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IFA 2020 fällt aus: Berlin untersagt Großveranstaltungen

Der Berliner Senat unter­sagt in der Bundes­haupt­stadt bis zum 24. Oktober sämt­liche Groß­ver­an­stal­tungen. Davon ist auch die IFA betroffen.

Die IFA fällt aus Die IFA fällt aus
Foto: SPF
Bis zum 31. August sind aufgrund der Corona-Krise bundes­weit Groß­ver­an­stal­tungen unter­sagt. Davon betroffen sind unter anderem die Hannover Messe, die ANGA Com, die HAM Radio und die Gamescom. Könnte die für den Zeit­raum vom 4. bis 9. September ange­setzte Berliner IFA somit nach vielen Monaten die erste größere Messe sein, die wieder statt­findet?

Wirk­lich wahr­schein­lich war die Durch­füh­rung eines derart großen Events nur wenige Tage nach Ende des aktuell gültigen Verbots-Zeit­raums nicht. Jetzt besteht Gewiss­heit: Die IFA kann und wird nicht wie geplant statt­finden. So meldet die Morgen­post, der Berliner Senat habe die Durch­füh­rung von Groß­ver­an­stal­tungen in der Bundes­haupt­stadt nun bis zum 24. Oktober unter­sagt. Damit wolle man für Planungs­si­cher­heit für die Veran­stalter sorgen.

Auf der IFA-Webseite wird aktuell noch der Messe-Termin verkündet, doch der Pres­se­stelle des Veran­stal­ters GFU waren die neuen Entwick­lungen bereits bekannt. Die heute verkün­dete Entschei­dung treffe die IFA-Verant­wort­li­chen nicht unvor­be­reitet, so die Stel­lung­nahme gegen­über teltarif.de. Man sei aktuell dabei, ein Alter­na­tiv­kon­zept zu entwi­ckeln. Dieses werde voraus­sicht­lich in den nächsten Tagen der Öffent­lich­keit präsen­tiert.

Findet die IFA 2020 online statt?

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Ob die einst als Inter­na­tio­nale Funk­aus­stel­lung gestar­tete IFA zu einem späteren Zeit­punkt nach­ge­holt wird, wollte uns die GFU heute noch nicht verraten. Die Vorstel­lung eines Alter­na­tiv­kon­zepts klingt jeden­falls nicht danach, dass die Veran­stal­tung ganz abge­sagt wird. Die Hannover Messe wurde zunächst in den Sommer verlegt und dann ganz abge­sagt. ANGA Com und HAM Radio haben ihre poten­zi­ellen Besu­cher auf das kommende Jahr vertröstet.

Die Gamescom will online eine Art Messe-Ersatz anbieten. Die Telekom hat ihren eigent­lich für die Hannover Messe geplanten Auftritt eben­falls ins Internet verlegt. Versuche, eine Art Ersatz­ver­an­stal­tung für den bereits Ende Februar ausge­fal­lenen Mobile World Congress (MWC) in Berlin statt Barce­lona zu etablieren, waren wiederum wenig erfolg­reich.

Ein im Internet veran­stal­teter IFA-Ersatz, bei dem Aussteller die Möglich­keit bekommen, Inter­es­senten ihre Neuheiten zu präsen­tieren, erscheint aktuell in jedem Fall wahr­schein­li­cher als die Suche nach einem Ausweich­termin. Schließ­lich kann derzeit niemand sagen, ob eine Messe im Winter durch­führbar wäre. So strebt beispiels­weise auch die Welt­aus­stel­lung (EXPO), die vom 20. Oktober 2020 bis 3. April 2021 statt­finden sollte, eine Verschie­bung der Veran­stal­tung um ein Jahr an. Die letzte große Fach­messe, die vor der Corona-Krise noch statt­fand, war die CES Anfang Januar in Las Vegas.

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