Vorbehalte schwinden

Smart-TV & Vernetzung: Der Router bringt den Fernseher ins Netz

Heutzutage werden die Fernsehgeräte vermehrt mit dem Internet verbunden, um mit dem Gerät auch andere Service nutzen zu können. Dabei sind vor allem Videoabrufe beliebt, gefolgt von Social Media. Der Durchbruch für Smart-TV scheint geschafft. Erfahren Sie in der News, was ein Umstieg bringt.
Von / Marleen Frontzeck-Hornke / Jennifer Buchholz

In puncto Heimvernetzung hat sich bei den Smart-TVs also in der vergangenen Zeit ebenfalls einiges getan. Dies betrifft, wie bereits angedeutet, insbesondere die Kommunikation mit anderen Geräten wie Smartphones, Tablets oder Spielekonsolen, die alle von einem zentralen Punkt aus - dem Router - zum Teil untereinander vernetzbar sind. So kann man zum Beispiel per Smartphone-App auf dem Smart-TV navigieren, wodurch eine Fernbedienung nicht mehr notwendig ist. Hersteller wie Sony oder Samsung bieten hierfür eigene Lösungen an. Mit Hilfe dieser kann der Besitzer eines Smartphones und Smart-TVs idealerweise des gleichen Herstellers, zum Beispiel das Smartphone-Display auf den Bildschirm des TVs projizieren.

Ein noch immer bestehendes Problem ist, dass sich die Hersteller nicht auf eine einheitliche Oberfläche und ein gemeinsames App-Portal einigen konnten. Jedoch kooperieren einige Hersteller bereits miteinander. So ist etwa Philips eine Kooperation mit Sharp, LG und Loewe eingegangen. Diese Hersteller haben eine gemeinsame Programmier­schnitt­stelle heraus gebracht, so dass Apps auf den Smart-TVs der Hersteller kompatibel sind.

Am beliebtesten ist der Abruf von Videos

Smart-TV-Geräte auf der CES Smart-TV-Geräte auf der CES
Bild: dpa
Weltweit gibt es inzwischen weit über 1 000 Applikationen für Smart-TVs. Die beliebtesten Apps sind die der Online-Videotheken, Videoportale sowie Mediatheken. Dazu gehören in Deutschland die Mediatheken von ARD und ZDF, das Videoportal Youtube sowie beliebte Video-on-Demand-Angebote wie Maxdome und seit kurzem auch Netflix. Über den Standard HbbTV, der bei vielen Smart-TVs integriert ist, bieten Fernseh­anbieter internet­basierte Zusatz­dienste an, die der Bediener über die "Red-Button"-Funktion des Fernsehers oder eines sonstigen Endgeräts wie Bluray-Player oder Digital-Receivers abrufen kann. Über Smart-TV-Portale der Hersteller lässt sich auch das lineare Fernseh­angebot als Ergänzung zum klassischen Angebot via Kabel, Satellit oder DVB-T erweitern. In den Portalen sind viele Sparten­sender oder Lokal-TV-Anbieter mit Livestream-Angeboten vertreten.

Ebenfalls beliebt sind Social-Media-Dienste. So ist der Zugriff auf Facebook oder Twitter auch vom Sofa aus am Fernseh­bild­schirm möglich, der User kann die Nachrichten nicht nur lesen, sondern kommentieren oder selbst Status­meldungen und Tweets absetzen. Per "Bild-im-Bild"-Funktion, ist dies ebenfalls möglich. Zunehmend genutzt werden auch Apps von bekannten Zeit­schriften oder Tages­zeitungen, etwa Bild oder Kicker. Apps zu gewissen Interessen­gebieten wie Reise, Sport oder Wellness sowie Internet­radio-Angebote runden das Smart-TV-Angebot ab.

Wer ein älteres TV-Gerät noch fit für Smart-TV machen will, kann dies mit Sticks wie dem Google Chromecast tun. Entsprechende Möglich­keiten haben wir bereits in dieser Übersicht vorgestellt.

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