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Instagram: Mit neuem Messenger "Threads" gegen Snapchat

Insta­gram probiert seit längerem Snap­chat Nutzer abzu­jagen. Bisher mit mäßigem Erfolg. Nun soll der neue Dienst Threads die Wende bringen.
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Unter den Messenger-Diensten tobt ein erbit­terter Kampf und wer heute ganz vorne ist, kann morgen schon auf dem abstei­genden Ast sein. So wie derzeit Snap­chat. Der Dienst ist vor allem bei jungen Nutzern beliebt. Ende letzten Jahres zeich­nete sich aber ein erster Nutzer­schwund ab.

Seit ein paar Wochen geht es zwar wieder ein wenig aufwärts, doch nun droht neues Unge­mach. Insta­gram, der Bilder­dienst von Face­book, scheint laut der Inter­netseiteThe Verge einen Angriff auf Snap­chat zu planen.

Das ist laut The Verge der Entwurf der neuen App für Threads.
Das ist laut The Verge der Entwurf der neuen App für Threads.

Nur für die engsten Freunde

Mittel zum Zweck ist ein neuer Dienst namens Threads, der die Kommu­nika­tion nur zwischen den engsten Freunden erlauben soll. Eine entspre­chende Liste kann man bereits jetzt bei Insta­gram anlegen. Threads soll aber nicht Teil von Insta­gram werden, sondern eine eigen­stän­dige App.

Threads ähnelt ansonsten dem bereits in Insta­gram inte­grierten Messenger-Dienst. Es lassen sich Texte, Bilder und Videos verschi­cken, die zuvor mit den Insta­gram-Tools bear­beitet werden können. Die Nach­richten erscheinen in einem zentralen Feed, zudem lassen sich neu veröf­fent­lichte Stories von Freunden ansehen. Ein grüner Punkt signa­lisiert, ob jemand gerade aktiv ist.

Es soll aber auch die Möglich­keit geben, weitere Daten frei­zugeben. So sollen Freunde die Standort – und Bewe­gungs­daten einsehen können und auch der Akku­stand des Handys soll über­tragen werden können. Wobei die Daten aber nicht in Echt­zeit über­tragen werden. Sie sollen dem Gegen­über nur signa­lisieren, dass man in „Bewe­gung“ ist.

Nicht der erste Versuch

Einen ähnli­chen Versuch wie mit Threads hat Insta­gram bereits hinter sich. Die App Direct wurde im Dezember 2017 in ausge­suchten Ländern gestartet und zielte genau auf die Kern­kompe­tenzen von Snap­chat. Sie wurde direkt in der Kamera-App gestartet und war ganz ähnlich aufge­baut wie die der Konkur­renz. Direct wurde aber im Mai einge­stellt. Die Beta-Tester bemän­gelten vor allem, dass sie nicht ständig zwischen zwei Apps wech­seln wollten. Mögli­cher­weise hat Threads hier mehr Aussichten auf Erfolg. Gerade die Beschrän­kung auf einen kleinen Freun­deskreis könnte hierfür der Garant sein.

Diese Beschrän­kung passt auch zu der Aussage von Mark Zucker­berg, er wolle in Zukunft die Dienste unter dem Dach von Face­book auf mehr Privat­sphäre ausrichten. Er kündigte im März unter anderem an, immer mehr Ange­bote des Konzerns würden eine Komplett-Verschlüs­selung nach dem Vorbild des Chat­dienstes WhatsApp bekommen.Weitere Details können Sie in unserem Bericht nach­lesen.

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