Tiefenwirkung

HTC Evo 3D im Test: Android-Handy mit 3D-Funktion

Gerät kommt mit zwei Linsen und einem speziellen Display
Von Thorsten Neuhetzki
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Mehrere Testgeräte erreichen pro Woche unsere Redaktion in Berlin. Nur selten kommt es vor, dass sich nach dem Eintreffen des Gerätes die Redaktion um das Gerät schart. Bei Geräten wie dem ersten iPhone, dem ersten iPad oder dem ersten Tablet mit Honeycomb waren ähnliche Szenen zu beobachten wie beim unlängst eingetroffenen HTC Evo 3D. Besonders ist das Android-HTC-Phone durch seine 3D-Technik, die es ohne eine 3D-Brille möglich macht, Bilder und Videos in 3D aufzunehmen und anzusehen. Wir haben das neue HTC Evo 3D für Sie getestet und dabei den Fokus vor allem auf die 3D-Technik gelegt.

Ungewohnte Bauweise für ein HTC

HTC Evo 3D

Das HTC Evo 3D im TestDas HTC Evo 3D im Test Aus der Verpackung geholt, wirkt das Handy zunächst gar nicht wie ein normales HTC-Handy. Es wirkt durch seine Bauform etwas eckiger und nicht so durchdesignt, wie es HTC-Nutzer von anderen Geräten des Herstellers gewohnt sind. Die Einfassung des Displays wirkt deutlich plastiklastiger als vergleichbare Geräte und auch die Android-typischen vier Tastatur-Elemente am unteren Rand des Bildschirms wirken mehr wie kleine, runde, eingelassene Schaltflächen. Die Rückseite des Gerätes, auf der die für 3D notwendigen zwei Kameralinsen sind, ist sehr griffig gehalten, so dass das Handy zumindest sicher in der Hand liegt und nicht so leicht wegrutscht. Deutliche Minuspunkte sammelt das Handy aber bei seinem Akkudeckel: Dieser lässt sich nur mit längeren, festen Fingernägeln ablösen und man hat stets die Angst, dass das dünne Plastik dabei durchbricht.

Zum Einsatz kommt - wie erwähnt - Android. Aktuell läuft auf dem Evo 3D Android Gingerbread 2.3.4. Als Oberfläche kommt HTC Sence zum Einsatz. Im Gegensatz zum einzigen 3D-Handy-Mitbewerber LG P920 Optimus 3D hat sich HTC die Anpassung des Menüs in 3D aber gespart. Entsprechende Effekte sind weder auf den Homescreens noch in den Menüs zu finden.

3D oder Nicht-3D, das regelt ein Schiebe-Regler

Ein kleiner Schieberegler sorgt für die Auswahl ob 2D oder 3DEin kleiner Schieberegler sorgt für die Auswahl ob 2D oder 3D Das 3D-Handy macht auf Wunsch auch klassische 2D-Fotos und Videos. Ob konventionell oder plastisch, das entscheidet der Nutzer des Touchschreen-Handys nicht über den Touchscreen und sein Menü, sondern über einen kleinen Schieberegler neben dem Auslöser. Dass für das Umschalten eine solche Variante gewählt wurde, erscheint ungewöhnlich, stammen solche Schieberegler doch eigentlich aus vergangenen Zeiten. Gleichzeitig kann der Nutzer so aber schneller zwischen 2D und 3D umschalten, wenn das falsche Format eingestellt ist und das Motiv nur kurz zur Verfügung steht. Ein Umstellen über das Menü würde deutlich mehr Zeit in Anspruch nehmen.

Grundsätzlich können sowohl Videos als auch Bilder im 3D-Verfahren aufgenommen und auch wieder angeschaut werden. Eine spezielle 3D-Brille, wie sie aus dem Kino oder dem 3D-Fernseher bekannt ist, benötigt der Nutzer nicht. Dadurch kann auch einfach spontan unterwegs mit 3D gearbeitet werden, ohne dass erst eine sensible Brille aus der Tasche geholt werden muss. Allerdings macht die verwendete Technologie die praktische Anwendung auch etwas anspruchsvoller.

Auf der nächsten Seite lesen Sie, wie die 3D-Bilder wirklich dreidimensional wirken und wie gut der Effekt wirklich ist.

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