Convertible

Acer Swift 7 & Spin 7 im Hands-On

Auf der IFA 2016 hat Acer zwei neue Produktreihen vorgestellt: Swift und Spin. Wir haben uns die beiden Flaggschiff Swift 7 und Spin 7 einmal genauer angesehen.
Von der IFA in Berlin berichtet Johannes Kneussel
AAA
Teilen (1)

Auf der IFA hatten wir die Gelegenheit, uns die neue Hardware von Acer, die der Hersteller zur IFA vorgestellt hatte, einmal genauer anzusehen. Vor allem das Swift 7 als ultraflaches Notebook und das Spin 7 als Konkurrent zu Lenovos Convertibles der Yoga-Reihe haben wir dabei genauer unter die Lupe genommen. Acer Swift 7Acer Swift 7

Acer Swift 7

Das Swift 7 ist das laut Acer dünnste Notebook der Welt, es ist gerade einmal 9,98 mm hoch und mit 1,1 kg auch nicht gerade schwer. Acer hat uns verraten, dass die nächste Notebook-Generation bereits unter einem Kilogramm bleiben soll. Aber schon das Swift 7 als Flaggschiff der neuen Laptop-Reihe ist sehr leicht und lässt sich ganz einfach und mühelos transportieren.

Acer Swift 7
Acer Swift 7

Der Laptop ist mit einem Metallgehäuse versehen, besitzt eine schnelle SSD mit 256 GB, zahlreiche Anschlüsse und einen Fingerabdrucksensor. Das Display misst 13,3 Zoll und, besitzt ein IPS-Panel und löst mit Full-HD auf. Die Auflösung enttäuscht. Zwar machen laut Acer mehr Pixel bei dieser Displaygröße keinen Sinn, wir konnten aber ganz einfach einzelne Pixel ausmachen - und auch die Konkurrenz bietet hier schon deutlich mehr. Auf der anderen Seite dürfte ein Panel mit höherer Auflösung auch mehr Energie verbrauchen. Einen Touchscreen bietet das Notebook ebenfalls nicht.

Die restliche Ausstattung ist solide: Core i5 der siebten Core-Generation, 8 GB Arbeitsspeicher und zweimal WLAN 802.11ac. Auch die Tastatur ist beleuchtet. Zwar befinden sich zwei USB-Typ-C-Anschlüsse am Gehäuse, diese unterstützen aber lediglich USB 3.0, sind also langsamer als die neueste USB-Generation. Auch Thunderbolt 3 wird im Gegensatz zur Konkurrenz nicht unterstützt.

Die Oberseite des Swift 7 ist sehr anfällig für Fingerabdrücke
Die Oberseite des Notebooks ist sehr anfällig für Fingerabdrücke

Ist das Swift 7 also ein schlechtes Gerät? Keinesfalls, denn der Preis ist mit 1299 Euro sehr niedrig angesetzt. Das Gehäuse machte einen sehr hochwertigen Eindruck, die Tastatur ist für die geringe Höhe außerordentlich gut und ist auch für längere Schreib-Sessions geeignet. Verfügbar sein wird das Gerät in Deutschland ab Ende September.

Die Kollegen von Golem bemängeln am Swift 7 die schlechte Verwindungssteifheit. Dieses Problem ist uns nicht aufgefallen, wir haben die Steifheit allerdings auch nicht explizit überprüft.

Acer Spin 7

Das Spin 7 von Acer stellt einen Angriff auf Lenovos Convertibles dar. Das Display kann, wie in dieser Geräte-Klasse üblich, um 360 Grad nach hinten geklappt werden. So lässt sich das Spin 7 auch wie ein Tablet nutzen. Es ist dabei nicht ganz so dünn wie das Swift 7, besitzt aber auch ein Gehäuse aus Metall. Die restlichen Ausstattungsmerkmale sind sehr ähnlich, es verfügt aber mit einem i7 über einen etwas stärkeren Prozessor und verfügt selbstverständlich über einen Touchscreen. Das Display ist mit 14 Zoll etwas größer - bei fast identischen Abmessungen im Vergleich zum Swift 7.

Acer Spin 7
Acer Spin 7

Auch beim Spin 7 enttäuscht die Auflösung des Displays. Zwar kommt Full-HD sicherlich der Akkulaufzeit zu Gute, ein schärferes Bild gibt es bei der Konkurrenz trotzdem. Mit 1,2 kg ist es etwas schwerer als das Swift 7. Convertibles haben häufig das Problem, dass sie zwar zu einem Tablet umfunktioniert werden können, aber wegen des nicht entfernbaren Tastaturelements etwas zu schwer sind, um dauerhaft in einer Hand gehalten werden zu können. So ist es auch mit dem Swift 7, es wurde uns schon nach einigen Minuten zu schwer.

Auch das Spin 7 wirkte allerdings sehr hochwertig verarbeitet, das Tippgefühl hat Acer auch bei diesem Modell, wenn man die Dicke berücksichtigt, super hinbekommen. Als Vieltipper können wir uns durchaus vorstellen, dass Convertible auch zum Arbeiten einzusetzen. Das Spin 7 wird ab Oktober für einen Preis von ebenfalls 1299 Euro im Handel verfügbar sein.

Das bereits verfügbare Switch Alpha 12 hat Acer ebenfalls dabei
Das bereits verfügbare Switch Alpha 12 hat Acer ebenfalls dabei

Acer: Mehr vom Gleichen - kaum Innovationen

Insgesamt wirkt die neue Hardware von Acer solide, stellt aber sicherlich keinen neuen Meilenstein auf. Die Notebooks und Convertibles sind gut, können aber nicht mit neuen Ideen überraschen. Acer macht das, was die Konkurrenz schon vorgemacht hat und versucht, mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis zu überzeugen. Es wird Zeit, dass Acer mehr als Video-Kameras für Haustiere vorstellt und Ideen der Konkurrenz kopiert.

Mehr zu den Neuvorstellungen auf der IFA erfahren Sie hier: IFA 2016 in Berlin - Überblick.

Teilen (1)

Mehr zum Thema IFA