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Ratgeber: Günstiger surfen im Krankenhaus

Prepaid-Surfstick oftmals die günstigste Alternative
Von Sascha Recktenwald

Das Klinikum Saarbrücken bietet seinen Patienten kein WLAN auf den Krankenzimmern. Wer während seines Aufenthalts surfen will, muss sich nicht nur seinen Laptop sondern auch ein Modem mitbringen. Berechnet werden 3 Cent pro Online-Minute, hinzu kommt eine Tagesgebühr für 1,50 Euro. Die Internetnutzung während eines Krankenhausaufenthalts von 14 Tagen schlägt in Saarbrücken rechnerisch mit 21 Euro zu Buche. Surft der Patient täglich nicht länger als 50 Minuten, zahlt er auch nicht mehr als der Frankfurter WLAN-Nutzer mit seiner 3-Euro-Pauschale.

Einen kostenlosen Zugang zum Internet hingegen bietet das Universitätsklinikum des Saarlandes seinen Patienten an. Bringt der Patient ein WLAN-fähiges mobiles Endgerät mit, das den Standard IEEE 802.11 b/g unterstützt, kann er eine Bandbreite von bis zu 1 MBit/s beim Download und 128 kBit/s beim Upload nutzen. Die übertragene Datenmenge ist beim Upload auf 50 MByte und beim Download auf 100 MByte pro Tag begrenzt.

Prepaid-Datentarife der Mobilfunkbetreiber oftmals günstiger

Mit Ausnahme der kritischen Bereiche wie etwa der Intensivstation erlauben immer mehr Krankenhäuser das Telefonieren per Handy auf den Stationen. Damit können Patienten teure Telefonkosten häufig umgehen indem sie einfach ihr Handy zum Telefonieren mit ins Krankenhaus nehmen. Dies gilt auch für Smartphones. Besitzt man einen an das eigene Surfverhalten angepassten Datentarif oder gar eine Flatrate, kann der handliche Begleiter während des Krankenhausaufenthalts als mobiler Internetzugang genutzt werden. Doch trotz immer besser werdender Geräte und schneller Datenübertragung, den richtigen Bildschirm eines Note- oder Netbooks ersetzen die nur wenige Zoll großen Handydisplays nicht auf Dauer.

Mobiles Surfen ohne Vertragsbindung wird immer häufiger von den Mobilfunkbetreibern angeboten und kann durchaus mit den Angeboten der Krankenhäuser in Konkurrenz treten. Die Nutzung von VoIP und Instant Messaging ist allerdings meistens untersagt, dafür bieten die Anbieter höhere Verbindungsraten als die Kliniken. Greift man dann für das Telefonieren auf sein Handy zurück, lohnt sich bei entsprechendem Mobilfunkvertrag oder Prepaid-Angeboten der Preisvergleich.

Prepaid-Pakete oftmals mit einmaliger Gebühr für Surfstick

So kostet beispielsweise das mobile Surfen im Tarif web'n'walk DayFlat von T-Mobile 4,95 Euro pro Kalendertag. Für einmalig 69,95 Euro gibt es ein Paket aus web'n'walk-Stick basic, der Prepaid-Karte Xtra sowie 10 Euro Startguthaben für das mobile Internetsurfen. Dem Nutzer stehen täglich im Abrechnungszeitraum von 0 bis 24 Uhr 1 GB Datenvolumen für HSPA-Datentransfers zur Verfügung. Bei Überschreiten der 1-GB-Grenze reduziert T-Mobile die Datenübertragungsrate auf maximal 384 kBit/s im Downstream und 16 kBit/s im Upstream für die verbleibenden Stunden des jeweiligen Nutzungstages. Bei einem Überschreiten der 2-GB-Grenze stehen dem Kunden nur bis zu 64 kBit/s im Downstream zur Verfügung.

Weitaus günstiger ist auf den ersten Blick das Angebot des Prepaid-Discounters Fonic, der im o2-Netz funkt. Zwar kostet der Stick inklusive Fonic SIM-Karte 79,95 Euro, dafür berechnet Fonic nur 2,50 Euro für die Tagesflatrate. Auch hier gibt es keine Vertragsbindung, keine Grundgebühr sowie keinen Mindestumsatz. 5 Tage, also umgerechnet 12,50 Euro, bekommen Neukunden als Startguthaben, kaufen sie den Surfstick online. Dem Nutzer stehen täglich im Abrechnungszeitraum von 0 bis 24 Uhr 1 GB Datenvolumen bereit, wird dieses Volumen überschritten, erfolgt eine Drosselung auf GPRS-Geschwindigkeit.

Mehrere Prepaid-Datenpakete bei o2

Gleich mehrere nennenswerte Prepaid-Angebote für mobiles Surfen hat die Fonic-Mutter o2 in seinem Portfolio. Als Grundlage dient der o2 Prepaid-Surfstick für einmalig 69,95 Euro. Neukunden erhalten das Internet-Pack-L, die Flatrate zum mobilen Laptop-Surfen, einen Monat lang kostenlos. Kündigt man dieses Probeangebot nicht rechtzeitig, verlängert sich das Internet-Pack-L um einen weiteren Monat - diesmal allerdings kostenpflichtig. Wahlweise können o2-Kunden auch auf die Internet Dayflat umsteigen. Der Abrechnungszeitraum liegt an den Nutzungstagen auch bei o2 zwischen 0 und 24 Uhr, zahlen muss der Kunde an den Tagen 3,50 Euro. Wird 1 GB Datenvolumen am Tag überschritten, drosselt der Mobilfunkbetreiber von 3,6 MBit/s auf nur noch 64 kbit/s. Zahlt der o2-Kunde 5 Euro im Monat kann er auf HSDPA mit bis zu 7,2 MBit/s zurückgreifen.

Welche Tarife Vodafone anbietet und ob Sicherheitsvorkehrungen beim Einsatz von Handys und anderen mobilen Endgeräten eingehalten werden sollten, erfahren Sie auf der nächsten Seite.

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