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Instagram: Facebook will Werbung auf die Foto-App bringen

Wie die Werbeangebote aussehen könnten, ist derzeit noch unklar
Von Rita Deutschbein mit Material von dpa
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763 Millionen Euro – diese Summe zahlte das soziale Netzwerk Facebook im April vergangenen Jahres für den Foto-Dienst Instagram. Die Smartphone-App zählt mittler­weile etwa 150 Millionen Nutzer und bietet somit eine attraktive Plattform für Werbung. Dies hat auch Facebook erkannt und sich entschlossen, innerhalb eines Jahres bezahlte Werbe­angebote einzuführen. Das berichtet das "Wall Street Journal" (WSJ). Bisher ist die Software, mit der Nutzer mit ihren Smartphones aufgenommene Fotos mittels künstlerischer Effekte verändern können, werbefrei.

Instagram: Facebook will künftig Werbung auf die Foto-App bringenInstagram künftig mit Werbung Emily White, ehemalige Facebook-Managerin und nun für die Geschäfts­entwicklung bei Instagram zuständig, wird sich künftig der Suche nach potenziellen Werbe­partnern widmen. Geplant ist offenbar, bezahlte Werbe­einträge etwa in der Such­funktion zu platzieren, heißt es in dem Bericht.

Werbung darf klare Struktur von Instagram nicht zerstören

Der Entwickler der Foto-App, Kevin Systrom, hält vor allem große Stücke auf das klare Design des Programms sowie die einfache Art, Fotos zu teilen. Seit dem Kauf der seit 2010 verfüg­baren App durch Facebook im vergangenen Jahr ist die Zahl der Nutzer um etwa 128 Millionen gestiegen. Um diese sowie zukünftige Anwender nicht abzu­schrecken, dürfe die klare Struktur der Software durch die geplante Werbung nicht zerstört werden, so die Planung.

Wie die bezahlten Werbe­angebote aussehen könnten, ist derzeit noch unklar. Das Team rund um Emily White testet momentan verschiedene Werbetypen wie beispiels­weise in die Discover-Funktion der App eingebaute Angebote. Facebook habe in der Vergangen­heit einige Fehler mit dem Thema Werbung gemacht, diese gilt es nun zu umgehen, so White. Aus diesem Grund arbeite sie eng mit der Vize-Präsidentin des weltweiten Marketings, Carolyn Everson, sowie mit David Fischer, Vize-Präsident für Business- und Marketing-Partner­schaften von Facebook zusammen.

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