Geschäftsbericht

Unbeeindruckt: Huawei wächst trotz Handelskrieg zweistellig

Huawei hat heute seinen Geschäfts­bericht für das vergan­gene Jahr veröf­fent­licht. Trotz Handels­krieg mit den USA kann sich der chine­sische Smart­phone-Hersteller und Netz­werk­ausrüster nicht beklagen.

Weiß, wie man neue Produkte präsentiert: Richard Yu, CEO of Huawei Technologies Consumer Business Group Weiß, wie man neue Produkte präsentiert: Richard Yu, CEO of Huawei Technologies Consumer Business Group
(c) dpa
Der umstrit­tene chine­sische High­tech-Gigant Huawei hat im vergan­genen Jahr unge­achtet der US-Handels­sank­tionen seinen Umsatz stei­gern können. Das teilte das Unter­nehmen heute in Shenzen mit.

Der welt­weite Jahres­umsatz habe 858,8 Milli­arden Chine­sische Yuan (110,5 Milli­arden Euro) betragen, 19,1 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Netto­gewinn liege bei 62,7 Milli­arden Yuan (8,1 Milli­arden Euro), das sind 5,6 Prozent mehr als im Jahr 2018.

USA: Huawei steht nach wie vor auf schwarzer Liste

Weiß, wie man neue Produkte präsentiert: Richard Yu, CEO of Huawei Technologies Consumer Business Group Weiß, wie man neue Produkte präsentiert: Richard Yu, CEO of Huawei Technologies Consumer Business Group
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Der größte Netz­werk­ausrüster und zweit­größte Smart­phone-Hersteller der Welt steht im Zentrum des Handels­konfliktes zwischen den USA und China. Die Regie­rung von US-Präsi­dent Donald Trump wirft Huawei vor, west­liche Länder auszu­spio­nieren und unan­gemessen mit dem chine­sischen Staat zusam­menzu­arbeiten.

Vor diesem Hinter­grund versucht die US-Regie­rung, die Chinesen aus dem Geschäft mit Infra­struktur für das Mobil­funk­netz der fünften Mobil­funk­genera­tion (5G) heraus­zudrängen. Außerdem darf Huawei seine neuesten Smart­phone­modelle nicht mehr mit Diensten und Apps von Google auslie­fern, weil der Konzern in den USA auf einer schwarzen Liste steht und als Gefahr für die natio­nale Sicher­heit einge­stuft wird.

Huawei: 2019 war ein außer­gewöhn­liches Jahr

"2019 war ein außer­gewöhn­liches Jahr für Huawei", sagte Huawei-Chef Eric Xu. "Trotz des enormen Drucks von außen hat unser Team mit einem einzig­artigen Fokus auf die Wert­schöp­fung für unsere Kunden weiter­gemacht", betonte er. "Unser Geschäft bleibt solide."

Trotz der 5G-Boykott­aufrufe sieht sich Huawei im Carrier-Geschäft "führend im kommer­ziellen Rollout von 5G-Netzen". 5G-Lösungen von Huawei würden inzwi­schen in über 50 Ländern und Regionen einge­setzt und versorgten mehr als 40 Millionen Menschen, die in abge­legenen Gebieten leben, mit mobilem Internet.

Der Carrier-Geschäfts­bereich verschaffte dem Konzern allein einen Umsatz in Höhe von 296,7 Milli­arden Yuan (38,2 Milli­arden Euro), ein Zuwachs von 3,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Auch beim Geschäft mit Endver­brau­chern vermel­dete Huawei mit 240 Millionen ausge­lieferten Smart­phones 2019 "weiterhin ein robustes Wachstum", nämlich ein Plus von 17 Prozent.

Vergan­gene Woche hatte Huawei die neue P40-Serie vorge­stellt. Details dazu lesen Sie in einer weiteren News.

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