Handy-Kooperation

Gerücht: Huawei und Leica beenden ihre Zusammenarbeit

Mit Leica begann für Huawei die Reise in den Smart­phone-Kamera-Olymp. Geht diese nach dem P50 zu Ende? Ein Bran­chen­insider will diese Entwick­lung erfahren haben.

Endet die lang­jäh­rige Part­ner­schaft zwischen Huawei und Kamera-Spezia­list Leica bald? Dieses Gerücht macht derzeit die Runde und es würde auch zu diversen Markt­ent­wick­lungen passen. Angeb­lich sei die Serie Huawei P50 das letzte Produkt der Koope­ration. Leica sieht sich indes nach anderen Geschäfts­part­nern im Smart­phone-Sektor um und gab bereits eine neue Zusam­men­arbeit bekannt. Mit dem Sharp Aquos R6 erscheint ein Handy mit Leica-Fein­schliff und riesiger Single-Kamera. Außerdem könnte es Koope­rationen mit Xiaomi und Honor geben.

Huawei und Leica: War es das mit dem Dream-Team?

Huawei und Leica könnten bald getrennte Wege gehen Huawei und Leica könnten bald getrennte Wege gehen
Leica
Dass Huawei in Europa aufgrund der fehlenden Google-Apps kaum noch Chancen hat, ist vor allem hinsicht­lich der nach wie vor beein­dru­ckenden Hard­ware schade. So führt Kamera-Experte DxOMark etwa das Setup von Mate 40 Pro+ und Mate 40 Pro nach jenem des Xiaomi Mi 11 Ultra auf dem zweiten respek­tive dritten Platz der Besten­liste. Unter anderem dürfte die Zusam­men­arbeit mit Leica für die hervor­ragende Kamera-Leis­tung verant­wort­lich sein. Mit dem Huawei P9 kam vor fast genau fünf Jahren das erste Huawei-Produkt mit Leica-Bran­ding auf den Markt. Wird das P50 das letzte sein?

Auf Twitter meldete sich @RODENT950 zu Wort, ein Bran­chen­kenner mit recht hoher Tref­fer­quote. Ihm zufolge endet die Koope­ration von Huawei mit Leica nach der P50-Reihe. Am Wochen­ende wies er darauf hin, dass der deut­sche Foto­grafie-Profi nach neuen Part­nern sucht. Fündig wurde Leica zuerst in Japan. Sharp profi­tiert vom Know-how des deut­schen Unter­neh­mens. Die Akquise Leicas neuer Geschäfts­partner und der wirt­schaft­lich strau­chelnde Smart­phone-Zweig Huaweis sind ernst­zuneh­mende Hinweise auf ein Ende der bishe­rigen Koope­ration.

Ist ein riesiges Objektiv besser als eine Kamera-Flut?

Kamera-Zyklop: Aquos R6 Kamera-Zyklop: Aquos R6
Sharp
Heutige Smart­phones jonglieren mit bis zu fünf Knipsen an ihrer Rück­seite. Mehrere Kameras sind oftmals sinn­voll, da sie verschie­dene Brenn­weiten vom Ultra­weit­winkel bis zum hohen Tele­bereich abde­cken. Sharp versucht aber einen anderen Ansatz und verbaut nur ein Objektiv, das aller­dings von der reinen Bild­qua­lität her das Zeug hat, beson­ders tolle Aufnahmen zu liefern. Es findet ein riesiger 1-Zoll-Sensor mit 20 Mega­pixeln Verwen­dung. Das sieben Elemente starke Linsen­system weist eine Blende von f/1.9 auf. Die Brenn­weite beträgt 19 mm (Klein­bild-Äqui­valent). Somit wird ein breites Blick­feld abge­deckt.

Neben dem gewal­tigen Objektiv gibt es einen ToF-Sensor und einen LED-Blitz. Schade: Sharp und Leica spen­dieren dem Aquos R6 ledig­lich einen elek­tro­nischen Bild­sta­bili­sator. Beim Display gibt es ein weiteres Novum, denn dieses besitzt eine Bild­wie­der­hol­fre­quenz von 240 Hz. Ob und wann das mit Snap­dragon 888 befeu­erte High-End-Smart­phone außer­halb Japans erscheint, ist noch nicht bekannt. Während Sharp mit Leica zusam­men­arbeitet, könnte Samsung mit Olympus lieb­äugeln.

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