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Intel bringt neue Atom-Prozessoren für Netbooks und Tablets

Verschiedene Versionen von Windows 8 für ARM und Intel
Von Steffen Herget

Intel-Prozessoren Intel-Prozessoren
Bild: Intel
Intel arbeitet an neuen Atom-Prozessoren für mobile Gerätschaften wie Netbooks und Tablets. Bis 2014 sollen in drei Schritten mit den Plattformen Saltwell, Silvermont und Airmont die Produktionsprozessor über 32 und 22 auf 14 Nanometer verkleinert werden. Mit dafür verantwortlich ist die neue Tri-Gate-Fertigungstechnik, die der weltgrößte Halbleiterkonzern vor kurzem präsentierte. Die neuen Prozessoren für Notebooks sollen zwischen 10 und 20 Watt Leistungsaufnahme haben, bei den SoCs (System on a chip) für mobile Endgeräte muss der Verbrauch natürlich deutlich darunter liegen - das tut er allerdings jetzt bereits, zumindest bei den Netbook-Prozessoren.

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Bild: Intel
Auch zu dem auf der CES im Januar angekündigten Schritt von Microsoft, Windows 8 auch für ARM-basierte Geräte anzubieten, äußerte sich Intel. So werde es wohl eine eigene Oberfläche bei Windows 8 für ARM-Geräte wie Tablets geben. Auch werden nicht alle Anwendungen automatisch auch auf ARM-Systemen lauffähig sein, wie Intel-Managerin Renée James bei Channel Register zu Protokoll gab: "Unsere Konkurrenten werden keine 'echten' Windows-Anwendungen laufen lassen können. Nicht heute, nicht in Zukunft." Es werde ein "traditionelles" Windows 8 für x86-Systeme, das auch einen Windows-7-Modus für ältere Anwendungen aufweisen soll. Die ARM-Version des neuen Betriebssystems werde hauptsächlich für Tablets gedacht sein. Dank der untereinander standardisierten x86-Chips habe man bei Intel kein Problem mit Anwendungen für Windows 8, so James weiter.

Intel kommt mit Moorestown nicht voran

Unterdessen sind weiterhin keine Smartphones mit Intel-Prozessoren in Sicht, und das wird wohl auch noch eine Weile lang so bleiben. Wie das US-Magazin Wired [Link entfernt] meldet, musste Intel-CEO Paul Otellini erneut Verzögerungen bei den Handy-Chips verkünden. Seit der ersten Ankündigung der für Smartphones konzipierten Moorestown-Plattform sind schon rund vier Jahre vergangen, aber noch immer scheinen die Chips nicht fertig zu sein. Ein Grund dafür soll laut Engadget die geplatzte Partnerschaft mit Nokia sein, denn eigentlich sollten die Finnen ein Intel-Handy mit dem gemeinsam entwickelten Betriebssystem MeeGo auf den Markt bringen. Zumindest MeeGo soll das Nokia N9 mitbringen, das aber natürlich auch einen ARM-Prozessor nutzt.

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