APK-Guide

Mate 30 Pro: WhatsApp & Co. ohne Play Store installieren

Dem Huawei Mate 30 Pro fehlen wich­tige (Google) Apps. Diese lassen sich auf verschie­denen Wegen nach­instal­lieren. Wir haben es mithilfe von APK-Dateien auspro­biert. Ob das geklappt hat, lesen Sie im nach­folgenden Bericht.

Es gibt einige Möglich­keiten, dem Huawei Mate 30 Pro Zugang zu wich­tigen Apps zu gewähren und Google-Dienste nach­zuin­stal­lieren. Wir haben uns ange­schaut, ob sich Apps wie WhatsApp, Face­book und Google Chrome auch mithilfe von APK-Dateien aus dem Internet instal­lieren lassen. APK steht für "Android Package Kit" - also eine Instal­lati­onsdatei für eine Android-App. Verfügt man über diese Datei, ist der Umweg über eine Schnitt­stelle wie der Google Play Store nicht mehr nötig. Klingt einfach und ideal für Geräte wie das Huawei Mate 30 Pro, das aufgrund von Handels­strei­tigkeiten mit den USA nicht über die nötigen Android-Lizenzen verfügt, um wich­tige Google Dienste, allen voran besagter Play Store, bereit­zustellen.

Ob der Trick mit APK halten kann, was er verspricht, lesen Sie im nach­folgenden Erfah­rungs­bericht.

Mate 30 Pro: Apps mit APK-Dateien instal­lieren

Wichtige Apps auf dem Huawei Mate 30 Pro dank APK Wichtige Apps auf dem Huawei Mate 30 Pro dank APK
Screenshot: teltarif.de
So viel vorweg: Wer auf die Idee kommt, nach dem APK für den Google Play Store zu suchen, wird zwar schnell fündig, aber genauso schnell wieder enttäuscht. Die Datei lässt sich zwar problemlos herun­terladen und anschlie­ßend auch instal­lieren, funk­tioniert hat die App im Rahmen unseres Tests jedoch nicht. Das App-Icon wurde ordnungs­gemäß ange­zeigt, ein Start war jedoch nicht möglich, weil der Play Store tiefer ins System inte­griert werden muss, als das mit der Instal­lation der APK möglich ist.

Grund­sätz­lich gilt: Wer APKs herun­terladen will, der sollte das aus seriösen Quellen wie bekannten Online-Portalen tun. Ein Beispiel dafür ist die Seite APKMirror. Schaut man sich auf anderen Portalen um, sollte man darauf achten, welcher Server als Quelle benutzt wird, um das Package zu down­loaden. Handelt es sich dabei um den Server des Portals selbst, ist das ein gutes Zeichen, das dem Gelingen des Vorgangs in die Hände spielt. Ist hingegen Googles PlayStore die Quelle, sieht es schlecht aus. Man kann sich zwar über einen Browser mit dem Google-Account einloggen und Einsicht in das Konto nehmen, Apps aus dem Store können aber nur auf ein Gerät instal­liert werden, das bereits mit dem Google-Konto "regis­triert" wurde. Dieser Schritt erfolgt in der Regel im Zuge des Einrich­tungs­prozesses des Android-Smart­phones. Im Falle des Huawei Mate 30 Pro ist das Proze­dere nicht erfolgt, weshalb über einen Browser auch keine Apps aus dem Play Store geladen werden können.

Huawei Mate 30 Pro

Wir haben verschie­dene APKs bekannter Programme auspro­biert. Die Vorge­hens­weise war dabei immer die gleiche: Gewünschte App mit dem Zusatz "APK" googlen und Ergeb­nisse gemäß seriöser Portale bezie­hungs­weise nach einem Direkt­down­load vom App-Betreiber selbst durch­forsten. Viele Apps gibt es nämlich direkt beim Anbieter. Meis­tens ist dort aber der Verweis auf den Google Play Store zu finden. Per Desktop-Browser oder eben über den Such­zusatz "APK" findet man dann aber auch meist das Package zum direkten Down­load.

Zunächst haben wir uns die Google-Chrome-APK besorgt. Klickt man auf Down­load, ploppt der Hinweis auf, den es zunächst zu bestä­tigen gilt. Nutzer sollten sich im Klaren darüber sein, dass Dateien dieses Typs, sprich vom Typ APK, Schäden auf dem Smart­phone anrichten können. Aus diesem Grund sollten wie erwähnt ausschließ­lich seriöse Quellen zum Down­load einer APK-Datei genutzt werden. Anschlie­ßend kann die Datei geöffnet und instal­liert werden. Herun­terge­ladene APK-Dateien können im Down­load-Manager von Huaweis Benut­zerober­fläche EMUI verwaltet werden. Im Download-Manager lassen sich die heruntergeladenen APKs verwalten Im Download-Manager lassen sich die heruntergeladenen APKs verwalten
Screenshot: teltarif.de
WhatsApp und Face­book konnten wir direkt über die Webseite des Anbie­ters herun­terladen. Googlet man "WhatsApp APK", verweist das zweite Ergebnis auf den Google-Play-Store mit einem verfüh­reri­schen "Instal­lieren"-Button. Das funk­tioniert jedoch aufgrund der Quelle nicht, über whatsapp.com war das jedoch kein Problem. Das Insta­gram APK haben wir über APKMirror geladen, was eben­falls problemlos funk­tionierte. Zum Test der Spotify-Musik-App entschieden wir uns für das APK der Lite-Vari­ante. Auch das klappte.

APKs sind keine Garantie

Grund­sätz­lich sollte man aller­dings nicht davon ausgehen, dass APKs einwand­frei funk­tionieren. Am Beispiel von Twitter war das Unter­fangen nach dem APK-Down­load nämlich nicht von Glück­selig­keit gesegnet. Die Datei ließ sich wie die anderen auch problemlos instal­lieren, auch das Twitter-App-Icon tauchte auf dem Start­bild­schirm auf. Beim Klick folgte jedoch mit folgendem Hinweis die Ernüch­terung: "Some­thing went wrong, but don't fret - let's give it another shot." Der entspre­chende Button "Try again" lieferte jedoch kein befrie­digendes Ergebnis. Es passierte schlicht nichts.

Die Frage nach den App-Updates ist auch nicht geklärt. Android-Apps erhalten norma­lerweise Aktua­lisie­rungen über den Google Play Store. Da dieses Verfahren in unserem Test­fall außer Frage stand, lässt sich nur hoffen, dass die über APKs instal­lierte Apps durch Inter­netan­bindung mit Aktua­lisie­rungen versorgt werden, ähnlich wie es beispiels­weise bei Desktop-Vari­anten von Apps der Fall ist. Davon ausgehen sollte man aber nicht. Neue App-Versionen könnten unter Umständen den Down­load einer neuen APK-Datei erfor­derlich machen, sofern diese zur Verfü­gung gestellt wird.

Wir haben außerdem die Huawei Phone Clone App auspro­biert. Ob die Anwen­dung Google-Dienste liefert, erfahren Sie in einer weiteren News, Details zum Huawei Mate 30 Pro lesen in einem ausführ­lichen Test­bericht.

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