Preview-Event

eBlocker 2: Sicher Surfen via Plug-and-Play

Auf dem Vorab-Event zur IFA werden allerhand neue Gadgets vorgestellt. Wir konnten bereits ein kleines Gerät ausprobieren, das anonymes Surfen ermöglichen soll.
Von der Digital Lifestyle Preview in Hamburg berichtet
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Auf der kommenden IFA in Berlin Ende August werden Hersteller wieder smarte Gerätschaften und neue innovative Techniken vorstellen. Auf der jährlichen IFA-Preview, die heute in Hamburg stattfand, konnten wir bereits einiges ausprobieren, zum Beispiel das Anti-Tracking-System eblocker. So trifft es sich ganz gut, dass das 15-köpfige Hamburger Unternehmen etracker GmbH keinen weiten Anfahrtsweg zur Vorstellung seines Updates vom eblocker hat.

Das Unternehmen um Gründer und Gesellschafter Christian Bennefeld wurde vor 18 Jahren in Hamburg gegründet. Bereits vor zwei Jahren wurde auf der IFA-Preview der eblocker vorgestellt und räumte dabei gleich den IFA-Preview-Award für eine besonders innovative Lösung ab. So viel dazu. Nur was ist und kann der eblocker?

Tracking soll verhindert werden

Der eblocker2 soll Werbung blocken, die persönliche Daten sammelt.Der eblocker2 soll Werbung blocken, die persönliche Daten sammelt. Im Vordergrund der Lösung geht es vorrangig um sicheres Surfen. "Wir helfen Endkonsumenten, nicht mehr getrackt zu werden", sagt Bennefeld. Im Fokus steht der Schutz vor den Gefahren, die im Internet durch Tracking lauern. Der eblocker sagt der Aufzeichnung des Surfverhaltens den Kampf an. So sollen durch den eblocker das Erstellen von Persönlichkeitsprofilen, Preisdiskriminierung bis hin zu Extremfällen wie Datendiebstahl und Datenhandel verhindert werden. Insbesondere sollen auch Kinder und Jugendliche vor Jugend gefährdenden Inhalten und Manipulation durch Werbung geschützt werden. Wie funktionert das technisch?

Der eblocker ist zunächst keine reine Software-Applikation, sondern ein externes Gerät, welches per Ethernet-Anschluss an den heimischen Internet-Router angeschlossen wird. Bei der Installation hat der Nutzer die Wahl zwischen dem kostenlosen Tor-Netzwerk oder VPN. Ein VPN wird nicht vom eblocker-Hersteller angeboten, aber unterstützt. Nachdem der eblocker mit dem Router verbunden ist, wird sämtlicher eingehender und ausgehender Datenverkehr in den eblocker umgeleitet und geprüft. Dieses Umleitungssystem ist patentiert.

Der eblocker arbeitet mit Open-Source-Filterlisten, die von einer Community gepflegt werden. Damit soll herausgefunden werden, ob es sich bei einer http-Verbindung um einen Tracking-Dienst handelt und diese blockiert werden sollte. Zu dem gibt es eigene Filter, die stetig aktualisiert werden.

Laut Hersteller ist es weltweit die erste Plug-and-Play-Lösung für sicheres Surfen im Internet. Es erfolgt keine Softwareinstallation, wodurch sich der Nutzer auch keine Gedanken über eine Kompatibilität mit seinem genutzten Betriebssystem machen muss. Das Gerät soll in fünf Minuten startklar sein.

Der eblocker soll eine unbegrenzte Anzahl an Geräten schützen können. Dabei ist es egal, ob es sich um ein Smartphone, ein Tablet, ein Smart-TV oder eine Spielekonsole handelt. Zudem ist der Schutz nicht auf Geräte, die sich im Heimnetzwerk befinden, beschränkt. Auch die mobile Verbindung, die beispielsweise mit dem Smartphone unterwegs besteht, kann durch ein VPN gesichert werden. Die Einrichtung und der Schutz erfolgt über eine App. Damit sollen die gleichen Schutzfunktionen unterwegs wie im Heimnetzwerk möglich sein.

Nicht jede Werbung wird geblockt

Ist der eblocker aktiviert, soll Werbung durch das Gerät geblockt werden. Es wird aber nur Werbung gestoppt, die persönlichen Daten sammelt. Sprich: Vollständig werbefrei sind Nutzer damit nicht.

Der eblocker arbeitet lokal, dass heißt, er ist nicht an ein Cloud-Dienst angeschlossen. Der Hersteller betont, auch keinen Zugriff auf das Gerät zu haben, und selbst keine Daten zu sammeln. Durch die Blockade soll sich laut Hersteller auch die nutzbare Bandbreite der Internetverbindung erhöhen.

Im Zuge des aktuellen Preview-Events zur IFA stellte das Unternehmen den eblocker2 vor. Das Update des Systems hat eine neue Benutzeroberfläche und der Trackerschutz für verschlüsselte Internetverbindungen wurde optimiert. Darüberhinaus wurde ein erweiterter Jugendschutz erarbeitet, der Kindern unter zwölf Jahren nur Zugriff auf bestimmte Webseiten gewähren soll. Der Inhalt umfasst 12.500 Seiten, die von Medienpäadogen speziell für die Altersgruppe zugelassen wurden.

Der Hersteller führte auch ein Beispiel zur Preis-Diskriminierung vor. So wurde auf einer Such-Seite für Hotels ohne eblocker2 ein deutlich höherer Preis für das gleiche Hotel zum gleichen Zeitraum angezeigt.

Preise und Verfügbarkeit

Kosten soll der eblocker2 ab 99 Euro. Im ersten Jahr der Nutzung bleibt es bei dem Preis, im zweiten Jahr werden für die stetige Aktualisierung des Anti-Tracking-Systems ab 59 Euro fällig. Der Preis richtet sich je nach Modell, beispielsweise ob Kunden explizit das Jugendschutz-Modell wünschen.

Erhältlich wird das Gerät unter anderem bei Amazon, Conrad und im eigenen Shop sein.

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