Callthrough

Callthrough: Telefonieren mit Calling Cards

Per Call­through lässt sich auch ohne Call-by-Call beim Tele­fonieren sparen - sowohl vom Fest­netz als auch vom Handy oder Hotel-Telefon.
Von Susanne Kirchhoff / Thorsten Neuhetzki / Ralf Trautmann
AAA
Teilen (70)

Beim Call­through (wörtl. Durch-Wahl) wählen Sie sich über eine beson­dere Rufnummer in den Telefon­computer eines Anbie­ters ein. Anschlie­ßend geben Sie die eigent­liche Ziel­rufnummer ein. Dieses Verfahren ermög­licht einzelne Tele­fonate über einen anderen Anbieter zu führen, auch wenn kein Call by Call möglich ist - etwa von einem Fest­netz-Anschluss bei Nicht-Telekom-Kunden und vom Handy, aber auch aus der Tele­fonzelle oder vom Hotel-Telefon. Call­through und das verwandte Call­back werden auch als Calling-Card-Verfahren zusam­menge­fasst - auch wenn heute der Kauf einer Guthaben-Karte im Call-Shop gar nicht mehr notwendig ist.

Abrech­nung Guthaben-basiert oder über Service-Rufnummer

Call­through-Anbieter
finden
zum Tari­frechner
Unter den Call­through-Anbie­tern sind zwei verschie­dene Abrechnungs­verfahren verbreitet: Prepaid bietet im Schnitt güns­tigere Minuten­preise. Post­paid ist dagegen komfor­tabler und besser für gele­gent­liche Nutzer geeignet.

So funk­tioniert Call­through mit Post­paid-Abrech­nung

Bei der Post­paid-Abrech­nung ist keine Anmel­dung und kein Guthaben-Kauf notwendig. Hierbei dienen in der Regel kosten­pflichtige 0180-Service­nummern zur Einwahl, über welche die Kosten für den Anruf abge­deckt werden. Diese werden dann einfach über die regu­läre Telefon­rechnung für den Fest­netz­anschluss oder das Handy ab­gerechnet. Dieses Verfahren ist also Call by Call ohne Anmel­dung sehr ähnlich.

So funk­tioniert Call­through mit Prepaid-Abrech­nung

Bei Prepaid-Call­through kauft der Nutzer zuerst Guthaben für den Anruf, entweder als Calling-Card im Laden­geschäft oder online über die Webseite des Anbie­ters. Als Einwahl­nummer dient in der Regel eine kosten­lose 0800-Nummer oder eine deut­sche Fest­netz­nummer. Für die Abrech­nung erhält der Kunde entweder eine PIN oder muss seine eigene Rufnummer online beim Anbieter für das Verfahren frei­schalten. Die Online-Verwal­tung ist etwas sicherer als das PIN-Verfahren. Denn jeder, der die die PIN kennt, kann das Guthaben abte­lefo­nieren.

Flat­rate-Kunden sparen mit Fest­netz-Einwahlen

Callthrough: Telefonieren mit Calling CardsCallthrough: Telefonieren mit Calling Cards Einige Anbieter von Call­through nutzen normale Fest­netz-Rufnum­mern in Deutsch­land als Einwahl­nummern. Anders als bei einer 0800-Nummer können hier­durch für den Kunden Kosten für den Anruf zum Telefon­computer entstehen - zusätz­lich zum Minu­tenpreis, den der Call­through-Anbieter in der Regel für die Verbin­dung zur Ziel­rufnummer verlangt. Aller­dings nehmen die Calling-Card-Anbieter in diesem Fall oft nied­rigere Minuten­preise als bei der Einwahl über eine 0800-Nummer. Wer zudem per Fest­netz-Flat­rate kostenlos auf der Einwahl­nummer anrufen kann, der hat die Möglich­keit noch mehr zu sparen.

