Dienst

Location Based Services – Mit dem Smartphone die Welt erkunden

Loca­tion Based Services sind Dienste, die dem Nutzer an einem Ort einen bestimmten Mehr­wert bieten. Hierbei kann es sich um Infor­mationen, Bewer­tungen oder auch Vergüns­tigungen handeln.
Von Kaj-Sören Mossdorf / Ralf Trautmann
AAA
Teilen (4)

Aktu­elle Smart­phones sind in aller Regel mit GPS ausge­stattet - wenn nicht, kann die Posi­tion des Nutzers auch anhand der Funk­zellen des Handy­netzes ermit­telt werden. Diese Features sind nicht nur Basis für die allseits bekannten Navi­gation-Lösungen: Ortungs-Daten werden von Entwick­lern auch verwendet, um so genannte Loca­tion Based Services (LBS) anzu­bieten, die via Inter­netseite oder App nutzbar sind. Ganz allge­mein handelt es sich dabei um spezi­elle Dienste, die sich auf einen bestimmten Ort beziehen. Zur Unter­stüt­zung der Ortung werden dann neben GPS und Funk­zellen unter anderem auch noch WLAN-Netze heran­gezogen. Auch für klas­sische PCs werden LBS-Dienste ange­boten, hier läuft die Ermitt­lung des Stand­ortes dann zum Beispiel über die IP-Adresse. Doch welche Dienste verbergen sich hinter Loca­tion Based Services und wie können Sie von diesen profi­tieren? Location Based Services – Mit dem Smartphone die Welt erkundenLocation Based Services – Mit dem Smartphone die Welt erkunden

  • Eine LBS-Vari­ante ist Unter­nehmens-Marke­ting. Über soziale Netz­werke oder auch Apps von Kinos, Restau­rant­ketten oder anderen ist es Kunden möglich, dem Dienst zu melden, dass man sich an einem bestimmten Ort aufhält - dies erfolgt durch das Einche­cken, sprich, die Anmel­dung. Der Nutzer kann dann von Rabatt-Aktionen profi­tieren, über die er nur infor­miert wird, wenn er sich im Geschäft bzw. in der Nähe des Geschäftes befindet. Einige Dienste verteilen eine Art Medaille an Nutzer, die sich oft genug an einem Ort aufhalten. Diese Medaillen können aus verschie­denen Kate­gorien kommen und deren Nutzern Zugang zu Gratis-Ange­boten oder weiteren Vergüns­tigungen an einem Ort (Restau­rant, Mode­kette, Kino, Theater...) verschaffen.
  • Mit Hilfe von verschie­denen Appli­kationen ist es zum Beispiel auch möglich, einfach seinen Standort zu über­mitteln und dann dort einzu­checken. Befindet sich ein Freund am selben Ort, so wird durch die Anwen­dung ein Alarm ausge­löst, der den Nutzer darüber infor­miert, dass sich ein Freund in der Nähe befindet. Einige Firmen oder Dienste nutzen dies dazu, weitere Programm­funk­tionen frei­zuschalten, wenn sich zwei Nutzer treffen.
  • Auch das Navi­gati­onsgerät im Auto infor­miert Nutzer zum Beispiel über inter­essante Sehens­würdig­keit in ihrer Nähe. Je leis­tungs­fähiger Smart­phones werden, desto eher ersetzen sie das klas­sische Navi­gati­onssystem und bieten zudem immer mehr Dienste, die über die reine Infor­mation hinaus gehen. Ein Beispiel hierfür sind Augmented-Reality-(AR)-Anwen­dungen: Über die Kamera des Smart­phones und Infor­mationen von den Sensoren des Gerätes werden zusätz­liche Hinweise wie Restau­rant-Bewer­tungen, histo­rische Daten, alte Fotos oder Anima­tionen einge­blendet.
  • Aber auch ohne AR-Anwen­dungen können sich Nutzer mit Hilfe von LBS-Apps über die Qualität von Restau­rants, Hotels oder anderen Örtlich­keiten, die sich in ihrer Nähe befinden, infor­mieren. Die entspre­chenden Bewer­tungen kommen dabei aus der Commu­nity, sprich, sie spie­geln die Erfah­rungen anderer Nutzer wider. Ein weiteres Beispiel sind Appli­kationen, die den Nutzer über die güns­tigsten Preise an Tank­stellen, in Lebens­mittel­geschäften oder auch Mode­ketten infor­mieren.
Die Viel­zahl der oben aufge­führten Dienste zeigt, wie schwer es ist, den Begriff Loca­tion Based Services auf wenige Anwen­dungen einzu­grenzen. So stellt sich zum Beispiel die Frage, ob Geocaching-Spiele auch noch zu den orts­basierten Diensten zählen, schließ­lich greifen sie ja auf die GPS-Funk­tion des Handys zurück. Ob ein Spiel aller­dings ein nütz­licher Dienst ist, ist frag­lich.
Teilen (4)