWEBshau ein jüngeres Publikum erreichen, das "näher an Themen jenseits der von der Tagesschau abgebildeten Realität herangeführt werden soll".

VideoWeb nimmt Musikkanäle von Putpat auf

Der Karlsruher TV-Portal-Betreiber VideoWeb startet unterdessen auf seinen Hybrid-TV-Boxen fünf neue kostenlose und Genre-spezifische Musiksender und ist hierzu eine Kooperation mit dem Internetmusikfernsehsender Putpat [Link entfernt] eingegangen. Das Angebot sei auf jedem HD-Fernseher, der mit einem VideoWeb TV-Gerät verbunden ist, empfangbar und ergänze die bisher bereits über 100 Unterhaltungsangebote sowie die neuen SmartTV- und Heimnetzwerkfunktionen der VideoWeb-Box. Die ab sofort auf Knopfdruck verfügbaren Spartenkanäle nennen sich ChartsTV, IntroTV, VibesTV, RockTV und RetroTV und bieten Musik für unterschiedliche Geschmäcker.

Immer mehr TV-Geräte mit Hybrid-TV

Insgesamt nimmt die Bedeutung von Hybrid-TV immer mehr zu. Beinahe jedes zweite in diesem Jahr verkaufte Gerät (46 Prozent) hat einen Internetanschluss. Das ergibt eine aktuelle Untersuchung im Auftrag des Hightech-Verbands Bitkom. 2011 betrug der Anteil von Hybrid-Fernsehern erst 35 Prozent. Mittlerweile stehe in jedem sechsten Haushalt in Deutschland ein TV-Gerät mit Internet-Anschluss (17 Prozent). Nach Berechnungen des Bitkom würden bis Jahresende 22 Prozent der bundesdeutschen Haushalte über einen Fernseher mit Internet-Anschluss verfügen.

Die Nutzungsdauer ist jedoch eher noch gering: Auf die Online-Funktionen der TV-Geräte greifen laut der Studie 30 Prozent der Besitzer eines Internet-Fernsehers mehr als einmal im Monat zu. Jeder zweite von ihnen verwendet den Netzzugang des Hybrid-Fernsehers indes bislang noch gar nicht. Für die Zukunft allerdings prognostizieren die Experten eine zunehmende Web-Nutzung per TV. Steige die Zahl der speziell auf die großen Bildschirmdiagonalen angepassten Internetdienste, nehme auch die Attraktivität der Angebote für die Verbraucher zu.

Ähnlich verlief die Entwicklung laut Bitkom bei den Mobiltelefonen: Schon 1999 seien ersten internetfähigen Geräte auf den Markt; das mobile Internet wurde allerdings erst mit speziellen Inhalten zum Erfolg.

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