IFA-Vorschau

HD, 3D und Heimvernetzung: Die IFA lebt von Dauertrends

Android- und iOS-Apps für Streaming und Fernbedienung
Von Ralf Trautmann / Susanne Kirchhoff mit Material von dpa

IFA 2011 Foto: teltarif.de Die IFA 2011 zeigt bewährte Dauertrends - allen voran HD-Fernseher mit wachsenden Bildschirmdiagonalen, Heimvernetzung und 3D. Sehenswert ist das trotzdem: Die Trends sind auf dem Weg ins Wohnzimmer - und es gibt viele neue Geräte.

Heimkino ist das Stichwort, wenn es um IFA-Neuheiten geht. Dort ist die neueste Generation von "smarten" HD-Flachbildfernsehern zu sehen. Die geht ins Internet, streamt Inhalte, lässt sich per Smartphone steuern, bietet 3D-Bilder und Diagonalen jenseits eines Meters. Trotzdem sinkt der Stromhunger - bei 40-Zöllern laut GfK im Schnitt von etwa 200 Watt im Jahr 2008 auf 140 Watt in 2010, Tendenz fallend. Ältere TV-Geräte lassen sich mit den neuen Heimkino-Anlagen oder Mediaplayern netzwerkfähig machen.

3D im Heimkino

IFA 2011 Foto: teltarif.de Sony bringt die neuen 46 und 52 Zoll großen 3D-Fernseher der HX925-Serie mit zur Messe. Sie bieten unter anderem freien Netzzugang per Webbrowser, Zugriff auf die Video- und Audioinhalte der Qriocity-Plattform und HbbTV. Letzteres steht für Hybrid Broadcast Broadband TV, die Verknüpfung von Videos, Bildern oder Text aus dem Internet mit dem TV-Programm.

Die Unterstützung von HbbTV und dem Streaming-Standard DLNA bieten mittlerweile so gut wie alle großen TV-Modelle der verschiedenen Hersteller. Die Displaygrößen wachsen dabei immer weiter: Panasonic wird einen Fernseher der VX300-Serie mit einer Diagonalen von 152 Zoll (etwa 3,86 m) zeigen.

Viele der 3D-Fernseher arbeiten mit der sogenannten Shutter-Technologie, die aktive 3D-Brillen erfordert. Das hat zwei Haken: Die Brillen sind relativ teuer und funktionieren meist nur mit einem TV des gleichen Herstellers. Deshalb haben sich Sony, Panasonic und Samsung passend zur IFA verabredet, einen Standard für die 3D-Shutter-Technologie zu entwickeln. Erste Universal-Brillen sollen ab 2012 verfügbar sein.

Steuerung per App oder Körperbewegung

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Steuerung TV oder Heimkino-Systemen per Smartphone-App oder durch Bewegungen. Bei der Bewegungssteuerung werden die vordefinierten Gesten entweder per Sensor in der Fernbedienung oder über eine Kamera am TV erkannt. Apps bieten die Hersteller vor allem für Android und iOS an, deren Funktionen gehen jedoch über die reine TV-Steuerung hinaus.

Eine App von Samsung namens Smartview für Galaxy-Smartphones und -Tablets erlaubt es, Filme und Bilder vom TV oder Zuspieler auf die mobilen Geräte zu übertragen. Für viele der eigenen 3D-TVs bietet der Hersteller - ebenso wie Sony - eine Bibliothek mit kostenlosen Filmen und Clips zum Ausprobieren von 3D-Inhalten an. Und auch Onkyo hat zum Fernsteuern und Streamen auf seine netzwerkfähigen Heimkino-Systeme eine Android-App angekündigt.

Ins Netz bringen lassen sich ältere Fernseher auch mit der neuen Internet-TV-Box von Hama. Sie ist mit 1-GHz-Prozessor, Android-2.2-Betriebssystem, 2 GB Speicher, LAN und WLAN sowie HDMI-Schnittstelle (Full-HD) ausgestattet. Inhalte spielt die Box von Speicherkarten oder USB-Medien ab. Unter anderem ein Flash-fähiger Browser ist vorinstalliert. Per Bluetooth lässt sich etwa eine Tastatur anschließen. Die mitgelieferte Fernbedienung funktioniert wie eine Maus und steuert einen Zeiger.

Zum Abspielen von Filmen oder Musik aus dem Heimnetzwerk sowie von Speichermedien hat HDI Dune die Mediaplayer HD TV-101 und HD TV-201 entwickelt, die auch ungewöhnliche Videoformate wie BDVM und audiophile Tonformate wie EAC3 unterstützen. Die TV-201 bringt USB 3.0 und Gigabit-LAN mit.

teltarif.de berichtet live von der IFA

Wie in den vergangenen Jahren auch, begleitet teltarif.de die IFA und informiert Sie über alle Trends der Messe. Dabei tut sich schon in den Tagen vor dem 2. September einiges rund um die Messe - teltarif.de ist auch hier schon live vor Ort und hält Sie über alle Innovationen auf dem Laufenden.

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