Anschlüsse

So können Sie beim Telefonieren im Festnetz sparen

Um die eigenen Tele­fonkosten zu senken, gibt es zahl­reiche Möglich­keiten. Dabei stehen dem Kunden verschie­dene Vari­anten wie Call by Call, Preselec­tion, alter­native Fest­netz­anschlüsse und mehr zur Verfü­gung. Wir stellen Sie Ihnen vor.
Von Thorsten Neuhetzki / Ralf Trautmann
AAA
Teilen

Um die eigenen Tele­fonkosten zu senken, gibt es - der Liberali­sierung des Tele­kommunikations­marktes sei Dank - zahl­reiche Möglich­keiten. Dabei stehen dem Kunden je nach Anbieter mal mehr, mal weniger Vari­anten zur Verfü­gung. Zudem kann er sich entscheiden, ob er fall­weise eine andere Vari­ante wählen möchte oder dauer­haft eine bestimmte Zugangsart bevor­zugt. Wir wollen Ihnen die verschie­denen Möglich­keiten kurz vorstellen. Detail­lierte Infor­mationen halten wir in weiteren Ratge­bern zum jewei­ligen Thema bereit, die Sie komfor­tabel mit einem Klick errei­chen.

Call by Call

So können Sie beim Telefonieren im Festnetz sparenSo können Sie beim Telefonieren im Festnetz sparen Eine der bekann­testen und einfachsten Vari­anten, um Tele­fonkosten zu sparen, ist das Call-by-Call-Verfahren. Dieses können aller­dings nur Kunden der Telekom nutzen. Da heute die meisten Anschlüsse mit Flat­rates für die Fest­netz-Tele­fonie ange­boten werden, ist Call by Call hier in vielen Fällen nicht mehr so wichtig. Wer zu einem anderen Anbieter wech­selt, wird diese komfor­table Möglich­keit aber zum Beispiel bei Tele­fonaten ins Ausland schnell vermissen.

Bei Call by Call entscheidet sich der Kunde durch Vorwahl einer fünf- bis sechs­stel­ligen Netz­kenn­zahl, die immer das Format 010xy oder 0100xy hat, vor jedem einzelnen Gespräch für eine bestimmte Tele­fonge­sell­schaft und deren Tarife. Wenn Sie beispiels­weise die Nummer 040/123456 in Hamburg anrufen, dann tippen Sie auf Ihrem Telefon: 010xy 040 0123456.

Das Tele­fonat wird dann zu den beim Call-by-Call-Anbieter gültigen Tarifen berechnet. Dieser über­mittelt die entstan­denen Kosten dann an die Telekom, welche die Beträge dann über die monat­liche Telefon-Rech­nung einzieht.

Welche Vor-Vorwahl aktuell die güns­tigste für Ihr Gesprächs­ziel ist, erfahren Sie über unseren Tari­frechner. Weiter­gehende Infor­mationen finden Sie in unserem Call-by-Call-Ratgeber.

Anschluss-Wechsel

Wenn Ihnen der Telekom-Anschluss gene­rell zu teuer ist, können Sie sich auch einen kompletten Tele­fonan­schluss (oftmals im Paket mit einem DSL-Anschluss) bei einem alter­nativen Anbieter buchen. Es gilt aber zu beachten, dass - wie bereit erwähnt - kein Call by Call mehr zur Verfü­gung steht. Somit sind Gespräche zum Beispiel ins Ausland erheb­lich teurer. Abhilfe schaffen zum Beispiel Call­back- und Call­through-Lösungen - dazu später mehr.

Unter­schiede zwischen den Anbie­tern gibt es bei der Technik für die Tele­fonie. Abhängig von Provider und Region stehen echte Fest­netz­anschlüsse oder Anschlüsse auf Basis von VoIP oder so genanntem NGN bereit. In den beiden letz­teren Fällen werden eben­falls klas­sische Tele­fone ange­schlossen, aller­dings gibt es Abwei­chungen in Bezug auf die Gesprächs­qualität. Gerade NGN kann zwar in der Theorie problemlos mit echten Tele­fonan­schlüssen mithalten, in der Praxis ist dies aller­dings stark abhängig von der Umset­zung seitens des Anbie­ters.

Eine sowohl preis­lich als auch in puncto Leis­tung konkur­renz­fähige Alter­native zu klas­sischen Tele­kommu­nika­tions­unter­nehmen sind die Ange­bote der Kabel-Provider, die eben­falls Telefon- und Inter­netan­schlüsse im Sorti­ment führen. Ob ein entspre­chender Anschluss geschaltet werden kann, hängt vom Ausbau des Netzes des jewei­ligen Kabel­anbie­ters, aber oft auch von der Haus­verwal­tung ab.

Call­back und Call­through

Ein Nischen­dasein fristen Dienste wie Call­back und Call­through, obwohl sie eine Call-by-Call-Alter­native für Kunden sind, die Ihren Tele­fonan­schluss nicht mehr bei der Telekom haben. Mittels Call­back und Call­through sind zum Beispiel güns­tige Anrufe ins Ausland möglich.

Bei Call­back ruft der Nutzer zunächst eine Zugangs­nummer an und legt gleich wieder auf. Der Computer am anderen Ende ruft daraufhin zurück. In der Folge nimmt der Nutzer den Anruf an und tippt die Nummer des gewünschten Ziels.

Bei Call­through ruft der Nutzer zunächst eine bestimmte kosten­lose Zugangs­nummer an. Nachdem der Sprach­computer am anderen Ende abge­nommen hat, gibt der Nutzer eine PIN und schließ­lich die Tele­fonnummer, die er anrufen will, ein. Calling Cards können übri­gens von jedem belie­bigen Anschluss aus benutzt werden, auch von Tele­fonzellen aus.

Welche Möglich­keiten es gibt, Call­through geschickt auszu­nutzen, haben wir in zwei Ratge­bern zusam­menge­fasst - und zwar für Kunden mit einer Tele­fonflat­rate und für Kunden ohne einen solchen Pauschal­tarif.

Internet-Tele­fonie (VoIP)

Fest­anschluss-Anbieter setzen - wie bereits erwähnt - zuneh­mend auf die Reali­sierung der Tele­fonie-Funk­tion via Internet. Doch es gibt auch Anschluss-unab­hängige Voice-over-IP-Ange­bote, kurz VoIP. Diese lassen sich mit jedem Internet-Anschluss nutzen, wobei nicht einmal zwin­gend ein PC erfor­derlich ist. Mehr Details zur Inter­nette­lefonie können Sie in unserem VoIP-Ratgeber.

Teilen

Mehr zum Thema Festnetz