100-Euro-Smartphone

Huawei Ascend Y200: 100-Euro-Smartphone im Test

Verkauf bei Lidl ab Montag, später bei Fonic
Von Steffen Herget

Beim Betriebssystem setzt Huawei auf die bewährte und - unter den Android-Versionen - derzeit mit über 60 Prozent am weitesten verbreitete Version 2.3 Gingerbread. Ein Update auf die aktuellste Version 4.0 Ice Cream Sandwich wird es nicht geben, wie der Hersteller im Gespräch mit teltarif.de zu Protokoll gab. Der Grund dafür liegt in dem Arbeitsspeicher des Huawei Ascend Y200, der nur 256 MB beträgt. Google schreibt hier mindestens die doppelte Menge vor, während die Prozessorgeschwindigkeit von 800 MHz kein Problem wäre. Mehr Arbeits- und interner Speicher wäre allerdings deutlich teurer gewesen, so dass sich Huawei hier entscheiden musste.

Huawei Ascend Y200

Google Play Store auf dem Huawei Ascend Y200 Google Play Store auf dem Huawei Ascend Y200
Bild: teltarif.de
Gingerbread ist allerdings für die meisten Hürden, die sich einem Smartphone der Einsteiger-Klasse in den Weg stellen, absolut ausreichend. So ist es unter anderem möglich, das Huawei Ascend Y200 als mobilen Hotspot zu verwenden. Das System läuft insgesamt stabil und auch ausreichend flott. Hier und da gibt es zwar kleine Ruckler oder kurze Bedenkzeiten beim Starten einer App, das war allerdings bei der Hardware-Plattform nicht anders zu erwarten. Huawei had dem Ascend Y200 eine eigene Oberfläche spendiert, die bereits im Mittelklasse-Modell Huawei Honour zum Einsatz kam. Diese besticht durch schicke Animationen beim Wechsel zwischen den einzelnen Homescreens, einem schönen Wetter-Widget und einem praktischen Lock-Screen, der den Schnellstart von Kamera, SMS oder Telefonfunktion ermöglicht. Wer hier lieber eine alternative Oberfläche einsetzen möchte, findet im Google Play Store zahlreiche Alternativen. Ein langer Druck auf den Home-Button führt zu den zuletzt genutzten Anwendungen.

Akku-Laufzeit gleichbleibend

Geöffnetes Handy mit Akku und Oberschale Geöffnetes Handy mit Akku und Oberschale
Bild: teltarif.de
Der Akku wurde beim neuen 100-Euro-Smartphone in der Kapazität gesteigert, nun schlummern 1 400 mAh statt 1 200 mAh in dem Energie-Spender. Noch ist es zu früh für einen echten Test der Laufzeit, schließlich haben wir das Ascend Y200 erst seit zwei Tagen in den Händen und überdurchschnittlich viel damit gearbeitet. Außerdem steckt in dem Vorserien-Modell nur ein Akku mit 1 250 mAh. Einmal musste es in dieser Zeit an die Steckdose. Huawei selbst verspricht mit 300 Stunden Standby oder vier Stunden Gesprächszeit identische Werte, wie sie bereits das Ideos X3 mitgebracht hatte.

Das Display ist deutlich größer und besser geworden Das Display ist deutlich größer und besser geworden
Bild: teltarif.de
Die Kamera auf der Rückseite des Huawei Ascend Y200 hat eine maximale Auflösung von 3,2 Megapixel und verfügt nicht über eine LED-Fotoleuchte. Die Ergebnisse lassen etwas zu wünschen übrig, Bilder werden schnell verwaschen, sobald gezoomt wird oder das Licht nachlässt, ist teils deutliches Bildrauschen festzustellen. HD-Videos kann das Huawei Ascend Y200 ebenfalls nicht bieten, eine zweite Kamera für Videotelefonie hat Huawei dem neuen Einsteiger-Smartphone ebenfalls nicht spendiert. Hier wird dann doch deutlich, dass an manchen Stellen der Rotstift angesetzt werden muss, um einen Preis von 100 Euro zu ermöglichen.

Fazit: Preis/Leistungs-Verhältnis top

Die Einzelnoten im Handy-Test:
  • Technische Ausstattung: 2
  • Bedienung, Handling, Software: 2,5
  • Hardware, Verarbeitung, Material: 1,5
  • Basis-Feature des Handys: 2
  • Einschätzung des Redakteurs: 2,5
  • Gesamtnote: 2,1
Mit dem Ascend Y200 ist Huawei erneut ein ordentliches Einsteiger-Smartphone gelungen, das ein sehr gutes Preis/Leistungs-Verhältnis mitbringt. Für 100 Euro bekommen die Käufer ein solides Android-Handy, das mit seinem hochwertigen IPS-Display ein nettes Bonbon mitbringt, das in dieser Preisklasse sonst nicht zu finden ist. Sicher ist das Ascend Y200 kein High-End-Gerät, Videos in HD oder schicke, grafisch anspruchsvolle Spiele bleiben hier außen vor. Auch hakelt der Touchscreen ab und an, und die Kamera ist nicht die allerbeste. Das Gesamtpaket ist für den Einstieg in die schöne neue Smartphone-Welt aber durchaus gut geeignet und damit ein gelungener Nachfolger zum Ideos X3.
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