115

Behördenrufnummer 115: Kosten und Hintergründe

Unter der 115 ist die bundes­weit einheit­liche Behör­denruf­nummer geschaltet. Welchen Service Verbrau­cher unter dieser Nummer erwarten können und welche Kosten dafür aus dem Fest­netz und den Mobil­funk­netzen anfallen, verrät Ihnen unsere Seite.
Von Ralf Trautmann /
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Behördenrufnummer 115: Kosten und HintergründeBehördenrufnummer 115: Kosten und Hintergründe Wenn man bei Ämtern und Behörden etwas regeln muss oder eine bestimmte Auskunft benö­tigt, ist es manchmal gar nicht so leicht, den rich­tigen Ansprech­partner zu finden. Und hat man zunächst den Falschen dran, weiß dieser auch nicht unbe­dingt, an welche Stelle man sich wenden muss.

Eine schnelle und kompe­tente Beant­wortung aller Bürger­anfragen in Verwal­tungs­dingen soll die einheit­liche Behör­denruf­nummer 115 ermög­lichen, die seit April 2011 im Regel­betrieb ist. Im Rahmen des soge­nannten Projekts D115 haben Bund, Länder und Kommunen spezi­elle Service­center einge­richtet, die mit geschulten Tele­fonisten besetzt sein sollen. Ziel ist, eine Reihe von häufig vorkom­menden Anliegen sofort zu erle­digen und die Anrufer andern­falls an die rich­tige Stelle weiter­zuleiten.

Was kostet ein Gespräch zur 115?

Anbieter
(Fest­netz)
Orts­tarif Minuten-
preis
1&1 ja 2,9
BITEL ja 2,9
Deut­sche Telekom ja 2,9
Dokom Mo-Fr 9-18 ja 3,65 1)
Mo-Fr 18-9
Sa-So 21-5
ja 1,37 2)
Sa-So 5-21 ja 2,19 3)
Freenet ja 2,9
Telefónica (o2) ja 22
M-net ja 2,9
NetCologne ja 2,5
PŸUR Mo-Fr 8-18 ja 2,2
sonst ja 1,9
Tele2 ja 4,9
Unity­media ja 2,5
Voda­fone ja 2,9
Stand: November 2019, Preise in Cent.
 1) Abrech­nung im 90-Sekunden-Takt.
 2) Abrech­nung im 240-Sekunden-Takt.
 3) Abrech­nung im 150-Sekunden-Takt.
Anfangs hatte der Gesetz­geber den Netz­betreibern und Provi­dern keinen festen Tarif für die Berech­nung von Gesprä­chen zur 115 vorge­geben. Im Früh­jahr 2012 konnte sich aller­dings das Bundes­innen­ministerium mit seiner Forde­rung durch­setzen, dass die 115 zum Preis eines Orts­netz­gesprächs abge­rechnet werden soll. Mitt­lerweile sind die meisten Festnetz­provider diesem Wunsch bereits nach­gekommen. Von dieser Rege­lung profi­tieren insbe­sondere die Nutzer einer Fest­netz-Flat­rate. Hat der Provider auf die Abrech­nung zum Orts­tarif umge­stellt, sind die Verbindungs­kosten zur 115 in der Flat­rate einge­schlossen.

Nutzt man keine Fest­netz-Flat­rate oder hat der eigene Provider die Abrech­nung noch nicht umge­stellt, fallen die auf­gelisteten Minu­tenpreise an. Momentan sind die Verbindungs­preise für Gespräche werk­tags zwischen 18 Uhr und 8 Uhr und am Wochen­ende eine rein theo­reti­sche Angabe, da die Behörden­rufnummer in dieser Zeit (noch) nicht erreichbar ist.

Vorgaben für die 115: Schnelle Bera­tung und Vermitt­lung

Zumin­dest die Vorgaben klingen gut: 75 Prozent der 115-Anrufe sollen inner­halb von 30 Sekunden durch einen Mitar­beiter ange­nommen und 65 Prozent der 115-Anrufe beim ersten Kontakt beant­wortet werden. Wenn eine Anfrage weiter­geleitet wird, soll der Anrufer inner­halb von 24 Stunden inner­halb der Service­zeiten eine Rück­meldung je nach Wunsch per Mail, Fax oder Rückruf erhalten. Die Behörden­ruf­nummer ist in den teil­nehmenden Regionen montags bis frei­tags von 8 Uhr bis 18 Uhr erreichbar.

Das kostet ein Anruf bei der 115 vom Handy

Anbieter
(Mobil­funk)
Preis
Vertrag
Preis
Prepaid
BILDconnect 0 9
Blau 9 9
call­mobile 50 50
cong­star 20 20
Fonic - 9
maxxim 15 1) 8-29 1)
simply 15 1) 8
T-Mobile 0-29 1) 9-29 1)
Tchibo 15 1) 9 1)
Telefónica (o2) 0-29 1) 9-15 1)
Voda­fone 0-29 1) 9
Stand: November 2019, Preise in Cent.
 1) je nach Tarif im Tarif­volumen inbe­griffen.
Für Mobilfunk­anbieter gibt es noch keine Vorgabe für einen Ortsnetz­tarif bislang noch nicht. Einige Provider behan­deln Anrufe bei der 115 jedoch wie Festnetz­gespräche. Daher berechnen die Mobilfunk­anbieter hier je nach Tarif recht unter­schied­liche Minu­tenpreise, die Sie der Tabelle entnehmen können.

Jede Kommune, die den Service der Behörden­ruf­nummer anbieten möchte, muss Infor­mationen zu den 100 am meisten nach­gefragten Leis­tungen bereit­stellen können. Dazu gehören Infor­mationen zur Bean­tragung von Personal­ausweis und Reise­pass, Melde­register­aus­künfte und Wohn­sitz­meldungen, Dienst­leistungen rund um Ehe­schließung, KFZ und Wohn­geld sowie Gewerbe-Anmel­dungen. Die Dienst­stellen auf Landes- und Bundes­ebene legen die vorge­schrie­benen Top-Leis­tungen selbst fest.

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