Ausprobiert

Huawei Mediapad im Test: Kompaktes Tablet im Alu-Gehäuse

Mit Dual-Core-Prozessor und Honeycomb ordentlich ausgestattet
Von Steffen Herget

Beim Betriebssystem des Tablets handelt es sich wie erwähnt um die Google-Software Android in der Version 3.2 Honeycomb. Das ist derzeit der Standard bei den Android-Tablets, noch immer ist kein Modell mit dem neuen Android 4.0 Ice Cream Sandwich erhältlich. Die Optik hat Huawei nicht - etwa wie Samsung mit der Touchwiz-Oberfläche - merklich angepasst, es handelt sich hierbei um das "normale" Android. Mit dem Rennspiel Asphalt 6, dem Klassiker Angry Birds und der Software Yozo Office kommt das Tablet mit ein paar vorinstallierten Programmen daher, ist aber nicht mit unerwünschter Software "zugemüllt".

Huawei MediaPad

Praktisch: Auflösung lässt sich verstellen Praktisch: Auflösung lässt sich verstellen
Bild: teltarif.de
So ganz unverändert ist Android auf dem Mediapad aber dann doch nicht. Huawei hat dem Betriebssystem zwei kleine, aber feine Anpassungen spendiert. Zum Einen handelt es sich dabei um die bereits angesprochene Möglichkeit, die Auflösung des Bildschirms zu ändern. Das erfordert zwar einen Neustart, ist aber durchaus praktisch und bisher bei Tablets äußerst unüblich. Sehr sinnvoll ist auch das erweiterte Multitasking des Huawei Mediapad. Eigentlich bietet die Ansicht der laufenden Apps unter Honeycomb nicht die Möglichkeit, Anwendungen zu schließen. Huawei hat das in Form eines kleinen "X" für jede laufende App unkompliziert nachgerüstet - vorbildlich. Mit dem bereits angekündigten Update auf Android 4.0 Ice Cream Sandwich dürfte das "X" dann weichen, mit dem neuen Android lassen sich Apps einfach aus dem Display schieben.

Kamera und Akku durchschnittlich

Anwendungen lassen sich bequem schließen Anwendungen lassen sich bequem schließen
Bild: teltarif.de
Der Akku des Huawei Mediapad hat eine Kapazität von 4 100 mAh. Damit schafft das kleine Tablet Laufzeiten von fünf bis sieben Stunden aktiver Nutzung, das ist ein durchschnittlicher Wert im Vergleich mit der Konkurrenz. Je weniger WLAN, Bluetooth und UMTS genutzt werden, desto länger hält das Tablet durch. In etwa 2,5 Stunden ist der Akku wieder aufgeladen und bereit für neue Schandtaten. Im Standby sind Laufzeiten von drei bis vier Tagen problemlos möglich.

Wenig Begeisterung kann die Haupt-Kamera des Huawei Mediapad auslösen. Die hintere Linse macht Bilder mit einer Auflösung von fünf Megapixel, hat allerdings keine LED-Leuchte. Die Bilder werden schnell verwackelt und zeichnen sich auch nicht durch eine imposante Schärfe aus. Zudem ist die Linse auf der Rückseite leicht erhöht und kann deshalb schnell verkratzen. Videos können in HD mit 720p aufgezeichnet werden. Die Frontkamera für Video-Telefonie erreicht für ihre 1,3 Megapixel ein recht gutes Bild.

Fazit: Gutes Tablet für den Einsatz unterwegs

Die Einzelnoten im Tablet-Test:
  • Technische Ausstattung: 2
  • Material / Verarbeitung: 2
  • Bedienung / Handling: 2
  • Betriebssystem / Apps: 1,5
  • Einschätzung des Redakteurs: 1,5
  • Gesamtnote: 1,8
Alles in allem kann das Huawei Mediapad durchaus überzeugen. Der kompakte Formfaktor und das schöne und gleichzeitig robuste Material machen das Tablet interessant für die Nutzung unterwegs, zumal es auch über eine Mobilfunk-Schnittstelle und ein ordentliches Display verfügt. Mit der verstellbaren Auflösung und dem sinnvoll angepassten Multitasking wurde Android 3.2 Honeycomb gut ergänzt, ein Update auf die neue Version ist ebenfalls angekündigt. Unschön sind die schlechte Kamera und die leichten Ruckler. Der Preis von derzeit rund 360 Euro im Online-Handel ist im oberen Mittelfeld angesiedelt - und passt damit zur Leistung des Huawei Mediapad.

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