Nächste Generation

Wi-Fi 7: Intels Chips doppelt so schnell wie Wi-Fi 6e

Qual­comm, Broadcom und jetzt auch Intel: Wi-Fi 7 erfreut sich großer Beliebt­heit seitens der Chip-Hersteller. Für Note­books und PCs sind Intels Produkte nicht mehr allzu weit entfernt.

Intel arbeitet an einem viel­ver­spre­chenden Chip für den kommenden WLAN-Stan­dard Wi-Fi 7. Dem Unter­nehmen zufolge soll seine Platt­form über die zwei­fache Über­tra­gungs­geschwin­dig­keit von Wi-Fi 6e verfügen. Im Draht­los­netz­werk könnte man über Mehr­anten­nen­sys­temen theo­retisch eine Empfangs­rate von 5,8 GBit/s erzielen. Die Stei­gerung wird durch 320 MHz breite Kanäle im 6-GHz-Band reali­siert. Zunächst entwi­ckelt Intel die Wi-Fi-7-Chip­sätze gemäß dem Stan­dard 802.11be für Note­books und statio­näre Computer. Eine Vorstel­lung fertiger Exem­plare und die Kommer­zia­lisie­rung sind für 2024 ange­dacht.

Wi-Fi 7: Intel mischt in der neuen WLAN-Gene­ration mit

Daten zu Intels Wi-Fi 7 Daten zu Intels Wi-Fi 7
Intel
Die draht­lose Verbin­dung 802.11be, die als Wi-Fi 7 vermarktet wird, macht große Fort­schritte. Im Februar 2022 erfuhren wir von ersten Tests. Im April und Mai gaben schließ­lich Broadcom und Qual­comm bekannt, entspre­chende Lösungen auszu­klü­geln. CPU-Urge­stein Intel reiht sich nun in die Liste der Wi-Fi-7-Chip-Produ­zenten ein. Dies berichtet das südko­rea­nische Nach­rich­ten­magazin ET News. Im asia­tisch-pazi­fischen Raum hielt Intel den Angaben zufolge dies­bezüg­lich eine Pres­sekon­ferenz ab.

Erin McLaughlin, Vize­prä­sident von Intels Drahtlos-Lösungen, habe sich umfang­reich zur Thematik geäu­ßert. „Wir entwi­ckeln momentan unser 802.11be, um die Zerti­fizie­rung der Wi-Fi Alli­ance zu bekommen und es wird 2024 in PC-Produkten und Laptops verbaut sein“, so die Führungs­kraft. Der Vorstoß der Wi-Fi-7-Chips zum Massen­markt soll schließ­lich 2025 erfolgen.

Tech­nische Details zu Intels Wi-Fi 7

Wie schon bei Wi-Fi 6e alias 802.11ax steht die 6-GHz-Frequenz im Zentrum. Eine verbes­serte Band­brei­ten­sta­bilität und eine erhöhte Daten­ver­arbei­tungs­geschwin­dig­keit sollen die Vorzüge von Wi-Fi 7 gegen­über Wi-Fi 6e sein. Ferner habe man die Zugriffs­zeit verrin­gern und die Zuver­läs­sig­keit opti­mieren können. Zu den Wi-Fi-7-Inno­vationen zählt Intel 320 MHz breite Kanäle, 4096 QAM, Multi-Link Opera­tion und Multi-RU Punc­turing. Die auf 5,8 GBit/s erhöhte maxi­male Band­breite entspricht einer Stei­gerung um den Faktor 2,4.

Eine weitere Geschwin­dig­keits­stei­gerung hält McLaughlin bis zur Fina­lisie­rung des Stan­dards für möglich. Diese dürfte aller­dings nicht allzu groß ausfallen. Schließ­lich arbeitet die IEEE bereits seit zwei­ein­halb Jahren an Wi-Fi 7. Ende 2023 soll der neue WLAN-Stan­dard fertig werden.

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