Wischbewegungen

Intel-Kamera soll Computerbedienung vereinfachen

Intel hat auf der CES die Computersteuerung per Kamera vorgestellt. Wink- und Wischbewegungen und Gesichtserkennung sollen möglich sein. Lenovo, Asus und Dell wollen im Sommer erste Rechner auf den Markt bringen.
Von dpa / Thorsten Neuhetzki
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Der Chiphersteller Intel will mit einer neuartigen Kamera die Bedienung von Computern vereinfachen. Die Kamera könne Gegenstände dreidimensional erfassen, Handbewegungen erkennen und auch Gesichtsausdrücke unterscheiden, sagte Intel-Manager Mooly Eden auf der Elektronik-Messe CES in Las Vegas. "Wir würden gerne mit IT-Geräten so kommunizieren, wie wir das miteinander tun", sagte er. Intel sucht unter Hochdruck nach Alternativen zum schrumpfenden Geschäft mit PC-Chips.

Eden zeigte, wie ein Laptop mit Wink- und Wischbewegungen vor der Kamera bedient werden kann. Mit Hilfe der Gesichtserkennung sollen Nutzer Programme steuern können, indem sie nach rechts oder links schauen. Auch die Spracherkennung solle verbessert werden. "Die Stimme ist noch wichtiger als Berührungen", sagte Eden.

Lonovo, Asus und Dell wollen ab Sommer loslegen

Die PC-Steuerung mit einer Intel-Kamera auf der CESDie PC-Steuerung mit einer Intel-Kamera auf der CES Lenovo, Asus und Dell sind unter den ersten Herstellern, die die Kamera in ihre Geräte einbauen wollen. Die ersten Computer damit sollen in der zweiten Jahreshälfte auf den Markt kommen. Intel schwebt vor, dass die Kamerafunktionen etwa zur Steuerung von Spielen genutzt werden.

Intel kämpft mit sinkenden Verkäufen in seinem Kerngeschäft mit PC-Chips. Denn Nutzer greifen inzwischen lieber zu Tablet-Computern oder Smartphones. In diesen Bereichen konnten sich Intel-Chips bisher nicht durchsetzen. Allerdings zeigte Intel auf der CES nur Computer mit der Kamera. Ob und wie sie in Tablets, Smartphones oder anderen tragbaren IT-Geräten eingesetzt werden könnte, erklärte das Unternehmen zunächst nicht.

Angesprochen auf die Daten, die bei Gesichtserkennung und Bewegungssteuerung anfallen, beruhigte Eden. "Wir speichern nichts, wir verarbeiten das in Echtzeit", sagte er der dpa nach der Präsentation.

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