Wie angekündigt

Instagram: Beliebte Foto-App zeigt bald Werbung an

Benutzer werden behutsam an die kommenden Anzeigen gewöhnt
Von Kaj-Sören Mossdorf mit Material von dpa
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Was Anfang September nur ein Gerücht war, hat sich nun bestätigt. Die zu Facebook gehörende Foto-App Instagram zeigt künftig bezahlte Einträge zwischen den Bildern der Nutzer. Details dazu veröffentlichte Instagram auf dem Firmenblog. Zunächst schaltet das Foto-Netzwerk Werbung nur in den USA. Dort können dann nur einige ausgewählte Marken die Werbebilder zeigen. Zu diesen Firmen gehören beispielsweise der Sportmarken-Hersteller adidas, der Automobil-Konzern Lexus, die Jeans-Marke Levi's, aber auch General Electric und PayPal.

Die Werbung von Instagram soll Nutzer an Anzeigen gewöhnen.Zur Gewöhnung: Eine Werbung von Instagram Die jeweiligen Werbeanzeigen werden künftig mit einem blauen Pfeilsymbol und dem Wort "Sponsored" ausgewiesen. Ähnlich wie bei Facebook sollen die Werbebilder und -videos offenbar im regulären Strom an Einträgen auftauchen, den die Nutzer auf ihrer Startseite sehen. Nutzer in den USA werden ab kommender Woche eine Werbeanzeige von Instagram angezeigt bekommen. Diese sei dazu da, ihnen einen Eindruck für das Aussehen kommender Anzeigen zu geben.

Nutzer können Anzeigen kritisieren und ausblenden

Über einen Menüpunkt am Ende der Werbebilder können Nutzer diese später ausblenden und Instagram mitteilen, warum sie diese Anzeige gestört hat. Die Facebook-Tochter will dann entsprechend auf das Feedback der Nutzer reagieren. Anders als es einmal bei Facebook angedacht war, will man aber nicht die Bilder der Nutzer zu Werbezwecken einsetzen. Genutzt werden sollen jedoch Gefällt-Mir-Angaben und Informationen aus dem Facebook-Profil, sowie Angaben zu Leuten denen man auf Instagram folgt und Fotos beziehungsweise Videos, die einem gefallen. Wie bei Facebook dienen diese dazu, dem Nutzer Anzeigen zu präsentieren, die ihn auch wirklich interessieren.

Für die Auswahl der Werbung greift Instagram auch auf Daten der Mutterfirma Facebook zurück, erklärte die Firma. Facebook hatte die Smartphone-App im vergangenen Jahr für gut 700 Millionen Dollar in Aktien übernommen. Über Instagram lassen sich Handy-Schnappschüsse einfach teilen und mit Effekten bearbeiten. Der Dienst hat gut 150 Millionen Nutzer.

Dass die Nutzer so behutsam an die Anzeigen gewöhnt werden hängt wohl auch damit zusammen, dass der Entwickler der Foto-App, Kevin Systrom, hohen Wert auf das klare Design und die Einfachheit legt, mit der Fotos geteilt werden können. Emily White, eine ehemalige Facebook-Managerin, die jetzt für die Geschäftsentwicklung bei Instagram zuständig ist, wird sich künftig um die Auswahl der Werbepartner kümmern.

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