40-Tage-Test

40-Tage-Test: 100-Euro-Smartphone Huawei Ideos X3 in der Praxis

Gerät punktet durch aktuelles Android sowie Sprachqualität und Handling
Von Rita Deutschbein
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40-Tage-Test: 100-Euro-Smartphone Huawei Ideos X3 in der PraxisTastatur auf 3,2-Zoll-Display Bei der Datenübertragung und der Telefonie weiß das Ideos X3 zu überzeugen - die Sprachqualität ist beidseitig gut. Auch hatten wir mit dem Gerät in der eigenen Wohnung einen weitaus besseren Empfang als mit dem bisher verwendeten Handy.

Huawei IDEOS X3 (U8510)

Alternativ zu UMTS oder GPRS/EDGE kann der Internet-Zugang via WLAN realisiert werden. WLAN-Netze erkennt das Android-Smartphone zuverlässig und die aufgebaute Verbindung ist stabil. Wir gehen jedoch meist über die Datenverbindung ins Internet. Das WLAN-Modul ist deaktiviert und wird nur für größere Downloads in Betrieb genommen. Das zeigt sich auch im Akku-Verbrauch: Etwa 2 bis 3 Tage kommt das Huawei Ideos X3 trotz des recht knappen 1200-mAh-Akkus ohne Steckdose aus. Bei ausgeschaltetem UMTS schafft es etwa einen Tag länger. Unsere Telefoniedauer beträgt dabei insgesamt etwa eine Stunde am Tag. Um das Smartphone wieder voll aufzuladen, hängt das Gerät durchschnittlich 2 bis 3 Stunden an der Strippe.

Kaum Vertipper trotz kleinem Display

Das Ideos X3 von Huawei verfügt über einen 3,2 Zoll großen kapazitiven Touchscreen, der lediglich 320 mal 480 Pixel auflöst. Hohe grafische Anforderungen dürfen an das Display nicht gestellt werden. Für die Betrachtung von YouTube-Clips, wie sie beispielsweise bei teltarif.de eingebunden sind, leitet das Ideos X3 automatisch auf die YouTube-App um und gibt sie ohne Probleme wieder. Beim Huawei Ideos X3 gilt es aber zu beachten, dass das Gerät aufgrund des veralteten Prozessors kein Adobe Flash unterstützt und es somit bei Flash-basierten Webseiten zu Darstellungsproblemen kommen kann.

Games wie Angry Bird und Dragon Fly lassen sich problemlos spielen. Weder der schwache Prozessor noch die geringe Auflösung stören das Spielvergnügen. Positiv: Eine automatische Funktion reguliert die Display-Helligkeit je nach Umgebungslicht. Bei Sonnenlicht ist die Darstellung des Displays aktzeptabel.

Nach erster Eingewöhnungsphase konnten wir uns schnell an das Handling des Gerätes gewöhnen. Das versehentliche Anklicken falscher Apps oder Symbole beschränkt sich auf ein Minimum. Auch die Tastatur lässt sich nach kurzer Übung relativ zuverlässig bedienen. Hilfreich kann gerade zu Beginn der Inbetriebnahme die Aktivierung des haptischen Feedbacks sein, das jedes Anklicken mit einem kurzen Vibrieren bestätigt.

Fazit: Sehr gutes Einsteiger-Smartphone zum günstigen Preis

40-Tage-Test: 100-Euro-Smartphone Huawei Ideos X3 in der PraxisLeicht gummierte Rückseite mit Kamera Nach gut einem Monat Betriebsdauer konnte uns das Huawei Ideos X3 überzeugen. Die Huawei-Oberfläche ist selbsterklärend und einfach zu bedienen, das Gerät selbst überzeugt durch seine kompakten Maße, sein leichtes Gewicht von nur 105 Gramm und seine solide Bauart. Selbst ohne Hülle und einem regelmäßigen Transport in der Hosentasche sind an dem Ideos X3 keine Gebrauchsspuren oder abgelagerter Staub zu sehen.

Die Bedienung erfolgt intuitiv und nach kurzer Eingewöhnung recht sicher. Programme werden flüssig ausgeführt und auch die Datenübertragung und Sprachqualität ist solide. Die Leistung des Akkus kann als gut eingestuft werden. Der etwas langsame Prozessor kann allerdings zu kurzen Verzögerungen beim Öffnen von Apps führen und das kleine Display bietet nicht viel Platz. Wer mehr Leistung und ein besseres Display wünscht, sollte sich höherwertige Android-Geräte ansehen, für die jedoch auch etwas tiefer in die Tasche gegriffen werden muss.

Für einen absoluten Smartphone-Neuling ist das Ideos X3 eine gute Wahl. Es ist günstig in der Anschaffung und bietet das aktuelle Android Gingerbread. Ähnliche ausgestattete Geräte kosten oftmals einiges mehr oder bieten in der selben Preisklasse lediglich ein proprietäres Betriebssystem. Das Huawei Ideos X3 lässt sich somit also guten Gewissens weiterempfehlen. Alternativen mit dem Android-Betriebssystem wären beispielsweise das LG Optimus Me P350 und das Samsung Galaxy 550 für jeweils rund 100 Euro. Beide kommen jedoch mit einer älteren Android-Version und einer noch geringeren Auflösung.

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