Getestet

HTC U12+ im Test: Ein rutschiges Vergnügen

Mit dem U12+ ist HTCs neuestes Top-Smartphone erschienen und das taiwanesische Unternehmen bläst damit mit zum Angriff auf die große Konkurrenz. Ob das Smartphone tatsächlich Chancen auf einen Treppenplatz hat, haben wir getestet.
AAA
Teilen

HTCs neuestes Flaggschiff ist da und somit der Versuch, die Konkurrenz hinter sich zu lassen. Und tatsächlich, in einem ersten Hands-On konnte das U12+ vor allem mit seiner Kamera beeindrucken. Auch sonst hinterließ das neue High-End-Gerät einen guten ersten Eindruck. Ob sich der erste Eindruck aber auch zu einem langfristig guten ausbauen lässt? In unserem ausführlichen Test haben wir einen genauen Blick auf innere und äußere Werte geworfen.

Alle technischen Eigenschaften und Details des HTC U12+ sind in unserem ausführlichen Datenblatt zu finden.

Preis und Verfügbarkeit

HTC U12+
Das HTC U12+.
Das U12+ von HTC ist für 799 Euro in zwei Farbvarianten erhältlich. Translucent Blue und Ceramic Black sind die ersten beiden Kolorationen. Die blaue Version stellt sich dabei als ganz besonders heraus und HTC richtet seine Marketing-Strategie vor allem darauf aus, denn die blaue Version ist zum Teil transparent gestaltet und erinnert an den Trend aus den 90er-Jahren, sämtliche technischen Geräte durchsichtig zu gestalten.

Im Falle des U12+ ist auf der Rückseite ein Teil um die Kamera herum durchsichtig und soll so einigen Technik-Fans einen Einblick in das Smartphone ermöglichen. Allerdings ist dieser Einblick nicht allzu groß und es gäbe keinen großen Unterschied, wenn es nicht transparent gestaltet worden wäre.

Mit Flame Red soll demnächst eine dritte Farbvariante auf dem Markt erscheinen.

HTC U12+
Die teilweise transparente Rückseite des HTC U12+.

Schickes Design, liegt gut in der Hand, aber...

Mit seinem 18:9-Format, dem 6 Zoll großen Display und Maßen von 156,6 mm mal 73,9 mm mal 9,7 mm liegt das HTC U12+ ganz hervorragend in der Hand. Von den 188 Gramm wird einem auch nicht allzu schnell der Arm schwer, und längeres Halten stellt sich nicht als problematisch heraus. Eigentlich. Denn irgendwie erweckt das Corning Gorilla Glass 3, aus dem Vorder- und Rückseite sind, den Anschein, als sei es einfach nicht kompatibel mit Handinnenflächen.

Auch wenn das Gerät toll verarbeitet wurde und äußerst wertig wirkt und ist, bereits nach kurzer Zeit rutscht das Smartphone immer wieder aus der Hand und man muss mit der zweiten nachgreifen. Ebenfalls problematisch ist die Anziehungskraft für Flecken auf der Rückseite. Bereits unmittelbar nach der ersten Berührung finden sich Fingerabdrücke und Schlieren auf dem Glas. Und die lassen sich trotz Mikrofasertuch recht schwierig entfernen.

Sonst hat HTC designtechnisch durchaus alles richtig gemacht. Das U12+ ist auf der Vorderseite äußerst unaufgeregt gestaltet. Kein Knopf stört die Sicht auf das Display, welches fast bis zum oberen Rand durchgängig ist. Am oberen Rand über dem Bildschirm befinden sich lediglich die Front-Dual-Kamera und natürlich der Lautsprecher zum Telefonieren. Entgegen dem allgemeinen Trend hat HTC sich gegen eine Notch entschieden, was schon wieder recht erfrischend wirkt.

Die in unserem Fall transparente blaue Rückseite kommt somit schon etwas auffälliger daher. Am oberen Rand befindet sich die völlig ins Telefon eingelassene Dual-Kamera, darunter der LED-Blitz. Direkt darunter kommt der Fingerabdrucksensor, der im Test immer und ohne Probleme mit dem Finger angesteuert wurde. Rund um Kamera und Fingerabdrucksensor ist die Glasfläche leicht transparent gestaltet und ermöglicht so einen kleinen Einblick in das Innere des Smartphones. Aber eben auch nur einen kleinen. Eine wirkliche Ahnung von dem Innenleben des U12+ bekommt man nicht unbedingt geboten.

Muss auch nicht sein, denn das Design ist zwar zurückhaltend, aber durchaus gelungen. Auch die anfänglich gute Haptik kann als gelungen gewertet werden. Um aber nicht ins Rutschen zu geraten und um ständiges nerviges Reinigen zu vermeiden, empfiehlt es sich, mit einer Hülle entgegenzuwirken.

HTC U12+
Um Dual-Kamera, Blitz und Fingerabdrucksensor herum erkennt man gut die transparente Gestaltung.
Auf der folgenden Seite drücken wir ein paar Tasten, schauen auf das Display und die technischen Daten.
1 2 3 4 letzte Seite
Teilen

Mehr zum Thema Test