Influencer-Schutz

"Notch": Erste Instagram-Versicherung ist gestartet

Influ­encer sorgen für nütz­liche Tipps oder Unter­hal­tung. Werden sie gebannt, drohen jedoch hohe Verluste. Eine Insta­gram-Versi­che­rung soll Inhalts­ersteller gegen die Auswir­kungen durch Hacker­angriffe absi­chern.

Für manche Anwender ist Insta­gram nicht nur eine Frei­zeit­beschäf­tigung, sondern sie verdienen damit ihr tägli­ches Brot. Diese Nutzer­gruppe kann sich nun, zumin­dest in Teilen der USA, eine Versi­che­rung ihres Insta­gram-Accounts gegen Hacker­angriffe zulegen.

Das Start-up-Unter­nehmen Notch hat diesen Schutz gestartet. Der kosten­pflich­tige Service umfasst eine umge­hende Benach­rich­tigung bei einem gehackten Account, Zahlungen bei einem poten­ziellen Verdienst­aus­fall und die Wieder­her­stel­lung des Konto­zugriffs. Künftig will Notch nicht nur User von Insta­gram, sondern auch von YouTube, TikTok und Twitter absi­chern. Ferner ist ein Schutz von NFTs geplant.

Erste Insta­gram-Versi­che­rung ist gestartet

Rettungsanker für Influencer: Instagram-Versicherung Rettungsanker für Influencer: Instagram-Versicherung
Bild: Notch
Inhalts­ersteller inves­tieren oftmals viel Zeit und Mühe in ihre Werke. Je nach Bekannt­heit wird der Aufwand mit einem Taschen­geld belohnt oder deckt sogar die Alltags­kosten ab. Wenn das Konto dann von einer zwie­lich­tigen Person oder Hacker­gruppe über­nommen wurde, ist der Ärger groß. Die israe­lische Firma Notch möchte der Misere mit einer Versi­che­rung entge­gen­wirken. Diese ist für diverse soziale Netz­werke und Eigen­tümer in Planung, zunächst ist der Dienst aber nur für Insta­gram verfügbar. Außerdem profi­tieren zu Beginn ledig­lich US-ameri­kani­sche Einwohner von Arizona, Florida, Illi­nois, Tennessee und Texas.

Es werden mindes­tens acht US-Dollar pro Monat für die Insta­gram-Versi­che­rung fällig. Das Online­magazin TechCrunch konnte einen Blick auf eine Beispiel-Versi­che­rung werfen. Diese würde mit 459 US-Dollar jähr­lich respek­tive 38 US-Dollar monat­lich zu Buche schlagen. Pro Tag, an dem der Influ­encer keinen Zugriff auf sein Konto aufgrund eines Hacks hat, zahlt Notch 244 US-Dollar aus. Die Erstat­tungen beginnen nach einer Warte­zeit von 48 Stunden. Pro Jahr werden maximal 90 Tage Verdienst­aus­fälle begli­chen. Dies entspricht einer Gesamt­summe von 22 000 US-Dollar.

Gebannte Accounts werden zunächst nicht gede­ckelt

Notch merkt an, dass die Versi­che­rung explizit bei gehackten Konten greift. In sozialen Netz­werken geht es leider nicht immer sozial zur Sache. Neider und radi­kale Indi­viduen können sich grup­pieren und gegen unbe­schol­tene Inhalts­ersteller vorgehen. Insta­gram wird anschlie­ßend von einer Lawine an Beschwerden über­rollt, welche die Platt­form dazu drängt, den betref­fenden Account zu bannen.

Doch egal, ob eine Sperre berech­tigt ist oder nicht, Notch leistet keinen Scha­dens­ersatz. Aller­dings denkt der Konzern über einen Bann-Schutz als Erwei­terung der Versi­che­rung nach. Ob und wann die Insta­gram-Versi­che­rung nach Deutsch­land kommt, ist unbe­kannt.

Indes erwägt Insta­gram, alle Videos zu Reels zu machen.

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