Ausprobiert

Huawei TalkBand B3 im Hands-on-Test: Schon wieder aufstehen?

Muss ich jetzt wirklich Sport machen? Diese Frage stellte ich mir, als ich von Huawei das TalkBand B3 zum Test erhielt. So habe ich das Fitness-Armband in Betrieb genommen und erste Tests absolviert.
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"Schon der Gedanke an Sport verhilft ihm zu heftigen Schweißausbrüchen." - Das schrieben meine Schulkameraden gehässig über mich in die Abi-Zeitung - aber es ist die Wahrheit und in den vergangenen 24 Jahren hat sich daran nichts geändert. Ich bewege mich zwar gerne wandernd in der freien Natur, aber beim Anblick eines Fitnessstudios und der Geräte darin werde ich immer unweigerlich an eine mittelalterliche Folterkammer erinnert. Da bekommen mich keine zehn Pferde hinein.

Würde ein Gerät wie das Huawei TalkBand B3 wirklich etwas an meinem Verhalten ändern? Von Huawei bekam ich dieses Fitness-Armband, das in Deutschland momentan nur spärlich bei Online-Händlern für etwa 180 bis 200 Euro erhältlich ist, zum Test. Nach der Ersteinrichtung habe ich nun die ersten drei Tage damit verbracht.

Huawei TalkBand B3 mit Verpackung und Zubehör
Huawei TalkBand B3 mit Verpackung und Zubehör

Beschaffenheit und Lieferumfang

Während ich immer noch daran zweifelte, ob es sinnvoll ist, dass ein unsportlicher Redakteur ein Fitness-Armband testet, packte ich das Huawei TalkBand B3 aus. Geliefert wird es in einer stabilen, transparenten Kunststoff-Box, die in einer Karton-Umverpackung steckt.

Das Huawei TalkBand B3 ist in ein stabiles Kunststoff-Gehäuse eingelassen, das mit einem schwarzen Gummi-Armband am Arm getragen wird. Der Druckknopf zum Verschließen des Armbands ist einerseits etwas schwergängig, hat aber andererseits den Vorteil, dass er sich nicht sofort öffnet, wenn man einmal an der Tischkante hängen bleibt.

TalkBand nach dem Herausnehmen als Blutooth-Headset einsetzbar
TalkBand nach dem Herausnehmen als Blutooth-Headset einsetzbar
Das Huawei TalkBand B3 kann mit einem Druck auf die beiden Arretierungsknöpfe rechts und links am Gehäuse aus der Halterung herausgenommen werden. Dann sieht man, dass es auf der gegenüberliegenden Seite des Displays einen Ohrhörer hat. Das TalkBand B3 heißt deswegen so, weil man es zusätzlich auch als Bluetooth-Freisprecheinrichtung für das Smartphone verwenden kann. Legt man das TalkBand wieder in die Halterung zurück, rastet es wieder ein und der Ohrhörer ist unsichtbar.

Im Lieferumfang des Huawei TalkBand B3 befinden sich weitere drei Ohrknöpfe in verschiedenen Größen, falls der vormontierte nicht genau passen sollte. Ansonsten liegen dem Gerät ein Micro-USB-Kabel zum Aufladen sowie eine Kurzanleitung bei. Ein Steckernetzteil ist nicht in der Packung, man muss das Huawei TalkBand B3 also entweder am Computer aufladen oder das Netzteil des Smartphones verwenden.

Wechselbare Ohrknöpfe in verschiedenen Größen
Wechselbare Ohrknöpfe in verschiedenen Größen

Menü und Bedienung

Vor der ersten Verwendung des Huawei TalkBand B3 muss der Nutzer die Huawei-Wear-App installieren, die es für Android und iOS gibt. Die App nimmt dann über Bluetooth Kontakt mit dem TalkBand auf. Bluetooth muss für die Kommunikation am Smartphone also stets eingeschaltet bleiben.

Bei unserem Einrichtungsvorgang musste die App zuerst einmal für sich selbst ein 45 MB großes Update herunterladen, anschließend spendierte sie dem TalkBand B3 ein Firmware-Update auf Version 1.3.27. Die Koppelung mit dem Talkband verlief problemlos - prinzipiell ist dies derselbe Vorgang wie bei der Koppelung mit einem Bluetooth-Lautsprecher.

Nach dem Einschalten des Armbands mit der seitlichen Power-Taste wird der Homescreen des Armbandes angezeigt - eine Uhr mit Datumsanzeige. Hierfür gibt es diverse Watchfaces, die man in den Einstellungen auswählen kann, bei einigen wird noch der Batteriestand angezeigt. Durch das Menü des Huawei TalkBand B3 bewegten wir uns durch Wischen nach oben und unten. Auf dem nächsten Screen nach dem Homescreen zeigt das Armband die Schritte an, die man an diesem Tag bereits zurückgelegt hat, der darauffolgende Bildschirm nennt die Anzahl an Kalorien, die man dabei verbraucht hat.

Nach der ersten Nacht mit dem Huawei TalkBand B3 zeigt das Display auf dem Screen mit dem Mond an, wie lange ich in der vergangenen Nacht geschlafen habe. Auf die weiteren Menüfunktionen werden wir im ausführlichen Test noch weiter eingehen.

Homescreen des TalkBand B3
Homescreen des TalkBand B3

Benachrichtigungs-Services

Kurz erwähnen wollen wir aber noch die Benachrichtigungsfunktionen des Huawei TalkBand B3, die wir momentan testen. In der Huawei-Wear-App gibt es eine Funktion "Push-Nachrichten". Schaltet man diese ein, kann man alle Apps auf dem Smartphone einbinden, die Push-Nachrichten absetzen, wie zum Beispiel WhatsApp, E-Mail-Programm, Wetter-App, Google+, die Tagesschau-App oder Hangouts.

Diese Push-Nachrichten werden dann in Echtzeit auf das Fitnessarmband übertragen und auf dem kleinen Display angezeigt. Aufgrund des geringen Platzes scrollen dabei die Textnachrichten mehrfach durch.

Eine Push-Funktion - im wahrsten Sinn des Wortes - hatte die App aber schon alleine für uns aktiviert. Immer wenn wir eine Stunde ohne Unterbrechung auf dem Stuhl sitzen, vibriert das Huawei TalkBand B3 kurz und ermuntert uns dazu, wieder einmal aufzustehen und ein paar Schritte zu gehen.

Diese Funktion bewirkt tatsächlich, dass ich öfter mal aufstehe und mich bewege. Im ausführlichen Test berichte ich dann noch mehr darüber, wie es mir mit den Fitnesszielen des Huawei TalkBand B3 ergangen ist. Huawei gibt nämlich eine Mindest-Schrittzahl von 10 000 Schritten pro Tag vor, die der Nutzer jeden Tag gehen soll. Ob ich das wohl schaffe?

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