Internetradio

Mit Handy oder Netbook im Urlaub Radio hören und fernsehen

Dank Internet Infos aus der Heimat auch am Urlaubsort

Auch per Handy ist Webradio-Hören am Urlaubsort möglich. Wer etwa ein UMTS -taugliches Mobiltelefon inklusive einer Datenflatrate besitzt, kann beispielsweise am Strand seinen Heimatsender hören - zumindest solang man nicht in einem ausländischen Mobilfunknetz roamt. Im Ausland hilft einem die deutsche Datenflatrate nicht, hier kann Webradio eine fiese Kostenfalle werden.

In Deutschland sind die wichtigsten Urlaubsorte inzwischen flächendeckend mit dem schnellen Zugang HSDPA versorgt, wer an etwas abgelegeneren Orten Urlaub macht muss sich aber häufig mit EDGE oder gar nur GPRS zufrieden geben. Für das Radiohören bedeutet dies, dass Stationen mit höherer Datenrate nur mit Aussetzern empfangbar sind. Über den Versorgungsstand mit HSDPA kann man sich vor Urlaubsantritt auf den Websiten der Netzbetreiber im Internet informieren. Tipps zum Radiohören über Mobilfunk finden Sie auch in diesem Beitrag.

Wer keine Datenflatrate besitzt, kann sich bei den Mobilfunkbetreibern oder einigen weiteren Telekommunikationsunternehmen Tagesflatrates sichern. Diese kosten derzeit zwischen zwei und fünf Euro: Sobald man sich einmal angemeldet hat, wird die Tagesgebühr über die jweilige Mobilfunk-Karte abgerechnet. Doch Vorsicht: Bei einigen Netzbetreibern wie T-Mobile endet die Nutzung des Tagestickets bereits um 24 Uhr, egal ob man sich bereits morgens oder erst abends eingeloggt hat. Für den Folgetag muss der User erneut ein Tagesticket lösen. Weitere Informationen zu Tagesflatrates finden Sie in einer eigenen Meldung.

Einige Mobiltelefone oder Smartphones wie das iPhone oder das Blackberry Bold sind zusätzlich auch mit einem WLAN-Empfänger ausgestattet. Wer solche Geräte besitzt sollte also zunächst Ausschau halten ob es am Empfangsort nicht auch einen kostenlosen WLAN-Zugang gibt, bevor man sich unnötig in Kosten stürzt.

Ferner ist die mobile Internetnutzung über Mobilfunk auch am Net- oder Notebook möglich. Hierfür ist ein Stick, der per USB an das Gerät angeschlossen wird und als Modem fungiert, nötig. Alle großen Netzbetreiber liefern inzwischen zu unterschiedlichen Kosten solche USB-Sticks. Eine Übersicht über die aktuellen Angebote finden Sie ebenfalls in einer weiteren Meldung.

Nicht empfehlenswert: Internet via Mobilfunk im Ausland

Zumindest theoretisch kann man nicht nur in Deutschland, sondern auch im Ausland mobiles Internet per Mobilfunk nutzen. Doch hier ist Vorsicht geboten, denn neben den üblichen Kosten fallen Roaming-Gebühren an. Einige Mobilfunkbetreiber im Ausland stellen zudem die anfallenden Datenpakete zusätzlich in Rechnung. Für Aufsehen sorgte etwa der Fall eines Spiegel-Mitarbeiters, der an einem einzigen Tag fast 3 500 Euro Gebühren zahlen musste, weil er sich mit seiner deutschen Datenflatrate per UMTS in Frankreich angemeldet hatte, um über die Tour de France zu berichten. Ein bisschen Surfen und Recherche reichten aus um auf diesen Betrag zu kommen. Auch beim Radiohören und Web-TV schauen kommen zahlreiche MB an Daten zusammen. Somit sollte die Grundregel lauten: Internet über Mobilfunk im Ausland nur in Ausnahmefällen oder am besten gar nicht. Weitere Informationen finden Sie auch in diesem Beitrag.

Als Fazit kann man fest halten: Mediennutzung per Internet ist inzwischen auch am Urlaubsort möglich, der Draht zur Heimat über Radio oder Fernsehen fast überall gegeben. Dennoch dürfte diese Information auch manch technikbegeisterten Leser relativ kalt lassen. Nämlich dann, wenn er den Urlaub und die Kultur des Reiselandes genießen will und das Geschehen in Deutschland für 14 Tage einmal ganz in den Hintergrund gerät. In diesem Sinne wünschen wir allen Lesern schöne und erholsame Urlaubstage - egal ob sie Netbook, Notebook, Internetradio oder Smartphone in den Urlaub mitnehmen oder nicht.

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Artikel aus dem Themenspecial "Reise und Roaming"