Nachfolger

Apple iCloud synchronisiert E-Mails, Office-Daten und Musik

Basis-Funktionen des MobileMe-Nachfolgers künftig kostenlos

iCloud wird Nachfolger von MobileMe iCloud wird Nachfolger von MobileMe
Foto: Engadget
Zum Abschluss der heutigen Präsentationen auf der Entwicklerkonferenz WWDC in San Francisco hat Apple iCloud als Nachfolger von MobileMe vorgestellt. Nach der Präsentation der neuen Mac OS X Version Lion und einem Ausblick auf das neue mobile Betriebssystem iOS5 übte Apple-Chef Steve Jobs auch Selbstkritik, zumal nicht alle MobileMe-Dienste so funktioniert haben, wie es vom Hersteller versprochen wurde. Das soll sich bei iCloud ändern. Zu diesem Zweck wurden die Applikationen für Kalender, Kontakte und E-Mail von Grund auf neu programmiert.

iCloud wird Nachfolger von MobileMe iCloud wird Nachfolger von MobileMe
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Die Daten werden automatisch auf einem zentralen Server gesichert und auf alle mit dem jeweiligen Account verbundenen Geräte synchronisiert. Dabei ist der Dienst im Gegensatz zum bisherigen MobileMe kostenlos. Zudem bekommt das E-Mail-Postfach, das weiter die Endung @me.com erhält, 5 GB Speicherplatz.

Synchronisation auch für Apps und E-Books

iCloud synchronisiert nicht nur E-Mail, Termine und Adressen, auf Wunsch des Nutzers lassen sich auch im AppStore gekaufte Anwendungen automatisch auf alle verbundenen Geräte übertragen. Im iBookstore gekaufte Bücher werden ebenso auf die verschiedenen Geräte des Nutzers synchronisiert. Dabei werden auch eventuell angelegte Lesezeichen übernommen.

Nicht zuletzt ermöglicht iCloud die Sicherung von iWorks-Dokumenten und weiteren Nutzerdaten aus anderen iOS-Apps in der "Wolke". So haben die Nutzer von allen verwendeten Endgeräten aus Zugriff auf ihre Dateien. Fotos lassen sich automatisch auf alle verbundenen Geräte übertragen. Sie werden auf dem iCloud-Server nur gespeichert, bis sie auf allen Endgeräten des Nutzers zur Verfügung stehen.

Maximal stehen die Fotos für 30 Tage auf dem Server zur Verfügung. Auf den iOS-Handhelds, also iPhone, iPad und iPod touch, werden standardmäßig die jeweils letzten 1 000 Fotos gespeichert. Hier kann der Nutzer jedoch individuelle Anpassungen vornehmen.

iTunes in der Wolke

iTunes wandert in die Wolke iTunes wandert in die Wolke
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Auch iTunes wandert in die Cloud - zunächst allerdings nur in den USA. Dabei ist das Angebot ab sofort als Beta-Version erhältlich. Damit lassen sich bei iTunes getätigte Einkäufe automatisch und drahtlos auf alle verbundenen Geräte wie iPhone, iPad oder iPod touch übertragen. Dieser Vorgang lässt sich auf Wunsch auch automatisieren.

Ein kostenpflichtiges Zusatz-Feature, das ab Herbst und voraussichtlich ausschließlich in den USA verfügbar ist, nennt sich iTunes Match. Damit kann der Nutzer für 24,99 US-Dollar im Jahr seine vorhandene Musik-Bibliothek mit der iTunes-Datenbank abgleichen. Titel, die bei iTunes nicht vorhanden sind, werden in die Cloud geladen. Für die bei iTunes vorhandene Musik ist der Upload auf den Apple-Server dagegen nicht erforderlich. Maximal lassen sich 25 000 Titel bei iTunes Match nutzen.

Auf iOS5-Geräten wird der Dienst vorinstalliert sein. Eine Beta-Version steht mit der aktuellen iOS-Version 4.3.3 zur Verfügung. iCloud wird neben iPhone, iPad und iPod touch auch mit dem Mac und mit dem Windows-PC nutzbar sein.

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