Betreibermodell

Vodafone erschließt bayerische Gemeinde mit FTTB

Vodafone erschließt in Zusammenarbeit mit der Gemeinde den Ort Icking mit FTTB. Gleichzeitig können noch drei Sendemasten mit der Glasfaser-Strecke versorgt werden.
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Vodafone-Chef Hannes Amtesreiter (links) griff persönlich zum SpatenVodafone-Chef Hannes Amtesreiter (links) griff persönlich zum Spaten Vodafone baut in Bayern eine Gemeinde mit einem eigenen Glasfasernetz aus. Dabei handelt es sich um die 3600-Einwohner-Gemeinde Icking. Vodafone errichtet im Betreibermodell ein FTTB-Netz, das Glasfasernetz wird also bis in die einzelnen Gebäude gelegt. In den vergangenen Tagen erfolgte der Spatenstich für das Gemeinschaftsprojekt der Gemeinde Icking und Vodafone. Der Ausbau wird vom Freistaat Bayern bezuschusst und soll Modell-Charakter für andere Gemeinden haben, heißt es von Vodafone.

"Beim Betreibermodell bleibt das Netz im Eigentum der Gemeinde. Sie verpachtet es an Vodafone und refinanziert auf diese Weise die Investition in den Ausbau", erläutert Margit Menrad, Bürgermeisterin der Gemeinde Icking. Damit der Ort mit Glasfaseranschlüssen versorgt werden kann, muss zunächst eine zwölf Kilometer lange Glasfaserzuleitung von Starnberg nach Icking gebaut werden. Synergieeffekt für Vodafone: Der Anbieter schließt auf diesem Weg auch drei Mobilfunk-Stationen an, die dadurch künftig schnellere Daten liefern können. Ab 2017 sollen die ersten Haushalte in Icking mit 200 MBit/s surfen können.

Icking wird als Betreibermodell erschlossen

"Betreibermodelle wie Icking sind in der Planung komplexer, geben aber den Gemeinden die Möglichkeit, selbst als Infrastruktur-Anbieter aufzutreten und sich zukunftssicher aufzustellen. Dies ist besser als reine einmalige Zuschüsse für den Ausbau zu vergeben", erklärt Vodafone-Deutschland-CEO Hannes Ametsreiter. "Icking ist mit der Kooperation von Gemeinde, Freistaat Bayern und Unternehmen das ideale Vorbild für weitere Vorhaben beim Netzausbau." 459 000 Euro schießt der Freistaat Bayern im Rahmen des bayerischen Breitband-Förderprogramms zu.

Damit es zum Ausbau kam, hatte sich vor Ort die "Breitbandinitiative Icking" gegründet. Über die Hälfte aller Haushalte und Gewerbebetriebe in Icking haben sich bereits per Vorvertrag für einen Glasfaser-Anschluss entschieden, teilte Vodafone mit. Entsprechend hatte der Anbieter auch die Gewissheit, dass genügend Kunden die Dienste buchen werden. Bayern hat als eines der ersten Bundesländer schon vor einigen Jahren Förderprogramme für den Breitbandausbau aufgelegt. Einen Großteil der Ausschreibungen hat die Telekom gewinnen können.

Vodafone greift inzwischen häufiger zur Ausbau-Methode FTTB. In Berlin-Köpenick haben wir einen solchen Ausbau begleitet.

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