Elternkontrolle

iCare identifiziert den Nutzer anhand der Bedienung

Doktorand Xiaopeng Li und sein Team der Universität South Carolina haben einen Algorithmus auf Basis verschiedener Eigenheiten der Finger von Kindern und Erwachsenen entwickelt. Dieser wird von der App iCare verwendet.
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„Wie können wir minderjährige Nutzer auf eine automatische und freundliche Art erkennen?“, diese Frage stellte sich ein Forscherteam der Universität South Carolina. Die Antwort präsentierten die Wissenschaftler auf dem intentionalen Mobilfunk-Workshop Hot Mobile 2018. Mit der iCare getauften App soll das Smartphone oder Tablet allein durch die Bedienung des Anwenders erkennen können, ob es sich um einen Erwachsenen oder um ein Kind handelt. Um dies zu ermöglichen, haben die Doktoranden die Eigenheiten der Geometrie und der Geschicklichkeit der Finger in 35 Unterkategorien bei verschiedenen Altersgruppen untersucht.

Smartphone-App soll den Nachwuchs identifizieren

Die Arbeitsweise von iCare
Die Arbeitsweise von iCare
Der leitende Forscher Xiaopeng Li, seine Kollegen Sharaf Malebary und Xianshan Qu der Universität South Carolina, sowie Xiaoyu Ji, Yushi Cheng und Wenyuan Xu der Universität Zhejiang, haben sich intensiv mit dem Thema „Mobilgeräte und Kinder“ befasst. Sie machen darauf aufmerksam, dass die Kleinen bereits in einem sehr frühen Alter mit dem Smartphone oder Tablet umgehen können. In einer Studie wurde herausgefunden, dass 90 Prozent der Sprösslinge wissen, wie ein solches Produkt funktioniert. Dabei können die Anwender sogar zwei  Jahre jung sein und die meisten drei- bis vierjährigen Kinder würden bereits vor dem selbstständigen Lesen mit dem Handy klar kommen. Das Smartphone oder Tablet der Eltern ist oft nur wenige Meter entfernt, weshalb es wichtig ist, diese Mobilgeräte gut abzusichern. Die App namens iCare soll laut den Wissenschaftlern einen Schutz auf sichere und unkomplizierte Weise bringen.

Die Arbeitsweise von iCare

Das Programm analysiert nach dem Entsperren im Hintergrund die Wischgesten und andere Eingaben, die vom Nutzer getätigt werden. Anschließend vergleicht die App das Muster der Bedienung mit den Eigenheiten von Erwachsenen und Kindern. Wird erkannt, dass es sich um einen minderjährigen User handelt, schaltet die Anwendung in einen speziellen Kids-Modus um. Eine volljährige Person kann das Handy wie gewohnt verwenden. Die Doktoranden weisen darauf hin, dass alternative Kontroll-Apps für Eltern diverse Nachteile haben. Manche müsse man aktivieren, andere würden im Hintergrund sensible Daten sammeln. Besonders kritisch erachten die Forscher Applikationen, die Gebrauch von der Kamera oder dem Mikrofon des Smartphones machen.

Die ersten Forschungsergebnisse von iCare

Die Entwickler statteten bei einer Untersuchung 31 Personen mit einem Google Nexus 5X aus. Unter den Teilnehmern befanden sich 17 Kinder in einem Alter zwischen drei und elf Jahren, sowie 14 Erwachsene in einem Alter zwischen 22 und 60 Jahren. Wurde nur eine Berührung erfasst, betrug die erfolgreiche Identifizierung 84 Prozent. Folgten acht Wischgesten hintereinander, konnte dieser Wert auf 97 Prozent gesteigert werden. Weiterführende Informationen zu iCare können Sie diesem PDF-Dokument entnehmen.

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