Internet-Protokoll

Kabel Deutschland: Kunden erhalten standardmäßig IPV6-Adressen

Kunden von Kabel Deutschland werden in diesen Tagen automatisch öffentliche IPv6-Adressen zugewiesen. Zur besseren Erreichbarkeit noch nicht umgestellter Webseiten wird gleichzeitig noch das alte Internet-Protokoll IPv4 genutzt.
Von mit Material von dpa
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Kunden von Kabel Deutschland erhalten automatisch eine IPv6-AdresseKunden von Kabel Deutschland erhalten automatisch eine IPv6-Adresse Ab heute erhalten Neukunden von Kabel Deutschland, die im DOCSIS 3-Ausbaugebiet wohnen, standardmäßig auch öffentliche IPv6-Adressen zugewiesen. Bestandskunden, die einen Kabelrouter der Firmen Compal und Hitron besitzen, wurden von dem Anbieter bereits automatisch auf IPv6 umgestellt. Die Auslieferung mit dem Internet-Protokoll für Kunden mit der Homebox (Fritz!Box 6360) wird in den nächsten Wochen erfolgen, verkündet Kabel Deutschland heute.

Da noch nicht alle Online-Dienste und -Services IPv6 nutzen, verwendet Kabel Deutschland für seine Kunden gleichzeitig IPv4 sowie IPv6. Hierdurch will der Anbieter die Erreich­barkeit und Funktionalität aller gängigen Internet­dienste gewährleisten.

IPv6 als neuer Standard

Auf Grund der zunehmenden Adressknappheit im Internet wurde die 6. Version des Internet-Protokolls, kurz IPv6, eingeführt. Nach der Änderung stehen mehr Internet-Adressen zur Verfügung, da sich mit IPv6 die Länge der IP-Adresse um einige Stellen erweitert. Die Befürchtung war, dass das Internet ohne IPv6 in absehbarer Zeit zusammenbrechen würde. Dies war allerdings nicht der Fall. Denn die Adressknappheit wird zurzeit mit verschiedenen Technologien künstlich umgangen. So teilen beispielsweise deutsche Mobilfunknetze mehreren tausend Nutzern dieselbe IP zu, da der Provider die individuelle Zuordnung intern anders regelt. Gleiches gilt für Server im Internet, die zwar nur eine IP besitzen, über die aber verschiedene Internetseiten erreichbar sind. Unter anderem deshalb verzögert sich die technische Einführung von IPv6 für Privatkunden. IPv6 stellt insgesamt 340,28 Sextillionen öffentliche Internet-Adressen zur Verfügung.

30 Minuten kostenlos surfen in der Hamburger Innenstadt

In Hamburg wird das Netz für Internet-Surfer dichter geknüpft. Der Kabelnetzbetreiber Kabel Deutschland stellt seit heute 62 WLAN-Hotspots in der Innenstadt zur Verfügung. 30 Minuten könne jeder kostenfrei im Internet surfen, teilte der Anbieter mit. Registrierte Unternehmenskunden können die Hotspots sogar ganztägig ohne Extrakosten nutzen. Auch die Telekom ist bereits mit WLAN-Technologie und Hotspots in der Hansestadt präsent.

Bis Jahresende will Kabel Deutschland in mehr als 90 Städten und Gemeinden nach eigenen Angaben diesen Service eingerichtet haben. "Wir möchten den Menschen auch unterwegs komfortables Surfen mit hoher Bandbreite ermöglichen", sagte Vorstandschef Adrian von Hammerstein. Auf der Smartphone-App Hotspot-Finder seien die Standorte zu finden.

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