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Telekom immmr: Neuer Messenger-Dienst startet

Die Telekom war im Messenger-Markt bislang wenig erfolgreich, mit dem neuen Dienst immmr könnte sich das ändern. immmr startet nun in einigen europäischen Ländern, zur Einführung in Deutschland wurde bislang nichts bekannt.
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Vorschau auf immmr auf dem Mobile World CongressVorschau auf immmr auf dem Mobile World Congress Auf dem Mobile World Congress hatte die Telekom ihren neuartigen Messenger-Dienst immmr vorgestellt, der von einer Telekom-eigenen Tochterfirma in Berlin entwickelt wird. Damals haben wir uns den Messenger-Dienst genauer angesehen und über die geplanten Features berichtet.

Nach einem Bericht des Wirtschaftsmagazins Capital startet die Telekom den Dienst nun in ersten Ländern, in denen sie als Netzbetreiber aktiv ist. Das erste Land wird die Slowakei sein, wenn alles gut funktioniert startet der Dienst in Kroatien. Zu einer Einführung in Deutschland hat sich die Telekom noch nicht geäußert.

Handy-Nummer wird virtualisiert

Im Gegensatz zu den momentan vorherrschenden Messengern wird der Telekom-Dienst immmr nahtlos auf allen Plattformen nutzbar sein. Der Nutzer muss mit seiner Handy-Nummer als Benutzername zwar einen Account eröffnen, anschließend wird die Nummer allerdings - so wie die Festnetznummer beim All-IP-Anschluss - virtualisiert. immmr kann ab diesem Zeitpunkt dann jederzeit und mit jedem Internet-fähigen Gerät genutzt werden, auch wenn die physikalische SIM-Karte gar nicht in der Nähe ist oder die Internet-Verbindung über einen ganz anderen Provider läuft, beispielsweise über ein Hotel-WLAN. Ist ein immmr-Nutzer nicht mit dem Internet verbunden, werden ihm Anrufe klassisch auf seine Telefonnummer zugestellt.

"immmr ist ein globales Produkt, mit dem wir weltweit Telekom-Dienste anbieten können", sagte Telekom-Vorstand Claudia Nemat gegenüber dem Magazin. Grundsätzlich haben die Netzbetreiber das Problem, dass die Kunden deren Dienste eigentlich fast nur noch für den nackten Internet-Zugang benötigen. Telefonie, Messaging, Musik- und Video-Streaming macht der Kunde dann allerdings über andere Anbieter, die selbst keine eigenen Netze betreiben und sich auch nicht an den Kosten für den Netzausbau beteiligen.

Gleichzeitig wollen Kunden für einen reinen Internetzugang immer wenige bezahlen, was zur Folge hat, dass der Umsatz pro Kunde und Monat bei den Netzbetreibern seit Jahren rückläufig ist. Darum versuchen die Netzbetreiber vermehrt, ihre Kunden mit interessanten Diensten zu binden. Beim Messenger-Dienst Joyn, der als SMS-Nachfolger viel zu spät ins Leben gerufen wurde, ist dies allerdings grandios gescheitert.

Es ist nicht zu erwarten, dass die Telekom für immmr separate Gebühren verlangt, allerdings ist denkbar, dass der Dienst vielleicht erst einmal nur Vertragskunden und nicht Prepaid-Kunden angeboten wird. Vor dem Start in Deutschland werden aber sicherlich zuerst die Erfahrungen aus den Start-Ländern ausgewertet.

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