Android-Handy

Das Android-Handy HTC Wildfire im kurzen Test

Günstiges Touchscreen-Smartphone zum Telefonieren und mobilen Netzwerken
Von Ulf Schneider / Susanne Kirchhoff

Offiziell sollte das HTC Wildfire 279 Euro ohne Vertrag kosten, derzeit ist es schon ab etwa 216 Euro erhältlich - fast ein Schnäppchenpreis für ein waschechtes HTC-Smartphone mit Android-Betriebssystem. Und das Beste: Man sieht das diesem Gerät im HTC-typischen Touchscreen-Look gar nicht an. Im Gegenteil: Durch den Metallrahmen rund um das Display und Teile der Rückseite im Bronzeton ist das HTC Wildfire ein schickes Handy. Die Eleganz verdankt das angenehm handliche Smartphone auch der aufgeräumten Frontseite, auf der sich keine physische Taste befindet. Sensorenfelder übernehmen diesen Job, denn die sind offensichtlich angesagt bei HTC. Die Kehrseite der Medaille: Durch dieses Designkonzept sind aktuelle HTC-Modelle ziemlich leicht verwechselbar. HTC Friend Stream HTC Friend Stream
Foto: HTC

Nur bei genauerem Hinsehen erkennt man leichte Sparmaßnahmen am HTC Wildfire, denn vor allem um den Akku-Deckel herum sind leichte Spaltmaße zu erkennen – nicht dramatisch, aber als Schlupflöcher für Staub ausreichend. Beim Touchscreen muss der Nutzer des HTC Wildfire dagegen trotz der 8-Zentimeter-Diagonale und QVGA-Auflösung deutliche Abstriche in Kauf nehmen. Im direkten Vergleich zu teureren HTC-Smartphones ist die Darstellung auf dem Display des Wildfire doch recht blass und leicht pixelig – die Ansprüche an gute Handy-Bildschirme sind inzwischen höher als das hier Gebotene.

Die Finessen am Android-Smartphone HTC Wildfire

HTC Wildfire

Neben dem Telefonieren und Versenden von Nachrichten eignet sich das 116 Gramm schwere Smartphone mit Android 2.1 und Sense-Benutzeroberfläche vor allem fürs mobile soziale Netzwerken. Dank Friendstream-Applikation managt der Nutzer auf Wunsch parallel mehrere Social-Media-Konten, etwa von Facebook, Twitter und Flickr. Kontakte von Facebook-Einträgen werden automatisch in das Adressbuch des Handys übernommen, inklusive des auf dem Web-Portal hinterlegten Fotos der jeweiligen Person. Auch bei Anrufen werden die sozialen Netzwerke mit einbezogen: Durch eine umfangreiche Anrufer-ID erfährt der Handy-Nutzer gleichzeitig mitunter das Geburtstagsdatum und auch das letzte Facebook-Update des Freundes oder Bekannten. Kleiner Gag am Rande: Mit App-Sharing kann man Anwendungen vom Android Market auf Wunsch schnell mit anderen teilen.

Aber auch sonst müssen Nutzer des HTC Wildfire trotz der Niedrigpreisklasse auf nichts Wesentliches verzichten. Für den mobilen Datentransfer sind WLAN, EDGE, UMTS und HSDPA vorhanden, einzig HSUPA fehlt. Gespart wurde zudem beim Speicherplatz, denn der 512 MB große interne Speicher ist weitgehend vom Handy-Betriebssystem belegt, so dass nur etwa 151  MB zur freien Verfügung stehen. Heutzutage ist das für Smartphone-Verhältnisse ziemlich mau. Wer mehr will, muss somit in eine microSD-Speicherkarte investieren. HTC Wildfire: Home-Screen HTC Wildfire: Home-Screen
Foto: HTC

Für den Freizeit-Spaß sorgt eine gut ausgestattete und qualitativ ordentliche 5-Megapixel-Kamera mit Autofokus und LED-Licht. Aufgrund des geringen internen Speichers wird für das Archivieren der Fotos jedoch in jedem Fall eine wechselbare Speicherkarte benötigt. Das Festlegen des Standard-Speichers zur Ablage von Fotos oder anderen Dateien ist ziemlich kompliziert.

Auch die Nutzung von Navigations-Diensten ist dank eines digitalen Kompasses und eines GPS-Empfängers mit dem HTC Wildfire möglich. Routenplaner-Software ist allerdings nicht auf dem Android-Smartphone installiert.

Lesen Sie auf der zweiten Seite unseres Testberichts, wie sich das HTC Wildfire in Sachen Bedienung und Akku-Leistung schlägt.

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