Für einige Ziele gibt es sogar Call­through-Anbieter mit Fest­netz-Einwahl, die gar keine zusätz­lichen Gebühren verlangen. Es entstehen also nur Kosten für den Anruf auf der Fest­netz­nummer. Wer eine Fest­netz-Flat­rate an seinem Anschluss hat, der kann even­tuell kostenlos über eine solche Verbin­dung tele­fonieren. Der Knack­punkt: Viele Fest­netz- und Mobil­funk­anbieter nehmen diese Rufnum­mern von der Fest­netz-Flat­rate aus und berechnen sie statt­dessen zum Minu­tenpreis.

Call­through-Anbieter mit dem Calling-Card-Rechner verglei­chen

Güns­tige Anbieter für die Nutzung von Call­through-Lösungen finden Sie in unserem Calling-Card-Rechner. Dieser ermit­telt für Sie die güns­tigsten Tarife für Tele­fonate zu allen Zielen der Welt vom Fest­netz oder Handy aus, je nachdem ob Sie eine Fest­netz-Flat­rate nutzen oder nicht. Mit dem Rechner können Sie auch gezielt nach Prepaid- oder Post­paid-Tarifen suchen.

Kosten­fallen vermeiden: Tarifan­sage und -garantie

Wie bei Call by Call können auch Call­through-Anbieter jeder­zeit ihre Minu­tenpreise für ein Anruf­ziel ändern. Daher lohnt es sich, entweder direkt vor jedem Anruf den güns­tigsten Anbieter zu recher­chieren oder dauer­haft auf einen Anbieter mit Tarif­garantie zu setzen. Mit einer Tarif­garantie verpflichtet sich der Anbieter, die Gesprächs­preise zu einem Anruf­ziel für einen festen Zeit­raum nicht über eine gewisse Grenze zu erhöhen. Für die Serio­sität eines Anbie­ters spricht zudem, wenn er eine Tarifan­sage schaltet. Diese nennt dem Anrufer vor Gesprächs­beginn den Minu­tenpreis für sein aktu­elles Tele­fonat. Im Gegen­satz zu Call by Call sind Anbieter bei Call­through nicht gesetz­lich zu einer Tarifan­sage verpflichtet.

In den Ergeb­nissen des Calling-Card-Rechner geben wir an, ob ein Anbieter eine Tarif­garantie abge­geben hat und ob er eine Tarifan­sage schaltet.

Nicht alle Prepaid-Anbieter sind seriös

Gerade im Geschäft mit Prepaid-Calling-Cards tummeln sich gele­gent­lich Anbieter, von denen man heute nicht weiß, ob sie morgen auch noch da sind. Deshalb lassen Sie sich nicht unbe­dingt von den billigsten Preisen locken. teltarif.de strebt an, in den Ergeb­nissen der Tarif­rechner nur seriöse Anbieter aufzu­listen. Daher werden Calling-Card-Anbieter erst in die Tarif-Daten­bank aufge­nommen, wenn sich diese sich eine zeit­lang im Markt bewährt haben.

Gene­rell hilft es, beim Kauf von Prepaid-Calling-Cards Folgendes zu beachten:

  • Wie lange bleibt das Guthaben gültig?
  • Welcher Abrech­nungs­takt gilt?
  • Ab wann bezahlen Sie? Läuft der Gebüh­renzähler bereits ab Einwahl oder erst dann, wenn der Ange­rufene den Hörer abnimmt?
  • Wird eine "Admin-Gebühr" pro Tag berechnet? In diesem Falle verrin­gert sich Ihr Guthaben pro Tag, auch wenn Sie nicht tele­fonieren.
  • Sind die Calling-Cards korrekt kalku­liert? Sonst ist der Anbieter bald insol­vent und Sie verlieren Ihr Guthaben.

Unsere Fest­netz-Ratgeber im Über­blick

Teilen (70)

Weitere Meldungen zum Thema Call­through

1 2 3 4 5 6 7 letzte