Test

HTC One (M9) im Test: Heißes Eisen mit der Kraft der acht Kerne

Im ausführlichen teltarif.de-Test muss das HTC One (M9) zeigen, aus welchem Holz es geschnitzt ist. Obwohl sich HTC eher auf Modellpflege konzentriert hat, gibt es doch einige Neuigkeiten - so hat HTC zum Beispiel bei der Kamera alte Pfade verlassen und auch ein weiteres Ausrufe­zeichen gesetzt.
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Das HTC One (M9) musste sich im ausführlichen teltarif.de-Test beweisen und zeigen, ob es mit der Konkurrenz mithalten kann. Spannend ist nicht nur, ob der Snapdragon 810 tatsächlich ein Hitzkopf ist und ob HTC in puncto Kamera den gröbsten Schnitzer des One (M8) ausbügeln konnte.

Top-verarbeitetes Smart­phone im Aluminium-Gewand

HTC One (M9)
Die Rückseite des HTC One (M9)Die Rückseite des HTC One (M9) Wie bei HTC-Top-Modellen üblich, ist das One (M9) in Aluminium gekleidet. Dabei handelt es sich nicht um ein Unibody-Gehäuse, sondern um zwei ineinander­gepresste Stücke - Dual-Tone nennt HTC das Herstellungsverfahren. So steht die Rückseite seitlich etwas über und fasst das Display fest ein. Trotz dieser Kante ist das Smartphone griffig und schneidet nicht in die Haut ein.

Die Verarbeitung des Smart­phones ist sehr gut - aber nicht tadellos. Das Gehäuse ist hochwertig und stabil konstruiert und gab bei sanften Druck weder nach noch einen Ton von sich. Klopften wir hingegen auf die Rückseite, so nahmen wir ein leichtes Klappern aus der Gegend der Kamera wahr.

Wer die großen Knochen von LG oder Samsung gewohnt ist, wird das HTC One (M9) recht handlich finden. Der 5-Zoll-Touchscreen führt zu einem relativ kompakten Gehäuse, das auch mit einer Hand noch gut zu halten ist. Der Power-Button ist seitlich in der Mitte angebracht, aber vielleicht etwas zu niedrig und daher schlecht mit dem Daumen zu erreichen. Darüber liegen - gut positioniert - die beiden Lautstärketasten.

Das HTC One (M9) von der Seite.
Das HTC One (M9) von der Seite.
Wegen des Materials fühlt sich das HTC One (M9) zunächst recht kühl an - während des Betriebs änderte sich das in unserem Test aber schnell:

Überhitzung: Ein großes Problem beim HTC One (M9)

Immer wieder geisterten Gerüchte umher, der Prozessor Snapdragon 810 könnte zu heiß werden. Nun zeigt das HTC One (M9), dass dies wohl zutrifft. Während unseres Test war das Smart­phone nach einem Benchmark-Durchlauf schon unangenehm warm. Auch während wenig fordernder Surf-Sessions erwärmte sich das Aluminium-Gehäuse deutlich. Möglicherweise kann HTC hier mit einem Software-Update nachbessern - zumindest LG konnte beim G3 die anfänglichen Hitzeprobleme des Prozessors mit einer Aktualisierung der Firmware reduzieren. Ein erstes Software-Update, das während unseres Tests verteilt wurde, reduzierte die Hitzeentwicklung tatsächlich. Dennoch erwärmte sich das Smart­phone schon nach wenigen Minuten eines 3D-Spiels oder Benchmarks erheblich.

Die Systemleistung ist trotz der starken Hitzeentwicklung tadellos. In unserem Test ruckelte nichts und Apps starteten schnell und ohne Verzögerungen. Grafisch aufwändige Spiele wie Riptide GP2 oder Modern Combat 5 liefen auch in hektischen Spielsituationen ruckelfrei. Massive Leistungseinbrüche aufgrund von heruntergetakteten Komponenten erlebten wir nicht - der Chip wird wohl nicht oder nur wenig gedrosselt, wenn er heißläuft.

Benchmarks absolvierte das HTC One (M9) mit guten Werten. Die Ergebnisse von Antutu und 3DMark sind auf sehr hohem Niveau, kommen aber nicht ganz an Chips vom Format des Tegra K1 heran - das ist wenig verwunderlich, ist doch die Grafik-Einheit des Nvidia-Chips sehr viel leistungsfähiger als die Adreno-430-GPU des Snapdragon 810. Übliche Rechenaufgaben meistert der Chip problemlos - auch alltagsnahe HTML5-Performance-Tests zeigen: Beim Surfen sollte es zu keinen Aussetzern kommen.

Die Vorderseite des HTC One (M9)
Die Vorderseite des HTC One (M9)

Display: Scharf und weite Blickwinkel

Das Display des One (M9) ist gegenüber dem Vorgänger praktisch unverändert. Schon das One (M8) punktete mit einem sehr guten Bildschirm, diesen Weg geht HTC weiter. Zwar dürfte das Display noch etwas heller sein, wenn es auch maximale Helligkeit gestellt ist, dafür überzeugt der Bildschirm mit präziser Farbdarstellung. Wer nicht frontal auf das Display blickt, wird leichte Verdunkelungen feststellen - Farbverfälschungen beobachteten wir hingegen nicht.

Auf der zweiten Seite unseres Testberichts zeigen wir Ihnen, ob HTC mit der neuen 20-Megapixel-Kamera den wohl gröbsten Schnitzer des Vorgängers ausbügeln konnte.

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