Satelliten-Kommunikation

Inmarsat Isatphone 2: Neues weltweit nutzbares Satelliten-Telefon im Test

Neue Satelliten-Telefone kommen nur im Abstand von mehreren Jahren auf den Markt. Wir hatten die Möglichkeit, das neue Isatphone 2 zu testen und berichten über unsere Erfahrungen mit dem ältesten Satelliten-Telefonnetz sowie die aktuellen Tarife.
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Satelliten-Telefonie ist in vielen Regionen der Erde die einzige Kommunikationsmöglichkeit, da es viele Wüsten- und Urwaldregionen gibt, die nicht durch klassische GSM-/UMTS-/LTE-Netze versorgt werden. Für Forscher, Hilfsorganisationen, militärische Einrichtungen und andere Weltenmbummler ist dies dann oft die einzige Möglichkeit, telefonischen Kontakt mit der Außenwelt zu halten.

Inmarsat Isatphone 2 im TestInmarsat Isatphone 2: Das neue weltweit nutzbare Satelliten-Telefon im Test Das betrifft auch die Weltmeere, die praktisch nur über Satelliten telefontechnisch zu versorgen sind. In diesem Bereich war das 1979 als UN-Organisation gegründete und später privatisierte Inmarsat einer der Pioniere. Nachdem zuerst fremde Satelliten für den Betrieb angemietet wurden, gingen 1983 die ersten eigenen Satelliten in Betrieb, die mit mittlerweile über 20 Bodenstationen kommunizieren. Bei Inmarsat handelt es sich um ein geostationäres Netz, das heißt, die Satelliten befinden sich von der Erde aus betrachtet immer an derselben Stelle.

Das zuvor vermarktete Inmarsat-Telefon Isatphone Pro war im Sommer 2010 vorgestellt worden und hat damit schon gut vier Jahre auf dem Buckel. Anfang März stellte Inmarsat dann das neue Isatphone 2 vor, ein Satelliten-Hotspot für die Datenkommunikation mit bis zu 384 kBit/s soll noch in diesem Jahr folgen. Das Isatphone 2 wurde uns freundlicherweise wieder von Expeditionstechnik Därr für den Test zur Verfügung gestellt.

Aktuelles Netz, beste Position und versorgte Regionen

Inmarsat-Logo beim Einschalten des HandysInmarsat-Logo beim Einschalten des Handys Die Satelliten des Inmarsat-Netzes wurden im Lauf der Zeit mehrfach erneuert, momentan befindet sich die vierte Satelliten-Generation im Orbit, über die auch das Isatphone 2 telefoniert. Unter dem Namen "Global Xpress" soll noch in diesem Jahr die fünfte Satelliten-Generation mit der Möglichkeit für Breitband-Internetverbindungen in Betrieb gehen. Die drei aktuellen Satelliten der vierten Generation befinden sich geostationär in 36 000 Kilometer Höhe über dem Äquator. Wie bei jedem Satelliten-Netzwerk muss also für die Kommunikation eine freie Sicht zum Satelliten bestehen - in Räumen, Fahrzeugen und Häuserschluchten kommt meist kein Satelliten-Kontakt zustande.

Netzabdeckung des Inmarsat-Isatphone-DienstesNetzabdeckung des Inmarsat-Isatphone-Dienstes Wer direkt auf dem Äquator steht, braucht das Telefon also nur senkrecht halten, um am besten mit den Satelliten zu kommunizieren. Je weiter sich der Reisende auf der Erdhalbkugel vom Äquator weg bewegt, desto flacher wird der Winkel, in dem ein "Sichtkontakt" zum Satelliten besteht. Innerhalb von Deutschland finden Nutzer den Satelliten am besten, wenn sie die ausgeklappte Antenne des Telefons in einem Winkel von 20 bis 40 Grad über dem Horizont in Richtung des südlichen Himmels halten. Zwischen den Polarkreisen und den Polen wird der Winkel dann irgendwann so flach, dass die Satelliten hinter dem Horizont "verschwinden".

Die Antenne muss vor der Nutzung ausgeklappt werdenDie Antenne muss vor der Nutzung ausgeklappt werden Die drei Satelliten decken die wichtigsten bewohnten Regionen und Weltmeere damit komplett ab. Keinen Empfang gibt es am Nord- und Südpol. Auch in einigen Regionen von Sibirien, Alaska, Nord-Kanada und Grönland sowie in Spitzbergen und auf den Inseln nördlich von Russland dürfte nach den Netzabdeckungskarten von Inmarsat keine Kommunikation zustande kommen.

Auf der folgenden Seite verraten wir, wie Kunden das neue Inmarsat Isatphone 2 erhalten und was es kostet. Außerdem erläutern wir, für wen Kauf oder Miete sinnvoll sind, was die Telefonie kostet und berichten von unseren Erfahrungen mit dem neuen Telefon.

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