Unter der Lupe

Huawei Ascend P7 im Test: Germany's next Topmodel unter den Smartphones

Optisch ein echter Hingucker ist das Huawei Ascend P7. Aber auch bei der Ausstattung haben die Chinesen angezogen. Ein Highlight ist beispielsweise die 8-Megapixel-Frontkamera. Diese sowie die restlichen Features haben wir uns im Handy-Test des Ascend P7 näher angesehen.
Von Rita Deutschbein

Huawei hat sein neues Flagg­schiff mit einem Prozessor aus eigenem Haus ausgestattet - dem Kirin 910T von HiSilicon. Die vier Kerne der CPU können mit maximal 1,8 GHz getaktet werden und greifen auf einen 2 GB großen Arbeits­speicher zurück. Für die Grafik soll eine Mali 450 sorgen. In der Leistung kommt der Kirin 910T allerdings nicht an die Prozessoren des Galaxy S5, HTC One (M8) oder Sony Xperia Z2 heran. Das Huawei Ascend P7 kann es in diesem Aspekt somit nicht mit den Oberklasse-Smartphones seiner wohl schärfsten Konkurrenten aufnehmen.

Huawei Ascend P7 im Test: Germany's next Topmodel unter den Smartphones Rückseite ist nahezu vollständig aus Glas
Bild: teltarif.de / Rita Deutschbein
Trotz dieser unbestreitbaren Tatsache bedeutet dies jedoch nicht, dass das Ascend P7 im Betrieb zu langsam ist. Sowohl beim Scrollen durch die Homescreens, beim Öffnen von Apps als auch beim Surfen im Internet konnten wir weder lange Warte­zeiten noch einen ruckeligen Aufbau von Darstellungen feststellen. Auch das Spiel "Asphalt 8: Airborne" ließ sich flüssig spielen.

Unser Eindruck spiegelt sich gut in den Werten der Benchmark-Tests wieder: Im AnTuTu-Test erreichte das Ascend P7 einen Score von 25 177 und liegt damit leistungstechnisch genau zwischen dem Galaxy S4 und dem Galaxy S5. Im Grafik-Test 3DMark fielen die Gesamtpunkte jedoch recht niedrig aus. Gerade einmal 7 386 Punkte waren es nach Abschluss des Unlimited-Tests. Zum Vergleich: Das Galaxy S5 schaffte 18 492 Punkte und auch das ältere HTC One (M7) kam auf einen Score von knapp 10 000. Immerhin bewegte sich die Bildfrequenz im Unlimited-Test bei über 42 FPS (Frames pro Sekunde) und im Extreme-Test bei knapp 35 FPS und somit immer über der wichtigen Marke von 24 FPS, ab der das menschliche Auge Bewegungen als flüssig wahrnimmt.

Internetverbindung nun auch via LTE

Huawei Ascend P7 im Test: Germany's next Topmodel unter den Smartphones Öffner für Karten-Einschübe kann nun nicht mehr am Smartphone verstaut werden
Bild: teltarif.de / Rita Deutschbein
Bei einem Smartphone sind zwei Fragen von besonderer Bedeutung: Wie schlägt es sich beim Surfen im Netz und wie gut lässt sich mit dem Gerät telefonieren? Sehr gut, ist die Antwort, die auf beide Fragen zutrifft. Huawei hat die Kritik gehört, die es beim Ascend P6 aufgrund des fehlenden LTE-Supports gab, und das Ascend P7 mit dem schnellen Daten­übertragungs­standard ausgestattet (LTE-Hexa-Band). Nutzer können somit via LTE mit maximal 150 MBit/s im Internet surfen. Bei HSPA wird eine maximale Geschwindigkeit von 42 MBit/s im Downstream erreicht.

In unserem Test wechselte das Smartphone zuverlässig in das zur Verfügung stehende Netz und hielt die Verbindung stabil. An der guten Verbindung sind wohl auch die im Inneren verbauten zwei Antennen beteiligt, die laut Huawei für einen bis zu 50 Prozent besseren Empfang sorgen sollen. Alternativ zum Mobilfunk unterstützt das Ascend P7 auch WLAN b/g/n sowie NFC und Bluetooth 4.0 zur drahtlosen Datenübertragung.

Huawei Ascend P7 im Test: Germany's next Topmodel unter den Smartphones Verschiedene Informationen lassen sich auf dem Sperrbildschirm darstellen
Bild: teltarif.de / Rita Deutschbein
Das Telefonieren mit dem Huawei-Smartphone funktioniert sehr gut. Der Gesprächs­partner ist klar und deutlich zu verstehen, Stimmen wirken natürlich und störende Hintergrund­geräusche filtert das Gerät zuverlässig heraus. Um Telefonate anzunehmen, kann der Nutzer entweder auf den Hörer-Button auf dem Display drücken oder in den Einstellungen unter dem Menüpunkt "Bewegungs­steuerung" die Option "Anheben" aktivieren. Mit dieser lassen sich Gespräche annehmen, indem das Smartphone ans Ohr geführt wird.

Leider müssen wir in Europa auf die angekündigte Dual-SIM-Funktion verzichten. Der microSD-Steckplatz für die Speicherkarte lässt sich in vielen asiatischen Modellen über einen etwas anders gestalteten Einschub in eine zweite SIM-Karten-Schnitt­stelle verwandeln, die das Ascend P7 so zum Dual-SIM-Handy werden lässt. Hierzulande gibt es diese Möglichkeit nicht, da viele Mobilfunk-Anbieter Dual-SIM-Geräte nur ungerne vertreiben.

Auf der nächsten Seite verraten wir, was hinter Groufies steckt und gehen auf die Kamera näher ein. Außerdem lesen Sie dort unser Testfazit.

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