Abgespeckt?

Huawei Mate 10 Lite: Smartphone mit zwei Dual-Kameras

Das Mate 10 Lite ist keinesfalls ein abgespecktes Smartphone. Zu gut fällt die Speicher- und Kamera-Ausstattung aus. Immerhin bringt der Neuling zwei Dual-Kameras mit.
Aus München berichtet Rita Deutschbein
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Neben dem Mate 10 Pro hat Huawei für Deutschland ein weiteres Smartphone präsentiert. Das Mate 10 Lite bietet viele Features, die auch das Top-Modell mitbringt, ist in der Prozessor- und Speicher-Ausstattung allerdings etwas schwächer gerüstet. So kommt im Mate 10 Lite statt des neuen Kirin 970 der Mittelklasse-Chip Kirin 659 zum Einsatz. Der Octa-Core-Prozessor setzt sich aus vier Kernen mit bis zu 2,36 GHz und vier weiteren mit bis zu 1,7 GHz zusammen. Die Integration der künstlichen Intelligenz - ein prominentes Merkmal des Mate 10 und Mate 10 Pro - fehlt dem Lite-Modell aufgrund des anderen Prozessors.

Huawei Mate 10 Lite
Die Speicher-Ausstattung fällt für ein Lite-Modell ordentlich aus. Es gibt 4 GB RAM und immerhin 64 GB internen Speicher. Zudem hat Huawei das Mate 10 Lite mit einem 3340-mAh-Akku ausgestattet, der für 20 Stunden Gesprächszeit sorgen soll. Ab Werk läuft Android 7.0 Nougat inklusive Emui 5.1. Warum der Hersteller nicht auch dem Lite die neue Version Android Oreo spendiert hat, wirft Fragen auf.
Huawei Mate 10 Lite ist offiziell
Huawei Mate 10 Lite ist offiziell

Mate 10 Lite mit guter Kamera-Ausstattung

Dafür müssen Nutzer auf drei Besonderheiten nicht verzichten: Das 18:9-Display, Dual-SIM sowie eine Dual-Kamera auf der Vorder- und Rückseite. Das IPS-Display hat eine Diagonale von 5,9 Zoll und ist damit ähnlich groß wie das des Mate 10 Pro mit 5,99 Zoll. Auch das 18:9-Format hat Huawei beibehalten, sodass der Screen nahezu die gesamte Frontfläche des Gerätes einnimmt. Die Auflösung beträgt 1080 mal 2160 Pixel. Aufgrund des Full-View-Display befindet sich auch beim Mate 10 Lite der Fingerab­drucksensor auf der Rückseite.

Ebenfalls auf der Rückseite ist eine der Dual-Kameras untergebracht. Die Hauptkamera bietet einen Sensor mit 16 Megapixel sowie einen Sensor mit 2 Megapixel. Somit ist der Zweitsensor vor allem für die Tiefen­informationen in den Bildern gedacht. Begleitet wird die rückseitige Kamera von einem Temperatur-LED-Blitz und es gibt einen Autofokus sowie HDR. Interessant ist vor allem aber die Frontkamera, die ebenfalls zwei Sensoren besitzt: Einen mit 13 Megapixel und ebenfalls einen mit 2 Megapixel. Auch die Frontkamera wird von einem eigenen Blitz begleitet, was nicht häufig zu finden ist. Beide Kameras bieten einen Bokeh-Effekt, bei dem sich der Hintergrund durch das Verstellen der Blenden­öffnung unscharf darstellen lassen kann.

Anders als das Pro-Modell der Familie bietet das Huawei Mate 10 Pro dank microSD-Slot die optionale Speicher­erweiterung um bis zu 128 GB. Alternativ lässt sich der Slot für eine weitere SIM-Karte verwenden, wodurch das Smartphone zum Dual-SIM-Gerät wird. Gefunkt wird über WLAN b/g/n oder LTE. Bluetooth 4.2 wird unterstützt, NFC allerdings nicht. Das Lite-Smartphone ist wie seine Brüder nahezu vollständig aus Glas gefertigt und in den Farben Prestige Gold, Graphite Black und Aurora Blue erhältlich. Ab November soll es in Deutschland zum Preis von 399 Euro erhältlich sein.

Lesen Sie mehr Informationen zum High-End-Modell der Reihe in unserem Hands-On-Test des Mate 10 Pro.

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