Für die Kinder

Instagram für Kinder mit Fokus auf Datenschutz kommt

Nicht nur Erwach­sene teilen gerne Fotos und Videos, doch bei Kindern sind Apps wie Insta­gram heikel. Das Team will deshalb beson­dere Anpas­sungen für die Privat­sphäre einbauen.

Facebook will ein „Instagram Kids“ realisieren Facebook will ein „Instagram Kids“ realisieren
Instagram / BuzzFeed News
Das soziale Foto-und-Video-Netz­werk Insta­gram ist äußerst beliebt, aktuell bleibt aller­dings, zumin­dest offi­ziell, eine große Ziel­gruppe außen vor: Kinder. Nun verriet Face­book, dass man diesen Umstand ändern möchte. Laut Führungs­kraft der Insta­gram-Abtei­lung arbeite man an einer spezi­ellen Version für Minder­jäh­rige. Explizit soll es eine Fassung für Menschen unter 13 Jahren werden. Bereits für das erste Halb­jahr 2020 peilt das Entwick­ler­studio die Veröf­fent­lichung an. Dabei spielen die Privat­sphäre und geeig­nete Inhalte zum Schutz des Nach­wuchses eine wesent­liche Rolle.

Insta­gram für Kinder in Arbeit

Facebook will ein „Instagram Kids“ realisieren Facebook will ein „Instagram Kids“ realisieren
Instagram / BuzzFeed News
Vor mehr als elf Jahren feierte Insta­gram sein Debüt im Apple App Store. Die Android-Fassung folgte im Früh­ling 2012. Schnell avan­cierte die Platt­form zu einem Zuhause von mittei­lungs­freu­digen Usern, ob männ­lich oder weib­lich, promi­nent oder unbe­kannt. Die AGB sehen aller­dings vor, dass ausschließ­lich Personen ab einem Alter von 13 Jahren von dem Service Gebrauch machen dürfen. Inof­fiziell tummeln sich zahl­reiche Anwender unter diesem Mindest­alter auf Insta­gram. Erzie­hungs­berech­tigte sehen das ungern, schließ­lich sind manche Inhalte nicht für Kinder­augen gedacht. Ferner bangen Eltern um die Wahrung der Privat­sphäre.

BuzzFeedNews brachte nun in Erfah­rung, dass Face­book an einem eigenen Insta­gram für die Spröss­linge werkelt. „Wir haben die Arbeit für Jugend­liche als eine Prio­rität für Insta­gram einge­stuft und sie in unserer Prio­ritä­ten­liste für das erste Halb­jahr ergänzt“, heißt es in einer internen Mitar­beiter-Benach­rich­tigung. Diese verfasste Vishal Shah, der Vize­prä­sident des sozialen Netz­werks. Man habe zwei Ziele: Beschleu­nigung der Inte­gri­täts- und Daten­schutz­arbeit, um ein möglichst sicheres Erlebnis für die Ziel­gruppe zu gewähr­leisten und den Aufbau einer Insta­gram-Version für Menschen unter 13, um die Platt­form beim ersten Mal sicher zu benutzen.

Trans­parenz und Kontrolle für Eltern

Die Aufsicht für das Projekt „Insta­gram Kids“ hat Adam Mosseri, der Chef des Services. In einem kurzen Inter­view mit BuzzFeedNews erklärte er, dass sein Unter­nehmen wisse, dass immer mehr Kinder Apps wie Insta­gram nutzen wollen und die Alters­veri­fizie­rung für sie eine Heraus­for­derung sei. „Wir haben eine Menge Arbeit vor uns. Aber Teil der Lösung ist es, eine Version von Insta­gram für junge Leute und Kinder zu kreieren, bei der Eltern Trans­parenz oder Kontrolle haben. Das ist eines der Dinge, die wir erfor­schen“, so Mosseri.

Hinsicht­lich der Privat­sphäre sollen die Eltern ledig­lich legi­timieren, dass die Inter­aktionen der Kinder auf die gleiche Weise wie bei den Erwach­senen mone­tari­siert wird.

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