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Erfolgreicher Instagram-Account: So könnte es klappen

Niemand inter­essiert sich für Ihren Insta­gram-Account? Kein Problem. Hier erfahren Sie, wie man Follower bekommt - und bei Laune hält. Ein weiterer wich­tiger Punkt: das Thema Daten­schutz.

Für einen erfolgreichen Instagram-Account müsse man wissen: "Wen spreche ich denn mit meinen Inhalten an?" Für einen erfolgreichen Instagram-Account müsse man wissen:
"Wen spreche ich denn mit meinen Inhalten an?"
Bild: picture alliance/dpa | Carsten Rehder
Insta­gram ist eines der belieb­testen sozialen Netz­werke über­haupt. Sport­lerinnen, Musiker und Influ­encer haben dort teils enorme Follower-Zahlen und verdienen damit auch Geld.

Das muss natür­lich nicht das Ziel des eigenen Accounts sein. Aber ganz so trostlos vor sich hindüm­peln sollte dieser auch nicht und wenigs­tens die eigenen Freunde und die Familie anspre­chen. Aber wie gelingt es, dem eigenen Account mehr Aufmerk­sam­keit zu verschaffen?

Teja Adams, Mode­rator und Medi­entrainer, hat Anworten. Seine wich­tigste Botschaft: Es soll Spaß machen! "Das ist zuge­geben ein trivialer Rat, aber jeder Follower wird merken, ob eine Nutzerin oder ein Nutzer gerne seinen Insta­gram-Account bespielt oder nicht", erklärt Adams. Insta­gram sei aber auch eine Platt­form, die, wenn man sie erfolg­reich nutzen wolle, sehr zeit­intensiv sei.

Wofür steht mein Account?

Für einen erfolgreichen Instagram-Account müsse man wissen: "Wen spreche ich denn mit meinen Inhalten an?" Für einen erfolgreichen Instagram-Account müsse man wissen:
"Wen spreche ich denn mit meinen Inhalten an?"
Bild: picture alliance/dpa | Carsten Rehder
Als zweiten Punkt schlägt Adams vor, sich ein Account­ver­spre­chen zu über­legen. Für andere Nutze­rinnen und Nutzer werde so schnell sichtbar, wofür der Account steht und warum man ihn abon­nieren sollte. "Das können ganz unter­schied­liche Sachen sein", so Adams und liefert Beispiele: "Möchte man mit dem Account Infor­mationen zu Alltags­fragen oder Problem­lösungen liefern, inspi­rieren oder Emotionen auslösen?" Diese Fragen sollte man sich vorher stellen.

Aus der Antwort folge dann auch schon die nächste Frage, nämlich nach der Ziel­gruppe. Für einen erfolg­rei­chen Account müsse man wissen: "Wen spreche ich denn mit meinen Inhalten an?" Adams schlägt vor, diese Ziel­gruppe möglichst eng zu fassen: "Je konkreter die Ziel­gruppe defi­niert ist, desto einfa­cher ist es, diese Nutze­rinnen und Nutzer für den eigenen Account zu begeis­tern."

Dies führt zum vierten Punkt, den Inhalten. Gute Bilder sind das eine. Adams rät aber, zu jedem Bild auch immer eine Infor­mation zu liefern oder eine Frage zu stellen. "Am besten ist es, eine kleine Geschichte zu dem Bild zu erzählen", meint Adams. Jedes Posting sollte außerdem mit Hash­tags versehen werden. Adams empfiehlt zwischen drei und zehn, die dann aber auch wirk­lich zu dem Thema des Postings passen sollten. Hash­tags seien auf Insta­gram enorm wichtig.

Ein Post pro Tag

Neuer­dings können auch kurze, mit Musik unter­legte Videos, soge­nannte Reels, auf Insta­gram gepostet werden. Mit diesem neuen Feature hat die App auf den Erfolg von Tiktok reagiert. Genau wie die Insta­gram-Stories seien Reels für den Reich­wei­ten­aufbau aber eher unwichtig.

"Stories und Reels sind für Follower, die man schon hat. Postings, die im News-Feed erscheinen, sind für die Follower, die man noch bekommen möchte", erklärt Adams die Unter­schiede. Bis man die ersten 1000 Follower habe, müsse man konti­nuier­lich liefern. Adams empfiehlt unge­fähr einen Inhalt am Tag. Nur so sei es möglich, eine gewisse Wahr­neh­mung im Discover-Bereich von Insta­gram zu bekommen.

Der Medi­enex­perte empfiehlt zudem, über das Posting hinaus selbst auf der Platt­form aktiv zu sein. "Insta­gram belohnt, wenn man auf der Platt­form aktiv ist und inter­agiert." Nach dem eigenen Posting sollte man deshalb andere Posts liken und kommen­tieren. Das erhöhe die Reich­weite des eigenen Profils.

Daten­schutz und Urhe­ber­rechte

Mit einem effek­tiven Daten­schutz ist dies aber nicht zu verbinden. "Schutz der Privat­sphäre ist kein Geschäft der Sozialen Medien und auch nicht von Insta­gram", stellt Adams klar. Das Profil und die Beiträge seien stan­dard­mäßig öffent­lich und nur mit öffent­lichen Profilen kann man neue Follower gewinnen. Darum sollte man sich immer gut über­legen, wie und womit man soziale Platt­formen bespielt.

Dies sei insbe­son­dere für Kinder und Eltern wichtig, meint Iren Schulz, Medi­encoa­chin bei der Initia­tive "Schau hin", welche Eltern in Fragen zur Medi­ener­zie­hung berät. Schulz empfiehlt Eltern, die Profile gemeinsam einzu­richten und bei allen Postings und Akti­vitäten immer im privaten Modus zu starten.

Die Medi­enex­pertin erin­nert außerdem an Urheber- und Bild­rechte, die auch für Insta­gram-Nutzer gelten und oftmals vergessen werden. So sei das Hoch­laden fremder Fotos oder Bilder immer proble­matisch, denn eigent­lich bräuchte es eine Einwil­ligung der Urheber.

Gerade wenn man einen größeren Account habe, müsse man damit rechnen, dass man abge­mahnt werde. "Idea­ler­weise sollte man darum immer eigene Fotos benutzen und mit Bedacht hoch­laden, so dass klar ist, dass die Rechte bei mir sind", rät Schulz.

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