32 GBit/s erreicht

Huawei absolviert erfolgreich 5G-Test

Bis 2020 soll der LTE-Nachfolger 5G kommerziell an den Start gehen und Huawei ist einer der großen Netzwerkausrüster, die an der Technologie forschen. In einer zweiten Testphase hat der Konzern nun einen neuen Rekord aufgestellt.
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5G HuaweiHuawei hat erstmals erfolgreich 5G-Kerntechnologien zusammengeschaltet Mindestens 100 MBit/s, im Idealfall bis zu 10 GBit/s und eine sehr niedrige Latenz sind die wichtigsten Eckdaten, die mit 5G im Mobilfunk erreicht werden sollen. Noch wird es bis 2020 dauern, bis die ersten Netze für Endkunden ihren Betrieb aufnehmen. Doch bis dahin sind die beteiligten Unternehmen noch fleißig am Forschen und Entwickeln der Netztechnologie.

So wie Huawei, die als erster Netzwerk­ausrüster die zweite Phase des 5G-Testlaufs abgeschlossen haben. Im Rahmen der PT Expo China 2017 in Beijing demonstrierte der chinesische Konzern gleich mehrere zusammen­geschaltete Technologien, um die Leistungs­fähigkeit von 5G vorzuführen. Dabei wurde die wahnwitzige Geschwindigkeit von etwa 32 GBit/s erreicht - mit Mobilfunk-Hardware wohlgemerkt.

Huawei will damit vor allem eines demonstrieren: Man ist bereit für die nächste Generation des Mobilfunks. Nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch.

Neue Technologien im Zusammenspiel

Um den jüngsten Wert zu erreichen, hat sich Huawei gleich mehrerer neuer 5G-Schlüssel­technologien bedient, die in dieser Form das erste Mal zusammen­geschaltet wurden. Hierbei handelt es sich um f-OFDM (Flash Orthogonal Frequency Division Multiplexing), Polar Code, Massive MIMO und SCMA (Sparse Code Multiple Access). Während f-OFDM flexibel die Bandbreite von Sub-Carriern anpasst, ist SCMA im Idealfall für eine Verdreifachung der Verbindungen und des Daten­durchsatzes zuständig. Polar Code wiederum ist für die Kanal-Codierung zuständig und Massive MIMO dient einfach nur dazu, die Kapazitäten einzelner Zellen drastisch zu erhöhen.

Bei dem Testszenario selbst nutzte Huawei 200 MHz Band­breite im C-Netz, womit die angesprochenen 32 GBit/s erreicht wurden. Damit hat Huawei nicht nur die standardisierten 5G-Vorgaben der ITU übertroffen, sondern auch das erste Ende-zu-Ende (E2E) isolierte Teil­netzwerk betrieben. Teil­netzwerke ermöglichen es, sehr große Band­breiten, hohe Zuverlässigkeit, niedrige Latenzen und massive Verbindungen für den Real­einsatz zu ermöglichen.

Als Anwendungsbeispiel zeigte Huawei mehr als 100 gleichzeitige Video­streams von 4K-Videos und das mit Endgeräten, die ständig im Huairou-Distrikt von Beijing in Bewegung waren. Während des Tests wurde eine durch­schnittliche Latenz von 0,3 Millisekunden gemessen, mit einer Zuverlässigkeit von rechnerischen 99,999 Prozent.

Wang Zhiqin, Deputy Director der China Academy of Information and Communications Technology (CAICT) und IMT-2020 (5G) Promotion Group, sagte: "Diese Tests tragen dazu bei, das Vertrauen in die Entwicklung von Innovationen in der 5G-Technologie zu fördern und gleichzeitig die Bildung von einheitlichen 5G-Standards zu beschleunigen." Kurzum, Huawei hat einen großen Beitrag zu einem Industrie­weiten Standard für 5G-Kern­technologien und deren Zusammen­spiel geleistet.

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