Smart-Kopfhörer

Inspero Vinci vereint Android-PDA und Kopfhörer

Eine etwas unkonventionelle Idee hat Inspero per Indiegogo finanziert, nämlich ein Gerät namens Vinci - den nach eigenen Angaben ersten Smart-Kopfhörer. Das Wearable läuft mit Android und funktioniert ganz ohne Smartphone.
Von
AAA
Teilen (2)

Wearables mit einem modifizierten Android-Betriebs­system gibt es wie Sand am Meer. Einen Kopf­hörer mit dem Google-OS gab es jedoch bislang noch nicht. Mit dem Smart-Kopfhörer Vinci soll sich dies nun ändern. Das US-amerika­nische Unternehmen Inspero Inc. hat das Audio­gerät mit integriertem Touch­screen erfolg­reich über eine Indie­gogo-Kampagne finanziert. Dort wird es als "erster Smart-Kopf­hörer mit AI" beworben. In der Tat haben sich die Entwickler viele Gedanken gemacht, wie sie Dienste wie Spotify oder Amazon Music komfortabel bei diesem Wearable umsetzen. Ein Smart­phone wird für den Betrieb nicht benötigt.

Inspero Vinci - Android-PDA trifft Kopfhörer

Kopfhörer-PDA-Hybride Inspero VinciKopfhörer-PDA-Hybride Inspero Vinci Die Seiten­ansicht des neuen Audio­geräts erinnert etwas an die Apple Watch, nicht zuletzt aufgrund der bunten Farb­auswahl. Statt einer cleveren Uhr handelt es sich beim Vinci jedoch um einen On-Ear-Kopf­hörer mit einem einseitig inte­grierten Android-PDA, das speziell auf Musik­dienste zuge­schnitten ist. Wir schreiben bewusst PDA und nicht Smart­phone, denn mit diesem Produkt lässt es sich trotz SIM-Karten­schacht und Mikro­fonen nicht telefo­nieren. Die Mikro­fone dienen der Sprach­steuerung des Vinci, die sich über das Schlüssel­wort "Hey Vinci" aktivieren lässt. Alternativ kann die Künstliche Intelli­genz des Head­phones durch einen langen Druck auf den Touch­screen um Hilfe gebeten werden. Das Aus­wählen und Abspielen von Musik­titeln erfolgt per Stimme oder via Touch­screen-Gesten. Der verbaute Bild­schirm löst mit 480 mal 360 Pixel zwar vergleichs­weise niedrig auf, doch die Bild­punkte müssen sich lediglich 3,2 Zoll teilen.

Weitere Spezifikationen des Inspero Vinci

Die technischen Daten lesen sich wie die eines Ein­steiger-Android-Smart­phones. Es gibt einen 1,2 Giga­hertz taktenden Dual-Core-Pro­zessor, 1 GB RAM und 16 GB internen Speicher. Als kabel­gebundene Schnitt­stelle hält Micro-USB her, für die drahtlose Kommunikation sind hin­gegen WLAN (802.11 b / g / n) und 3G zuständig. Wer trotz der Eigen­ständigkeit des Vincis sein Smart­phone mit dem Kopf­hörer koppeln möchte, kann das über Blue­tooth 4.1 aptX bewerk­stelligen. In erster Linie dürfte das für die Telefonie wichtig sein, da wie bereits erwähnt eine solche Funktion bei diesen Head­phones fehlt.

Inspero Vinci Pro - Mehr Features und besserer Klang

Eine verbesserte Variante des schlauen Kopf­hörers wird es eben­falls geben. Diese verfügt über 32 GB internen Speicher und die Möglich­keit, das Produkt draht­los aufzu­laden. Eine aktive und intelligent agierende Unter­drückung von Umgebungs­geräuschen zählt zu den weiteren Vorteilen des Vinci Pro. Auch äußerlich unter­scheiden sich die beiden Sound-Geschwister, denn die normale Ausgabe kommt mit mattem Gehäuse daher, während das Top­modell eine glänzende Fassade hat. Die Aus­lieferung an Unter­stützer der Kampagne beginnt bereits im April. Regulär wird der Vinci 199 US-Dollar und der Vinci Pro 299 US-Dollar kosten.

Aber nicht nur Kopfhörer, auch Kleidung möchte Google künftig intelligenter machen. Die neue Jacke Commuter von Levi's kann dank intelligenter Fasern das Smart­phone des Trägers per Gesten steuern.

Teilen (2)

Mehr zum Thema Kopfhörer