Entwicklungsländer

Internet.org-App bringt kostenlosen Internetzugang in Sambia

Die Internet.org-Initiative gab heute den Start einer App bekannt, mit denen bestimmte Internet-Angebote in Sambia kostenfrei erreichbar sind. Ziel ist die weitere Anbindung von Entwicklungsländern an das World Wide Web. Die Konzerne setzten dabei auf unterschiedliche Techniken.
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Die Internet.org-App bietet kostenfreien Zugang zu Internet-Anegboten.Die Internet.org-App Im August 2013 gab Mark Zuckerberg, CEO von Facebook, die Gründung der der Internet.org-Initiative bekannt. Das Ziel der Allianz: Fünf Milliarden Menschen ins Internet bringen. Bisher bildet dies eine große Hürde für das Wachstum der Internet-Branche. Heute nun gab die Initiative den Start der Internet.org-App bekannt. Sie zielt auf Menschen ab, die zwar über eine Mobilfunk-Verbindung verfügen, aber keinen Zugang zum Internet haben. Der erste Partner ist dabei der Mobilfunk-Anbieter Airtel in Sambia. Weitere Anbieter und Länder sollen in Zukunft folgen.

Über die App haben die Nutzer unter anderem kostenlosen Zugang zu dem Portal des Anbieters, AccuWeather und der Wikipedia. Des Weiteren sind einige Sambia-spezifische Internetportale mit inbegriffen. Auch die Google-Suche fehlt – nicht überraschend – genauso wenig wie Facebook. Wer nur ein Einfachhandy oder eine Featurephone besitzt, kann die genannten Angebote auch über eine speziell aufbereitete Internetseite der Initiative erreichen. Zudem können die Internetseiten über die Android-App von Facebook aufgerufen werden.

Konzerne experimentieren mit verschiedensten Anbindungstechniken

Dass die Konzerne sich nicht nur aus einer rein philanthropischen Motivation heraus um die Anbindung der Entwicklungsländer kümmern, ist vermutlich bekannt. Gerade Facebook verdient immer mehr Geld mit mobiler Werbung. Um ihre jeweilige Position zu stärken, leisten sich die Konzerne häufig teure Übernahmen anderer Firmen.

Im April dieses Jahres übernahm Google den Drohnen-Hersteller Titan Aerospace. Das Team soll unter anderem an der Entwicklung des Project Loons mitarbeiten. Hierbei handelt es sich um ein Netz aus Ballons die in 20 Kilometer Flughöhe entlegene Regionen mit einem Internet-Anschluss versorgen sollen. Ziel ist es, ein Netzwerk aus Ballons und Satelliten zur Kommunikation zu nutzen. Die von Titan Aerospace entwickelten Drohnen, die eine Spannweite von 50 Metern haben, sollen im kommenden Jahr einsatzfähig sein. Sie sollen bis zu fünf Jahren in einer Höhe von 19 Kilometern verbleiben können.

Auch Facebook setzt bei der Anbindung von Entwicklungsländern auf Drohnen. Sie sollen unter anderem Laserstrahlen nutzen, um mit den Satelliten zu kommunizieren. An der Entwicklung der entsprechenden Technik seien auch Experten der US-Raumfahrtbehörde NASA beteiligt.

Die App im Video

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