MwSt.-Senkung

Keine MwSt.-Senkung im teltarif.de-Tarifvergleich

Zum 1. Juli tritt im Rahmen des Konjunk­tur­pa­kets die Senkung der MwSt. in Kraft. Was bedeutet dies für Mobil­funk- oder DSL-Verträge? So wird die MwSt.-Senkung bei teltarif.de umge­setzt

Zur Belebung der Wirtschaft nach/während der Corona-Krise soll die Mehrwertsteuer gesenkt werden. Telekom, Vodafone und o2 machen mit. Zur Belebung der Wirtschaft nach/während der Corona-Krise soll die Mehrwertsteuer gesenkt werden. Telekom, Vodafone und o2 machen mit.
Grafik: Image licensed by Ingram Image, Logos: Anbieter, Montage: teltarif.de
Bereits am 3. Juni hat die Bundes­re­gie­rung ein Maßnah­men­pa­pier vorge­legt, das als Corona-Konjunk­tur­paket unter anderem die Senkung der Mehr­wert­steuer vorsieht. Diese Mehr­wert­steu­er­sen­kung ist zeit­lich auf den Zeit­raum vom 1. Juli bis 31. Dezember 2020 beschränkt.

In den Papieren der Bundes­re­gie­rung ist aller­dings nicht klar regu­liert, ob die Steu­er­sen­kung von 19 Prozent auf 16 Prozent (für den redu­zierten Mehr­wert­steu­er­satz von 7 Prozent auf 5 Prozent, was aller­dings im Tele­kom­mu­ni­ka­ti­ons­markt keine Rolle spielt) auch auf den Endver­brau­cher umge­legt werden muss. Die Regie­rung erwartet dies zwar, aber sie zwingt die Anbieter nicht zur Weiter­rei­chung der Ersparnis an den Kunden. Inzwi­schen wurde die Maßnahme auch von Bundestag und Bundesrat beschlossen.

Wie verhält sich das auf bestehende Verträge oder bei Neuab­schlüssen?

Zur Belebung der Wirtschaft nach/während der Corona-Krise soll die Mehrwertsteuer gesenkt werden. Telekom, Vodafone und o2 machen mit. Zur Belebung der Wirtschaft nach/während der Corona-Krise soll die Mehrwertsteuer gesenkt werden. Telekom, Vodafone und o2 machen mit.
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Der Bran­chen­ver­band VATM, der die Mitbe­werber der Deut­schen Telekom vertritt, forderte Mitte Juni dazu auf, dass Anbieter im Rahmen der Mehr­wert­steu­er­sen­kung auch flexible Lösungen an den Kunden weiter­geben dürfen. Ange­dacht sind hierzu Gutschriften und pauschale Hinweise auf den redu­zierten Mehr­wert­steu­er­satz, damit nicht die bestehenden Verträge und Preis­aus­zeich­nungen ange­passt werden müssen.

Inzwi­schen liegen uns ein paar Infor­ma­tionen vor, wie die Anbieter mit der Mehr­wert­steu­er­sen­kung umgehen. Unter anderem die Anbieter Voda­fone, Pyur, cong­star und M-net wollen die redu­zierte MwSt. direkt an den Kunden weiter­geben. Dies soll sich nicht nur auf die Grund­ge­bühren, sondern auch auf die Minu­ten­preise auswirken.

cong­star hat in diesem Zusam­men­hang sogar eine eigene Info-Seite ange­legt, auf der sich Bestands- und poten­zi­elle Neukunden infor­mieren können. Auch die zu cong­star gehö­renden Super­markt-Tarife ja!mobil und Penny mobil betei­ligen sich bei der Weiter­gabe an den Kunden. Hier ist anzu­nehmen, dass auch die ähnli­chen Tarife von Edeka smart, Norma connect und dem jüngst gestar­teten Kauf­land mobil die Ersparnis an den Kunden weiter­geben.

Wie andere Anbieter damit umgehen, ist uns indes nicht bekannt. Ein Blick in die AGB der Anbieter lässt einen kleinen Ausblick vermuten. Die Dril­lisch-Marken geben ausschließ­lich Brutto-Preise in den Preis­listen und AGB an. Durch die Angabe des Brut­to­preises, die der Kunde akzep­tiert, ist anzu­nehmen, dass die Anbieter die Senkung nicht an den Endver­brau­cher weiter­geben.

MwSt.-Senkung in den Tabellen und Tarif-Verglei­chen von teltarif.de

In unseren Tarif­ver­glei­chen werden wir die Mehr­wert­steu­er­sen­kung nicht berück­sich­tigen. Da es sich "nur" um eine effek­tive Ersparnis von 2,52 Prozent handelt und dies nur auf einen begrenzten Zeit­raum beschränkt ist, ist der tatsäch­liche Vorteil in den meisten Fällen auf 24 Monate berück­sich­tigt nur minimal.

Legen wir beispiels­weise einen typi­schen Tarif für monat­lich 7,99 Euro zugrunde, dann werden im Zeit­raum der Mehr­wert­steu­er­sen­kung insge­samt maximal 1,20 Euro einge­spart – dies gilt aber nur bei einem Abschluss am 1. Juli. Ohne Berück­sich­ti­gung der Bereit­stel­lungs­kosten beträgt der durch­schnitt­liche Monats­preis inner­halb der ersten 24 Monate mit der Mehr­wert­steu­er­sen­kung statt 7,99 Euro exakt 5 Cent weniger.

Inter­es­sant wird dies ausschließ­lich bei hoch­prei­sigen Tarifen – hier kann die Ersparnis tatsäch­lich spürbar sein. Da aller­dings in der Regel die Preise akti­ons­weise inner­halb der ersten Monate redu­ziert sind, ist auch hier die Ersparnis nicht so immens wie erwartet. Nehmen wir beispiels­weise den Telekom Magenta Mobil XL bei einem Abschluss am 1 Juli:

  Redu­zierter MwSt.-Satz Normal­kon­di­tionen
Einrich­tungs­kosten 38,94 39,95
1.-6. Monat 82,81 84,95
danach 84,95
Durch­schnitts­preis 86,04 86,61
Ersparnis
(pro Monat)
0,57 -
Stand: Juni 2020. Preise in Euro.
Die tatsäch­liche Ersparnis ist also sehr über­schaubar und beträgt in dem Fall über insge­samt 24 Monate „nur“ 13,68 Euro. Bei einem Abschluss nach dem 1. Juli sinkt die effek­tive Ersparnis pro Tag.